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Preview: Dying Light 2 – Deine Entscheidungen, deine Welt

27. August 2018

Preview: Dying Light 2 – Deine Entscheidungen, deine Welt

Die Welt braucht mehr Zombiespiele, die Welt braucht weniger Zombiespiele. Welcher Meinung man auch sein mag, Dying Light 2 könnte sowohl die Gegner als auch die Fans des Genres glücklich stimmen. Wir haben uns Teil 2 des Franchises während der gamescom 2018 angesehen und sind guter Dinge.

Entscheidungen

Dying Light 2 spielt 15 Jahre nach Teil 1. Die Welt soll im Vergleich zum bei uns indizierten Vorgänger noch größer ausfallen und durch die Entscheidungsfreiheit für abwechslungsreiche Durchgänge sorgen. Auf den ersten Blick ist alles wie gehabt. Wir kommen als noch namenloser Fremder in diese Stadt und müssen uns beliebt machen. Das Gameplay unterscheidet sich dabei je nach Tageszeit. Tagsüber treffen wir vor allem menschliche Gegner und NPCs, denen wir wie gewohnt bei irgendetwas aushelfen sollen. Die Zombies gibt es natürlich noch immer, doch verstecken sich diese tagsüber in Gebäuden und verlassen ihren Unterschlupf erst bei Nacht.

Dying Light 2 Screenshot gamescom

Während man also in Teil 1 die Nacht wegen der drohenden Jäger vielleicht mied, lohnt sich der nächtliche Ausflug nun umso mehr, um versteckte Belohnungen in Gebäuden stressfrei bergen zu können. Insoweit man denn stressfrei sagen kann, da die Zombies bei Nacht noch aggressiver und agiler sind als noch bei Tag.

Eine weitere Neuerung in Dying Light 2 sind die Fraktionen, die wir umwerben müssen. Bei wichtigen Entscheidungen während der Geschichte dürfen wir beispielsweise eine verlassene Turnhalle an eine der Fraktionen übergeben. Die Peacekeeper wirken auf den ersten Blick vernünftig, bestrafen die Bevölkerung aber bei kleinsten Verstößen, belohnen sie wiederum mit kostenloser Wasserversorgung und vertreiben alle Infizierten aus einem ihnen überlassenen Bezirk. Das sorgt zwar dafür, dass wir diesen stressfrei durchqueren können, erschwert die Lage aber in anliegenden Bezirken, in welchen die Population der Untoten entsprechend anwächst.

Die Banditen wollen vor allem Profit, welchen sie auch mit uns teilen. Durch sie leidet die Bevölkerung zwar an mangelhafter Versorgung, doch florieren auch die Schwarzmärkte, bei denen wir ebenfalls einkaufen können. Des Weiteren schmuggeln sie auch fahrbare Untersätze in einen Stadtteil, was uns ebenfalls zu Gute kommen kann. Entscheiden wir uns nun also dafür, die besagte Turnhalle an die Peacekeeper zu geben, bauen sie daraus eine Trainingshalle, in welcher wir sowohl trainieren als auch gegen Freiwillige kämpfen können, um dabei etwas Geld zu verdienen. Das bedeutet allerdings, dass wir auch auf offener Straße zu Duellen herausgefordert werden.

Die Banditen wiederum nutzen die Halle, um Benzin herzustellen und an die Bevölkerung zu verkaufen. Des Weiteren reparieren sie auch eine Brücke zu einem bisher unzugänglichen Gebiet. Eine dritte Fraktion, über die bisher noch nicht viel bekannt ist, verwandelt die Turnhalle in einen Garten, in welchem Drogen hergestellt werden. Diese können sowohl wir als auch potenzielle Gegner erwerben. Es gilt also abzuwägen, wen wir bei unserer Mission in der Stadt unterstützen.

Dabei müssen wir uns nicht immer für dieselben Fraktion entscheiden, sondern können je nach Fall versuchen, die möglichen Konsequenzen zu beurteilen, bevor wir eine Entscheidung treffen.

Welten

Unsere Entscheidungen haben dabei nicht nur Konsequenzen bezüglich des Gameplays, sondern beeinflussen auch das Aussehen der Spielwelt an sich. Der Untergang der Technologie ist allseits präsent – brennende Autos, Relikte der alten Welt und sogar Hinweise auf die Ereignisse des Vorgängers begegnen uns bei unserem Spaziergang durch die Welt. Wie schon im Vorgänger können wir alles erklettern, was wir sehen. Dabei können wir höher gelegene Punkte dazu nutzen, um unsere Umgebung auszukundschaften. Das funktioniert ähnlich wie in State of Decay 2: Wir fixieren ein potenziell interessantes Gebäude mit unserem Fernglas, warten einige Sekunden und erhalten dann den Namen des Bauwerks.

Das Klettern ist in Dying Light 2 nun stark von eurer vorhandenen Ausdauer abhängig. Das bedeutet, dass wir beim Erklimmen großer Bauwerke zuerst strategisch planen sollten, wo wir uns auf unserem Weg nach oben erholen können, um unsere Ausdauer zu regenerieren. Je nach Bewegung verlieren wir unterschiedlich viel Ausdauer. Das langwierige Erklimmen eines Rohres ist beispielsweise anstrengender als ein simpler Sprung über eine Grube. Weite Sprünge halbieren den Ausdauerbalken sogar, während das Balancieren dieses System gar nicht beeinträchtigt.

Dadurch, dass unsere Entscheidungen die Welt so maßgeblich beeinflussen, ist das Savegame nun an den Host gebunden. Koop-Freunde können aber noch immer problemlos jederzeit beitreten und behalten auch ihre Waffen, welche sie bei einem Freund erworben haben.

Dying Light 2 Screenshot gamescom

Auf unsere Frage hin, inwieweit Spieler ihren Charakter anpassen dürfen, gab es eine kurze, aber erfreuliche Nachricht von Techland. Eine Character Creation wird es geben. Wie diese genau aussehen wird, ist aber noch nicht bekannt und man möchte dazu auch noch nicht mehr verraten. Da Dying Light 2 aber sehr auf das narrative Element setzt, dürfen wir uns hier vermutlich auf etwas mehr Tiefe freuen.

Dying Light 2 erscheint 2019 für PC, PS4 und Xbox One.

Fazit

Caroline ValdenaireIch weiß nicht warum, aber immer, wenn Menschen einen Beitrag zu Zombies finden, senden sie ihn mir. Man könnte also sagen, dass ich ein Fan des Genres bin. Dying Light 2 verspricht all das, was ich mir bereits für den Vorgänger gewünscht habe. Vor allem die Entscheidungen und damit verbundenen Konsequenzen haben sich bereits sehr spannend angehört. Die Fraktionen erhöhen den Wiederspielwert und auch das veränderte Gameplay während des Tages oder während der Nacht dürfte Fans des Vorgängers gefallen. Ich möchte mehr. Sehr bald.

Caroline Valdenaire

Caro blickt auf eine abwechslungsreiche Spielekarriere zurück - schließlich darf sie sich schon seit Mitte der 90er ein Zockerweibchen nennen. Am liebsten spielt sie im Team, damit sie dann alle - wie im echten Leben - bemuttern kann. Inzwischen haben es ihr vor allem die Survivalspiele angetan. Bei Gameplane ist sie irgendwie Mädchen für alles, hauptsächlich aber Madame Chefredakteurin.