Home » Artikel » Previews » Preview: Detroit: Become Human – Menschenfreunde

Preview: Detroit: Become Human – Menschenfreunde

Detroit: Become Human ist die neueste Kreation von David Cage und Quantic Dream. Wir befinden uns in einer düsteren Zukunft, diesmal allerdings nicht bezogen auf die Menschheit, sondern bezogen auf deren fortschrittlichstes Werk: die Androiden. Wir begleiten den Aufstand der Maschinen und erleben hautnah, was diese vom Menschen unterscheidet.

In naher Zukunft hat ein Großteil der Menschen nicht nur durch Digitalisierung und Robotik seine Beschäftigung verloren, sondern auch durch Maschinen, die nach ihrem eigenen Vorbild geschaffen werden. Rasante Fortschritte in der Technologie ermöglichen die Entwicklung menschenartiger Androiden, die das Gros der alltäglichen Arbeit verrichten – sie sind Krankenschwestern, Lehrer, Bauarbeiter. Der Unmut gegenüber den Androiden ist groß, und er wächst noch, als einige von ihnen beginnen, ein Bewusstsein zu entwickeln.

Doch was genau macht uns zum Menschen, wenn wir Maschinen bauen, die uns nicht nur ähneln, sondern fast nicht mehr von uns unterscheidbar sind? Was, wenn die Maschinen Gefühle entwickeln? Trauer, Freude, Hass? Wenn sich die Androiden mit demselben Leid auseinandersetzen, mit welchem wir Menschen tagtäglich konfrontiert sind? Wie rechtfertigen wir die Unterdrückung von menschenähnlichen Konstrukten, die sich nur dadurch von uns unterscheiden, dass sie gebaut und nicht geboren wurden?

Zu Beginn der Präsentation von Detroit: Become Human während der diesjährigen gamescom wird uns das bereits zur E3 2017 gezeigte Gameplay vorgespielt. Erneut dürfen wir in die Haut von Marcus schlüpfen, welcher an der Seite seiner Mitstreiterin einen Weg finden muss, um eine Gruppe Androiden zu befreien. Dabei haben wir viele Möglichkeiten, welche sowohl zum Ziel als auch zum Abbruch der Mission führen können. Zwar kann die Mission scheitern, falls wir beispielsweise von der Polizei erwischt werden, während wir uns in das Sicherheitssystem hineinhacken, doch bedeutet das keinen Game Over Screen im Spiel, da wir dann einfach einen anderen Weg finden und die Geschichte dennoch fortgesetzt wird.

Detroit: Become Human

Um die vorliegende Aufgabe zu meistern, müssen wir uns zunächst mit der Umgebung vertraut machen und die patroullierende Polizeidrohne ausschalten, um in Ruhe arbeiten zu können. Dabei machen wir von unseren Androidenfähigkeiten Gebrauch, analysieren unsere Umgebung und sehen dadurch Handlungen und deren Erfolgschance voraus. Ist der Weg frei, dürfen wir nach der Aktivierung der Androiden, welche in einem Geschäft eigentlich zum Verkauf stehen und durch uns befreit werden, entscheiden, welche Richtung das weitere Spiel einschlagen soll.

Glaube, Liebe, Hoffnung

Natürlich wollen wir nicht nur einige Wenige befreien, sondern ein Zeichen setzen. Die befreiten Androiden akzeptieren uns, Marcus, als neues Sprachrohr ihrer Zunft, vermutlich, da es in dieser Situation auch keine andere Option gab. Fortan dürfen wir nicht nur über das Symbol unserer Freiheitsbewegung entscheiden, sondern auch darüber, ob wir den friedlichen oder gewalttätigen Weg gehen wollen. Das bedeutet in unserer Situation erst einmal, dass wir die Wahl haben den Ort des Geschehens mit Plakaten und Hinweisen zur Rebellion zu verschönern, oder ob wir den öffentlichen Platz komplett verwüsten. Dazu gehören eingeschlagene Fenster, niedergerissene Statuen, brennende Autos und Zerstörung, so weit das Auge reicht. Eine Konsequenz daraus sind erste tote Androiden, welche von Polizisten überwältigt werden. Als wir über das Schicksal derer entscheiden sollen, wurde die Präsentation allerdings auch schon beendet.

Fazit

Caroline ValdenaireDetroit: Become Human scheint ein klassisches Spiel von Quantic Dream zu werden. Das bedeutet auch: wer bisher nichts mit den Spielen von David Cage anfangen konnte, wird mit der Zukunftsvision und der Rebellion der Androiden vermutlich auch nicht glücklich. Erneut erleben wir eine interaktive Geschichte, begleiten die Charaktere durch eine Welt, in der wir allerlei Quick Time Events auslösen und verstören unsere Mitmenschen durch ruckartige Bewegungen mit der Bewegungssteuerung des Playstation-Controllers.

Nach dem bereits bekannten Gameplay der E3 durften wir auch die zuvor gezeigte Geiselszene nachspielen und uns von den verschiedenen Lösungsmöglichkeiten überzeugen. Zumindest diesbezüglich scheint Quantic Dream gelernt zu haben und möchte mit mehr Entscheidungsfreiheit als in den Vorgängerspielen punkten. Auch der Ansatz der friedlichen oder brutalen Rebellion ist interessant und dürfte mehrere Spieldurchläufe rechtfertigen. Voraussichtlich 2018 dürfen wir uns davon überzeugen, ob Detroit: Become Human das hält, was es verspricht.

Sag uns deine Meinung:

Auch interessant!

Final Fantasy 9

Final Fantasy 9 – Erscheint für Playstation 4

Manchmal lassen uns Entwickler und Publisher wochenlang im Dunkeln und verraten nicht, wann ihr Spiel ...