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Preview: Day of Infamy – Zurück im Zweiten Weltkrieg

Zugegeben: Langsam aber sicher mausert sich der Zweite Weltkrieg wieder zu einem Shooter-Setting, das sich viele Spieler wünschen. Doch bevor große Shooter, wie Call of Duty, sich zurück auf die Schlachtfelder begeben, stehen einige kleinere Projekte bereit, euch in diese Zeit zu entführen. Eines dieser Spiele ist Day of Infamy. Wie es sich für einen modernen Shooter gehört, befindet sich das Spiel bereits seit Juli 2016 in der Early-Access-Phase und hat bereits davor eine interessante Wandlung durchgemacht.

Von einer Mod zum Spiel

Entstanden ist Day of Infamy ursprünglich als Mod für den Shooter Insurgency, der selbst seinen Ursprung als Mod hatte. Fans, die den Titel bereits gezockt haben, wissen, dass dort versucht wird, ein halbwegs realistisches Erlebnis zu erschaffen. So ist es auch in der Vollversion der Mod: Währen ihr bei der Konkurrenz stets im Blick habt, wie viel Munition oder Energie noch vorhanden ist, müsst ihr auf diese stetige Anzeige verzichten. Auch werdet ihr mit der Rush-Taktik nicht lange am Leben bleiben, da bereits wenige Treffer den Tod bedeuten.

In den ersten Spielminuten werdet ihr feststellen, dass sich der Titel wie ein alter Bekannter spielt. Und tatsächlich spürt man den Einfluss von Day of Defeat an vielen Ecken. So sind die Maps an die des großen Vorbilds angelehnt, kommen jedoch komplexer als früher daher. Das geistige Erbe wird auch bei den Missionszielen weiter geführt, denn euer Ziel ist es, bestimmte Gebiete auf den Maps einzunehmen und diese auch zu halten. Das hört sich einfacher an, als es dank des spaßigen Gameplays ist. Ihr solltet in den ersten Runden ein wenig frustresistent sein, denn ihr werdet wahrscheinlich schneller sterben, als es euch lieb ist.

Mehr Klassen, mehr Abwechslung

Natürlich habt ihr die Auswahl zwischen verschiedenen Klassen, die natürlich ihre Eigenheiten mit sich bringen. Sei es bei der Waffenauswahl, die sich übrigens von „normalen“ Gewehren wie dem M1 Garand oder der MP40 bis hin zu Exoten wie dem Flammenwerfer erstrecken, oder bei den Gadgets. Dort ist vor allem der Offizier und der Funker, die zusammen Artillerieschläge anfordern können. Um zu verhindern, dass beispielsweise zu viele Sniper auf den Karten herumlaufen, ist die Anzahl an Slots pro Klasse beschränkt und ihr werdet manchmal gezwungen sein, einfach mal eine andere Klasse zu nehmen und ihre Spielweise zu erlernen.

Day of Infamy

Bis zu diesem Punkt macht Day of Infamy vieles richtig und ist ein wirklich spaßiger Multiplayer-Shooter, jedoch ist die Technik die Kehrseite des Titels. Angetrieben wird das Spiel über die gute alte Source-Engine, was man vor allem an den Texturen und Effekten sehen kann. Ihr solltet nicht erwarten, dass ihr einen Optik-Bombast erhaltet, wie ihn ein Battlefield 1 serviert. Dafür hat die Engine einfach zu viele Jahre auf dem Buckel. Doch das was uns am meisten stört, ist die träge Steuerung und der stellenweise fragwürdige Map-Aufbau. Denn es passiert einfach viel zu oft, dass man in einem hitzigen Gefecht an einer Ecke hängen bleibt und einen unnötigen Tod stirbt, nur weil etwas beim Design der Karte nicht gut gelaufen ist.

Insgesamt lässt sich festhalten, dass Day of Infamy versucht viele Sachen, die in der Vergangenheit gut funktioniert haben, weiter auszubauen, dabei jedoch wenige eigene Neuheiten mit sich bringt. Natürlich kann sich im Verlauf der Early-Access-Phase diesbezüglich noch einiges ändern.

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