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Preview: Dual Universe – Unendliche Weiten

27. August 2018

Preview: Dual Universe – Unendliche Weiten

Das selbst ernannte Civilization Building Sci-Fi MMORPG Dual Universe sammelte vor fast genau zwei Jahren bei Kickstarter mehr als eine halbe Million Euro, um das Projekt zu verwirklichen. Im Nachhinein hat sich diese Summe auf fast zehn Millionen Euro erhöht. Ob das reichen wird, um die Mischung aus Star Citizen, No Man’s Sky, EVE Online und Space Engineers zu verwirklichen? Wir haben uns während der gamescom 2018 den aktuellen Stand der Dinge angeschaut.

Der Tausendsassa

Dual Universe hat sich in der Tat sehr viel vorgenommen. Kurz gesagt: All das, was ihr aus den großen Weltraumspielen kennt und liebt, werdet ihr früher oder später auch in Dual Universe finden. So zumindest die Idee. Das Universum ist ein sogenanntes single shard universe, in welchem sich theoretisch Millionen von Spielern aufhalten können. Alles wird von euch ab- oder bebaubar sein. Nicht nur auf den Planeten, sondern auch im Weltraum soll man seine Bauträume verwirklichen können. Und ja, dazu zählen auch Asteroiden, auf denen ihr geheime Basen bauen könnt.

Das Bausystem funktioniert etwas anders als beispielsweise in No Man’s Sky. Dort müsst ihr erst Baupläne finden, um bestimmte Objekte herstellen zu können. In Dual Universe steht euch von Anfang an der gesamte Katalog zur Verfügung. Um eure Basis der Träume zu bauen, braucht ihr lediglich die dazu passenden Ressourcen, die ihr überall auf dem Planeten abbauen könnt. Die uns gezeigten Bauwerke der Community waren dabei durchaus beeindruckend. Nicht nur riesige Basen, sondern auch Raumschiffe können von den Spielern selbst, ähnlich wie in Space Engineers, gebaut werden. Das ist allerdings kein Muss, da man diese auch einfach in einem Katalog bestellen kann. Mit eurem Raumschiff sollt ihr später auch an den beliebten Weltraumschlachten teilnehmen können, die allerdings noch nicht integriert wurden.

Gefangen im Weltraum

Dual Universe lässt das Spiel größtenteils von den Spielern selbst steuern. Das heißt: Die Community betreut die Wirtschaft, die Community stellt Politiker, die Community kümmert sich um die Regeln. Dafür können Spieler auf dem Planeten Land beanspruchen, auf dem sie bauen dürfen. Mit anderen Spielern können sie sich dann zu Städten, Ländern oder sogar Kontinenten innerhalb eines Planeten zusammenschließen und dabei die Politik ihrer Heimat bestimmen. Auch eine Art Justizsystem wird es dabei geben, das gewisse Handlungen innerhalb der Gemeinschaft bestrafen soll. All diese Ideen wurden allerdings noch nicht umgesetzt und sind entsprechend noch Zukunftsmusik.

Alles was ihr herstellt, könnt ihr auch auf dem Markt verkaufen. Oder aber ihr verkauft Wissen. Wenn ihr beispielsweise eine Quelle einer Ressource gefunden habt, könnt ihr auf dem Markt dem Meistbietenden den Standort verraten. Als besonderes Schmankerl könnt ihr innerhalb des Spiels via LUA sogar eigene Minispiele programmieren und diese ebenfalls als Code auf dem Markt zur Verfügung stellen, damit andere auch etwas davon haben.

Dual Universe Roadmap

Bis zur Veröffentlichung von Dual Universe haben die Entwickler von Novaquark noch viel vor. Anfang November 2018 soll es eine Alpha geben, der Release ist wiederum für 2020 geplant.

Fazit

Caroline ValdenaireDie uns gezeigte Version von Dual Universe befand sich noch in einem sehr frühen Stadium. Es ist also sehr schwer einzuschätzen, inwieweit die Entwickler ihre Vision später verwirklichen können. Das Bausystem wirkt bereits jetzt sehr durchdacht und vielseitig. Dass man nicht nur Planeten, sondern auch den Weltraum besiedeln kann, dürfte für Fans dieses Genres eine willkommene Abwechslung sein. Lassen wir uns doch davon überraschen, ob das abobasierte Dual Universe am Ende hält, was es verspricht.

Caroline Valdenaire

Caro blickt auf eine abwechslungsreiche Spielekarriere zurück - schließlich darf sie sich schon seit Mitte der 90er ein Zockerweibchen nennen. Am liebsten spielt sie im Team, damit sie dann alle - wie im echten Leben - bemuttern kann. Inzwischen haben es ihr vor allem die Survivalspiele angetan. Bei Gameplane ist sie irgendwie Mädchen für alles, hauptsächlich aber Madame Chefredakteurin.