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Preview: GWENT – Einen Plötze, sie zu knechten

18. August 2016

Preview: GWENT – Einen Plötze, sie zu knechten

GWENT. Strategie und Taktik. Stractic. Kartenspiel. Mit nicht zwei, nicht drei, sondern ZEHN Stunden Kampagne! SENSATIONELL. Oh Moment, das hier ist gar kein sponsored Post, dann bitte einen Gang zurück und alles auf Anfang.

Aus der Idee wird Realität

Einige von euch kennen vielleicht den kleinen Indie-Titel im Nischengenre der Rollenspiele namens The Witcher 3: Wild Hunt. Eben jenes unbekanntes Spiel wusste mit hübschen Frauen, Hexern, kletternden Pferden und dem wohl fantastischsten Spiel-im-Spiel, bzw. Sensation-in-Sensation, zu begeistern. Diese Minisensation nennt sich Gwint, zumindest im Deutschen. Eigentlich heißt es aber Gwent. Und weil das e hübscher als das i ist, heißt die ausgekoppelte Standalone-Version des Minispiels eben auch so.

Gwent

Aber wie kam es überhaupt dazu, dass ein Kartenspiel in einem epischen Rollenspiel eine eigene Auskopplung spendiert bekommt? Masse statt Klasse. Ein gut strukturierter und vor Rhetorik strotzender Fanbrief hätte vielleicht auch gereicht, stattdessen fluteten die Fans des Hexers aber einfach sekündlich die Entwickler von CD Projekt Red mit der höflichen Aufforderung Bitte, dass sie doch bitte endlich mal was schaffen sollen, statt dauernd das fantastische polnische Bier zu trinken, und ihnen ein Gwent entwickeln, das sie gegen echte Menschen spielen können!

Wo bin ich hier gelandet

Ihr kennt Gwent gar nicht? Das passiert den Besten von uns. Patrick Kirst zum Beispiel, der noch immer The Witcher 3: Wild Hunt durchspielen muss. *Zaunpfahl*

Gwent ist, wie schon dezent angedeutet, ein Kartenspiel. In eben jenem müsst ihr, einfach gesagt, am Ende einen höheren Punktestand aufweisen als euer Gegenüber. Ihr spielt in maximal drei Runden, von welchen ihr, logischerweise, zwei gewinnen müsst, wenn ihr euer Gegenüber am Ende des Spiels verhöhnen wollt. Um dies zu erreichen, müsst ihr, unerwarteterweise, Karten ausspielen. Davon habt ihr, ebenfalls unerwartet, natürlich nur eine begrenzte Anzahl. Ihr müsst also taktieren, welche Karte ihr nun ausspielt und welche ihr für eine eventuell dritte Runde aufsparen wollt. Wollt ihr bluffen und zuerst die kleinen, unschuldigen Karten ausspielen, oder wollt ihr direkt den dicken Geralt raushängen lassen, um euren Mitspieler zu verängstigen? The Choice is yours.

Natürlich haben sich die Entwickler von Gwent nicht lumpen lassen. Klar, das alte Gwent beim dritten Witcher war schon ziemlich super. Aber es war halt das alte Gwent. Das neue Gwent ist noch viel hübscher. Quasi in Farbe und bunt! Und das reichlich. Animierte Karten präsentieren Monster und Charaktere, die Effekte waren nie schöner und das swoosh bringt einen in die richtige Stimmung. Doch nicht nur am Design wurde gefeilt, sondern natürlich auch am Balancing. Gegen echte menschliche Spieler ist es letztendlich eben doch irgendwie anders als gegen eine künstliche Intelligenz. Daneben gibt es auch noch neue Fähigkeiten und Mechaniken, die Alteingesessene begeistern werden.

Caroline Valdenaire

Caro blickt auf eine abwechslungsreiche Spielekarriere zurück - schließlich darf sie sich schon seit Mitte der 90er ein Zockerweibchen nennen. Am liebsten spielt sie im Team, damit sie dann alle - wie im echten Leben - bemuttern kann. Inzwischen haben es ihr vor allem die Survivalspiele angetan. Bei Gameplane ist sie irgendwie Mädchen für alles, hauptsächlich aber Madame Chefredakteurin.