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Preview: Destiny 2 – Eindrücke der Beta

Destiny 2 ist zurecht eines der heißeren Eisen des Spielejahres 2017. Allerdings ist es auch berechtigt skeptisch gegenüber dem Spiel zu sein, immerhin wurde das Prequel ebenfalls ins Unermessliche gehyped und konnte dem nicht gerecht werden. Bungie und Activision versprechen all die Macken des ersten Teils auszumerzen und mit Destiny 2 schon zu Release eine vollständige Spielerfahrung zu bieten. Die Closed Beta gibt einen ersten Eindruck zum Spiel und verrät uns, ob die Entwickler sich wirklich an ihre Versprechen halten.

Der Einstieg

Titelbildschirm, melodische Hintergrundmusik und die große Aufschrift „Destiny 2“. Das Menü begrüßt einen so schlicht wie auch schon im Vorgänger, aber macht gerade Fans des ersten Teils schon Vorfreude auf das kommende Abenteuer. Beim ersten Start dürfen wir zunächst unsere Klasse wählen, die sich nicht verändert haben. Titan, Jäger oder Warlock werden uns wieder geboten, die alle mit unterschiedlichen Fähigkeiten und ihrer eigenen Demokampagne kommen. Der gewählte Charakter befindet sich allerdings zu Beginn des Spiel schon auf Level 20 mit Lichtlevel 200. Da, wie bereits in zahlreichen Trailern zu sehen war, das Spiel mit dem Verlust der letzten Stadt beginnt, gehen wir aber davon aus, dass wir auch im fertigen Spiel mit diesem Level beginnen und anschließend alles verlieren. Schließlich würde das elegant auf die Fortschritte von Destiny hinweisen und uns dennoch mit einem „neuen“ Charakter starten lassen.

Der Angriff der Kabalkrieger

Schon von Beginn an fällt einem intensiv der neue Fokus auf. Einer der größten Kritikpunkte am Vorgänger war die mangelhafte Übertragung der Story, obwohl eine gelungene Spielwelt geboten wurde. In der Beta von Destiny 2 beginnen wir mit dem Prolog, welcher den Verlust des Reisenden zeigt. Cutscenes, Auftritte anderer Charaktere, Gespräche und Storyline sind deutlich intensiver dargestellt. Die stärkere Darstellung narrativer Elemente lässt uns nicht nur deutlich besser in das Spiel einsteigen, sondern erlaubt erstmals das Aufkommen von Emotionen. Von all den Feindestypen des Vorgängers sehen wir in dieser Mission erstmal nur die Kabalkrieger, die ein neues Design verpasst bekommen haben. Das Resultat ist nicht nur schön anzusehen, sondern betont die kriegerische Natur dieser Rasse. Und jetzt geht es erstmal daran, diese Angreifer in Grund und Boden zu ballern.

Destiny 2
Die Kabale kommen mit deutlich mehr Persönlichkeit.

Das Gameplay

Spielerisch unterscheidet sich Destiny 2 nicht allzu groß von seinem Vorgänger. Klassen wurden zwar mit ein paar neuen Fähigkeiten erweitert, der Verlauf des Spiels verhält sich allerdings ähnlich. Das Waffensystem wurde etwas verändert und neue Balancing-Ansätze sind zu erkennen, die aber aktuell nur getestet werden und den Entwicklern zufolge keinen finalen Zustand darstellen. So sind die Waffen in der Beta durch verschiedene Munitionstypen differenziert, statt, wie im Vorgänger, als Primär-, Sekundär- und Schwere Waffe klassifiziert zu werden. Das bringt einen etwas anderen Schwung in die Mechanik, oftmals geht einem die Munition sogar schnell aus. Das Munitionsproblem hatte man im ersten Teil nämlich nicht. Wie sich diese Balancing-Versuche letztendlich im fertigen Spiel präsentieren, wird sich erst im September zeigen.

Im Anschluss an die Prologsmission durften wir entweder etwas im Schmelztiegel gegen andere Spieler antreten oder gemeinsam einen der Strikes testen. Wir konzentrieren uns auf den Strike, der Großteil der Spielerschaft ist eher auf den PvE fokussiert. Der Strike „Inverted Spire“ zeigt eindrucksvoll die Nutzung des Feedbacks. Statt wieder monoton zu einem Endboss zu metzeln, ist das Level jetzt viel dynamischer im Design. Gegnertypen sind viel variabler, wechseln sich ab und sind auch für erfahrene Spieler schon eine Herausforderung. Der Levelboss ist zwar erneut ein massiver „Bulletsponge“, der Kampf wirkt aber auch hier deutlich lebendiger mit mehr Abwechslung und variierenden Angriffsstrukturen. Sollten sich alle Raids und Strikes so spielen, stellen sie eine imposante Verbesserung zum Vorgänger da.

Destiny 2
Modular Mind ist der Boss des „Inverted Spire“.

Die Rückkehr der Hüter wird in mehreren Versionen erhältlich sein, einen Überblick dazu findet ihr hier.

Fazit

Ich habe erstaunlich viel Zeit mit dem Vorgänger verbracht. Auch wenn beim Release noch viele Macken vorhanden waren, wurden mit den DLCs erhebliche Verbesserungen vorgenommen. Dieser Aufwärtstrend hat sich in der Beta nur noch stärker deutlich gemacht. Spielablauf und Kämpfe präsentieren sich deutlich frischer, sehen besser aus und spielen sich abwechslungsreicher als zuvor.

Wer ein komplett neues Spiel erwartet, der wird sicherlich enttäuscht sein. Im Gesamtpaket spielt sich Destiny 2 nämlich wie sein Vorgänger, ist aber mit einer schöneren Narration eingepackt. Verbesserungen in allen Bereichen des Spiels sind zwar deutlich zu erkennen und auch durchaus gelungen, eine neue Spielerfahrung ist es aber nicht. Fans des ersten Teils oder diejenigen, die früh aufgehört haben, sollten sich aber unbedingt an den zweiten Teil wagen, denn all die kleinen Wehwehchen des Vorgängers gehören endlich der Vergangenheit an.

Elham Nizam hat Destiny 2 auf der Xbox One gespielt.

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