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Preview: GWENT – Die Karten werden neu gemischt

The Witcher 3: Wild Hunt hat viele Qualitäten. Eine davon ist das Spiel im Spiel namens GWENT. Nachdem die Community Jahr um Jahr darum bettelte, dass CD Projekt Red eine Standalone-Version des Kartenspiels entwickeln sollte, gaben die polnischen Entwickler irgendwann nach und taten genau das. Seit Mai 2017 ist die offene Beta inzwischen für jeden zugänglich – wir haben uns die neuesten Entwicklungen auf der gamescom angeschaut.

GWENT: Thronebreaker

Caroline ValdenaireDie erste Neuankündigung befasst sich mit dem Singleplayer zu GWENT. Dieser nennt sich GWENT: Thronebreaker und lässt uns in die Rolle von Königin Meve schlüpfen, der einzigen weiblichen Herrscherin der nördlichen Königreiche, welche Rivien und Lyrien regiert. In den Büchern machte sie auch Bekanntschaft mit Geralt von Riva, welcher seinen Namen nur wegen ihr tragen darf. Wir können also davon ausgehen, dass wir früher oder später nicht nur andere bekannte Gesichter, sondern vermutlich auch den weißen Wolf wiedersehen werden. Zeitlich gesehen ist Thronebreaker vor den drei Spielen angesiedelt.

Da die Autoren der Geschichte aus The Witcher 3 mit an Bord sind, darf man sich vermutlich auf eine spannende Story mit allerlei Höhepunkten und Wendungen freuen, auch wenn man diese in einem Kartenspiel vielleicht nicht unbedingt vermutet. Während die Kämpfe statt mit Schwert an einem Tisch mit Karten ausgetragen werden, dürfen wir auch Dialoge führen und dort Entscheidungen treffen, die, natürlich, Konsequenzen haben und auch den Verlauf der Kampagne beeinflussen. Wir dürfen entscheiden, ob unsere Meve in die Fußstapfen von Trump tritt oder aber eine fürsorgliche Herrscherin wird, für die das Wohl der Bevölkerung immer Priorität hat.

GWENT Thronebreaker

Der Grafikstil der Gespräche erinnert an The Banner Saga, auch wenn die Figuren, im Gegensatz dazu, teilweise animiert sind und nicht nur starr in der Gegend herumstehen, während die Untertitel eine bewegte Geschichte erzählen. Die Mimik weiß dabei zu überzeugen und liefert die nötige Dramatik, damit die Unterhaltungen nicht zu trocken wirken. Um das Ganze noch abzurunden, werden alle Figuren synchronisiert.

Die Grafik der isometrischen Welt erinnert wiederum an ein klassisches F2P-Handyspiel, was auf den ersten Blick vielleicht etwas irritiert, aber doch gut zum Setting passt. Innerhalb der fünf möglichen Regionen findet ihr auch Schatzkisten, welche euch nicht nur mit Ressourcen, sondern auch mit Sammelgegenständen und Waffen versorgen. Zwischen den Kämpfen könnt ihr in eurem Camp rasten, trainieren oder in der Taverne verweilen. Neben Loot erwarten euch in der offenen Welt natürlich auch Sidequests, die um eure Aufmerksamkeit buhlen. Dabei gewinnt ihr nicht nur neue Mitstreiter und weitere Ressourcen, sondern natürlich, wer hätte es erwartet, auch neue Karten für das Spiel. Neben den Singleplayer-Karten hat Thronebreaker auch 20 neue Karten für den Multiplayer im Gepäck.

GWENT: Thronebreaker soll noch 2017 als kostenpflichtige Erweiterung erscheinen.

GWENT Masters

Christina KutscherWas fehlt einem Multiplayer Online Collectible Card Game? Neben einem Singleplayer offensichtlich eSports. Deshalb gibt es nun GWENT Masters und den neuen Modus „Pro Ladder“. Um hier erfolgreich zu sein, verlangt CD Projekt Red von Spielenden aktive Partizipation und natürlich Siege. Dabei muss zwischen Fraktionen gewechselt und Crown Points gewonnen werden. Diese beeinflussen die Rangliste und bestimmen letztendlich, welche Spieler für welches Turnier zugelassen werden und weiterkommen.

 

Pro Ladder mode becomes available once a player reaches Rank 21 — the highest achievable rank in the game’s standard Ranked Play.

Die Seasons werden zwei Monate andauern und es gibt drei unterschiedliche Ebenen, auf denen Turniere stattfinden. Open ist dabei die unterste Stufe, hier gibt es 25.000 US-Dollar zu gewinnen. Challenger nennt sich die nächste Stufe, die mit 100.000 US-Dollar dotiert ist und schlussendlich gibt es mit GWENT World Masters die Weltmeisterschaft, wo sogar 250.000 US-Dollar warten. Es wird nicht nur offizielle Turniere geben, die CD Projekt Red selbst organisiert, sondern auch zahlreiche weitere lizensierte Turniere.

Nach der gamescom soll GWENT mit 30 neuen Karten und neuem Balancing versehen werden, sogenannte „Social Features“, also Spielerprofile, Chats, Freundeslisten und Neuigkeiten kommen ebenfalls. Das erste GWENT Turnier fand bereits während der gamescom statt. Im November findet in Warschau das zweite Open Turnier statt, im Dezember das zweite Challenger Turnier.

Fazit

Caroline ValdenaireDa mir persönlich eSports inzwischen ein wenig zu stressig und professionell sind, man wird ja nicht jünger, habe ich mich vor allem über die Neuigkeiten zum Singleplayer GWENT: Thronebreaker gefreut. Dass CD Projekt Red uns nicht nur in die Rolle einer aus den Büchern bekannten Person schlüpfen lässt, sondern uns zudem eine weibliche Protagonistin an die Hand gibt, begrüße ich sehr. Dass wir das Witcher-Universum außerdem aus einer anderen Perspektive erleben dürfen und dadurch vermutlich einiges mehr über Charaktere erfahren, die wir in den späteren Spielen kennengelernt haben, macht das Ganze umso spannender. Ich freue mich auf die Einzelspielerkampagne und bin gespannt, womit uns CDPR hierbei noch überraschen werden.
Christina KutscherMich bewegt weder der Singleplayer noch der „Pro Ladder“-Modus – wenn ich mehr über das Universum erfahren wollte, würde ich The Witcher 3: Wild Hunt endlich zu Ende spielen. Am meisten freut mich, dass es schon bald neue Karten geben wird und das Spiel sich weiterhin verbessert. Tatsächlich hat mir der gamescom-Auftritt von GWENT wieder Lust auf das Spiel gemacht, das ich seit Ende der geschlossenen Beta nicht mehr gespielt hatte. Mittlerweile freue ich mich darauf, endlich wieder neue Karten zu bekommen, sie alle auszuprobieren, Decks zu optimieren und Gegner zu vernichten. Wobei ich beim Spielen von GWENT sicherlich wieder Lust auf The Witcher 3 bekommen werde, aber das ist eine andere Geschichte.

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