Gamescom Nintendo Previews Switch

Preview: Die Nintendo-Highlights der gamescom 2018

27. August 2018
Nicole Wetzel

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Preview: Die Nintendo-Highlights der gamescom 2018

Die Nintendo Switch wird dieses Jahr noch mit großen Titeln wie  Super Smash Bros. Ultimate, Pokémon Let’s Go Evoli bzw. Let’s Go Pikachu und Super Mario Party versorgt, aber auch einige kleine Indie-Titel wie The Gardens Between. Diese vier Titel konnten wir uns auf der gamescom 2018 genauer ansehen und antesten.

Super Smash Bros. Ultimate

Super Smash Bros. Ultimate wird im wahrsten Sinne des Wortes das bisher ultimativste Super Smash Bros., denn kein anderes Spiel der Reihe hat eine solch riesige Auswahl an Stages und Kämpfern. Denn derweil bietet das Fighting-Game 67 Kämpfer, die Echo-Charaktere nicht eingerechnet, und 103 Stages.

Unter den Kämpfern sind alle, die je irgendeinen Auftritt in irgendeinem der Smash Bros.-Spiele hatten, so kehren beispielsweise Charaktere wie Snake oder auch die Ice Climbers zurück. Aber auch völlig neue Charaktere wie Ridley, Simon und King K.Rool sind mit dabei. Ob noch mehr Charaktere, Stages und vielleicht sogar noch ein Story-Modus angekündigt werden, bleibt noch weiterhin abzuwarten. Aber bis zum 7. Dezember 2018 ist immerhin noch etwas Zeit.

Spielerisch fühlt sich Super Smash Bros. Ultimate genau wie Super Smash Bros. für Wii U an, nur kleine Veränderungen hat man vorgenommen. Viele Ultra Smashes wurden angepasst oder erneuert und an manchen Charakteren soll man kleine Veränderungen spielerisch vorgenommen haben. Dies soll für mehr Balance sorgen.

Neuzugang Ridley lässt sich sehr gut steuern und hat einige großartige Angriffe im Repertoire. Da in der anspielbaren Demo nur ein kleines Roster an Kämpfern zur Verfügung stand, lässt sich noch kein Vergleich zu allen Charakteren aus den Vorgänger-Teilen ziehen, diesbezüglich bleibt also abzuwarten, wie sich jeder einzelne Kämpfer im Endspiel anfühlen wird. Aber bisher macht der Titel einen guten, ausbalancierten Eindruck. Für jeden Spieler dürfte also ein passender Lieblingskämpfer parat sein. Das Spiel verspricht lange, witzige Prügel-Abende mit Freunden auf dem Sofa.

Super Mario Party

Da Mario Party Bretter meist relativ lange dauern und für kurze Hands-on somit recht ungeeignet sind, konnten wir bei der Demo von Super Mario Party lediglich ein paar Minispiele austesten im sogenannten Mariothon-Modus. In diesem Modus gilt es fünf Minispiele zu meistern, aus entweder eigens zusammengesetzten Sets oder schon vorgegebenen Paketen. Je nachdem wie gut, sprich wie schnell ihr die Minispiele meistert, bekommt ihr am Ende Punkte.

Eine wunderbare Neuerung ist, dass jeder Spieler bereits im Einleitungsbildschirm des Minispiels die Steuerung austesten kann. Ihr müsst dafür also keinen separaten Übungsdurchlauf starten. Bei den fünf Minispielen wurde schnell klar, dass Super Mario Party die Features der Joy-Cons nutzt. So gebt ihr beispielsweise durch Neigen der Joy-Cons die Richtung an, um auf einem Fass durch einen Hindernisparcour zu rollen. In einem anderen Minispiel haltet ihr den Joy-Con wieder waagerecht und führt kreisende Bewegungen aus, um euren Charakter auf einem Dreirad voran zu bringen.

Allerdings sind auch klassische Minispiele dabei, die ohne Bewegungssteuerung auskommen, wenn ihr zum Beispiel euren Charakter via Joystick bewegt und vor einer Horde Gegner flüchtet. Ähnlich war auch das letzte der fünf Minispiele, bei dem ihr auf einem viereckigen Feld Gegnern ausweichen müsst, die natürlich immer mehr und immer schneller werden. Die Minispiele machen Spaß und zeigen viel Innovation. Ob Super Mario Party auch im Gesamtpaket mit den Brettern überzeugen kann, bleibt abzuwarten.

Pokémon Let’s Go, Evoli bzw. Let’s Go, Pikachu

Auch die neuen Pokémon Ableger konnten wir kurz mit dem neuen Pokéball Plus antesten. Der kleine Ball liegt überraschend gut in der Hand. Der kleine Punkt an der Vorderseite des Pokéballs ist zugleich ein kleiner Analogstick, mit dem sich der Charakter bewegen oder Aktionen auswählen lässt.  Zudem gibt der Pokéball Plus Geräusche von sich: das typische Klicken des Balls wenn ein Taschenmonster erfolgreich gefangen wurde ertönt ebenfalls aus dem Pokéball Plus sowie Rufe der Pokémon, je nach dem welches Taschenmonster in dem kleinen Ball gerade steckt.

Spielerisch sind Let’s Go, Evoli und Let’s Go, Pikachu eine Kombination aus Pokémon GO und den alten Pokémon Edition. Die Pokémon sind nicht mehr unsichtbar im hohen Gras, sondern stapfen überall herum. Berührt ihr eines, könnt ihr es ganz nach Pokémon GO-Manier fangen. Die Pokémon müssen nicht mehr geschwächt werden. Ihr könnt einfach den Ball werfen. Kämpfe gibt es dennoch, nämlich gegen Trainer. Die Kämpfe folgen wiederum dem klassischen Prinzip.

Im Übrigen lassen sich Pokémon von Pokémon GO auf Let’s Go, Evoli und Let’s Go, Pikachu übertragen, umgekehrt jedoch nicht. Zurück in die Kanto-Region kehren könnt ihr ab dem 13. November.

The Gardens Between

The Gardens Between ist ein Abenteuer-Puzzlespiel. Optisch wirkt der Titel sehr harmonisch und idyllisch und bietet sich zudem hervorragend für den Handheldmodus als kleines, ruhiges Spiel zwischendurch an. Spielerisch ist The Gardens Between sehr simpel, bietet aber dennoch kleinere Rätsel zum Nachdenken. Via Analogstick bewegt ihr nicht die zwei Charaktere, die ihr durch die kleinen Level führt, sondern kontrolliert die Zeit.  Bewegt ihr den Stick nach rechts, läuft die Zeit vorwärts, bewegt ihr den Stick nach links, spult ihr die Zeit zurück und müsst euch so einen Weg an Hindernissen vorbei bahnen.

Die Level stellen immer kleine Inseln dar, deren Spitze ihr erreichen müsst. Der Grafikstil wirkt sehr malerisch und The Gardens Between bietet ein interessantes Konzept, von dem wir gerne mehr sehen würden.

Nicole Wetzel

Nicole ist praktisch als Zockerin geboren, denn schon mit etwa 3 Jahren fand sie sich vor einer SNES wieder und wuchs somit mit Yoshis's Island und Donkey Kong Country auf. Seither sind Videospiele ihre große Leidenschaft und nicht mehr für sie wegzudenken. Später wurde sie nicht nur von Nintendo sondern auch von der Playstation geprägt, weswegen sich ihr Spektrum um etliche Genre erweiterte.