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Preview: Dauntless – Gemeinsam auf Monsterjagd

Wenn sich ehemalige Mitarbeiter von BioWare, Riot Games, Capcom und Blizzard treffen, können wir Spieler uns eigentlich auf Großes freuen. Phoenix Labs nennt sich dieses Team und präsentiert mit Dauntless ihr erstes Projekt. Ob das Koop-Action-Rollenspiel bringt, was man sich bei diesen großen Namen verspricht, durften wir während einer Anspielsitzung vor Ort erstmals selbst testen. Die Ergebnisse unserer Monsterjagd möchten wir euch natürlich nicht vorenthalten. Den Ankündigungstrailer liefern wir euch gleich mit, falls euch das Spiel noch gänzlich unbekannt sein sollte.

Bekannte Strukturen

Zunächst mal wird schnell klar, dass es sich hierbei zweifelsohne um ein Online-RPG handelt und ergo auf gewohnte Strukturen zurückgreift. Dazu zählen Social Features, wie die Erstellung von Gilden, Ranglisten und Party-Bildung, aber auch der zentrale Hub. Hier kann man nicht nur andere Spieler treffen, sondern auch den eigenen Charakter bearbeiten. Wie Genreveteranen es kennen, dürfen wir dabei die Waffen, Rüstung, Tränke und allerlei kosmetische Änderungen vornehmen, um die Spielfigur unserem Geschmack anzupassen. Allerdings sollte man mit Bedacht wählen, denn die Ausrüstung wird sich später als überlebenswichtig erweisen.

Drei unterschiedliche Waffentypen gibt es in der jetzigen Alpha-Version (und so wird es vermutlich auch im fertigen Spiel sein), die alle ihre Vor- und Nachteile besitzen. Schwertwaffen erlauben einen schnellen Angriff, Äxte sind schwerfälliger mit mehr Schaden und die Hämmer punkten mit ihrer Reichweite. Wie bei jedem Koop-Spiel wird schnell klar: Die Mischung macht es. Ein ausgewogenes Team mit verschiedenen Schwerpunkten im Kampf hat die besten Chancen lebend aus der Sache herauszukommen. Ist das Team vollständig und die Ausrüstung gewählt, kann es auf die eigentliche Jagd gehen.

Dauntless Armor

Rettet den Äther

Um den Grund für unsere Monsterjagd zu erklären, müssen wir zunächst die Spielwelt näher unter die Lupe nehmen. Der zuvor erwähnte Hub hört auf den Namen Ramsgate, die letzte Stadt vor dem Ausflug auf die Shattered Isles. Und diese Inseln sind der Punkt, wo es spannend wird, da diese Inselstücke nämlich durch die Lüfte schweben. Zudem besitzt jede einzelne davon eine eigene Flora und Fauna, was das Gameplay später maßgeblich beeinflussen wird. Grund für den Steilflug der Inseln und für dessen Elemente ist der mysteriöse Äther.

Und hier kommen die sogenannten Behemoths ins Spiel. Diese monströsen, gigantischen Kreaturen sind nicht nur unglaublich groß, sondern konsumieren auf eine gewisse Weise diesen Äther. Natürlich wird dadurch das gesamte Gleichgewicht der Spielwelt in Gefahr gebracht, weshalb sich allerlei Jäger von Ramsgate aufmachen, um diese Monster zu beseitigen. Das ist leichter gesagt als getan, denn die Behemoths erweisen sich als hartnäckige Kreaturen, mit den verschiedensten Angriffen und einer ausgeklügelten KI. Manche davon haben schon so viel Äther aufgesogen, dass sie elementare Kräfte der Insel in sich aufgenommen haben und sogar Statuseffekte auf unsere Krieger bewirken können.

Aller guten Dinge sind Drei

Zu viert gingen wir auf Monsterjagd. Der Fokus der Entwickler liegt auf dem Koop-Aspekt, wie schnell klar wird. In der großen Gruppe macht die Jagd nicht nur am meisten Spaß, die Kämpfe dürften sich als Einzelgänger auch beinahe als unlösbar gestalten. Im Rahmen der Anspielsitzung durften wir uns mit drei verschiedenen der Monströsitäten messen: Shrike, Quillshot und Pangar.

Bei den ersten beiden handelt es sich ums Einstiegsgegner, die früh im Spiel auftreten und mit etwas Geschick leicht in Schach gehalten werden können. Letzterer erweist sich aber als harte Nuss, die selbst erfahrene Spieler mehrere Anläufe kosten wird. Der Kampf gegen diese Ungeheuer ist ungemein spaßig. Alle drei Kreaturen wiesen einen sehr unterschiedlichen Charakter auf, unabhängig von der Natur ihrer Angriffe. Zu keiner Zeit stellte sich Langeweile ein, viel mehr war es immer eine neue Herausforderung.

Shrike war unser erster Gegner. Gewappnet mit einem Schwert ging ich an diesen Kampf heran, der meine erste Kampferfahrung in Dauntless darstellen sollte. Der riesige Vogel erwies sich nicht nur als äußerst flink, sondern konnte auch ordentlich Schaden austeilen, sodass ich in diesem ersten Match schon auf mehrere meiner Heiltränke zurückgreifen musste. Ebenfalls auffällig war die physische Veränderung der Kreatur mit jedem Hieb. Offene Wunden zeigten sich, Federn wurden entrissen und die Bewegungsabläufe variierten ebenfalls. Die anwesenden Entwickler betonten hierbei, welchen Fokus sie auf die Monster und die Individualität der Kämpfe gesetzt haben. Die Monster können im Kampf gewisse Körperteile verlieren, somit werden bestimmte Angriffe beispielweise nicht mehr möglich sein. Wir haben es zwar nicht geschafft Shrike die Flügel zu entfernen, siegreich waren wir aber trotzdem und können unser verdientes Loot einsammeln, bevor wir uns mit Quillshot messen.

Von der düsteren Eislandschaft wechseln wir in die farbenfrohen Waldgebiete des Quillshots. Der Wechsel ist drastisch, aber zeigt uns, wie sehr sich die unterschiedlichen Inseln voneinander unterscheiden. Der Kontrast der beiden Spielwelten spiegelt sich auch zwischen den Monstern wieder, wie wir bald feststellen. Quillshot hat zwar keine Flügel, dafür aber gefährliche Stacheln auf dem Rücken, die als Geschosse genutzt werden können. Mit dem Schwanz kann er zusätzlich noch austeilen und zu allem Überfluss befinden sich noch zwei Hörner auf Kopfhöhe. Die mögliche Verstümmelung zeigt sich hier besonders gut, denn in den ersten Kampfminuten gelingt es uns den Schwanz abzuschlagen. Mit mangelnder Defensive auf der Rückseite können wir durch geschickte Positionierung unserer vier Charaktere den Quillshot gezielt in die Mangel nehmen. Mit etwas Timing bei den Rollen überleben wir diesen Kampf weitaus eleganter als den vorherigen.

Hochmut kommt vor dem Fall

Nach zwei siegreichen Auseinandersetzungen war nun Pangar das Ziel. Ian Tornay, der anwesende Community Manager von Phoenix Labs, warnte uns vor, dass es sich bei dieser Kreatur um einen weitaus stärkeren Gegner handelt. Nachdem das simple Kampfsystem aber schon verinnerlicht wurde, ging es ohne Bedenken in den Kampf. Auch hier wieder eine frische Kampferfahrung, denn Pangar war weitaus größer als seine Vorgänger und konnte auch auf größere Entfernung Schaden austeilen. Außerdem hat diese riesige Echse schon so viel Äther aufgesogen, dass sie Eis-Element-Angriffe nutzen konnte, die uns sogar zu einem großen Block einfror.

Pangar erwies sich tatsächlich als übermächtig. Trotz gemeinsamer Angriffe im Viererpack konnten wir kaum Kratzer anrichten. Alle Heiltränke verbraucht, gingen wir letztendlich einer nach dem anderen zu Boden. Laut Ian war keiner der Tester bisher in der Lage dieses Ungetüm zu bezwingen, was den Reiz der Herausforderung nur noch mehr entfachte. Nach diesen drei Abstechern war es nun möglich sich eine erste Meinung zu bilden.

Fazit

Die ersten Runden Dauntless waren unglaublich spaßig. Es ist die Herausforderung, die einen an das Spiel bindet. Nicht eine masochistische Art von Herausforderung, wie es ein Dark Souls bietet, sondern die Genugtuung, sich mit diesen riesigen Ungeheuern zu messen und siegreich vom Feld zu gehen, dabei das gewonne Loot zu nutzen, um später gegen noch massivere Gestalten zu kämpfen.

Das Gerüst von Dauntless hält sich dabei an die üblichen Genrekonventionen, bricht also keine neue Latte vom Zaun. Das muss es auch nicht, denn die liebevoll gestalteten Gegner und die Variabilität der Kämpfe sind bemerkenswert und beweisen die Qualität des Spiels. Die verschiedenen Arten von Monstern und die unterschiedlichen Inseln verleihen dem Gameplay immer wieder frischen Wind, sodass sich zumindest nicht allzu schnell ein Gefühl repetitiver Abläufe bilden sollte.

Wie sich das auf die Langeitmotivation auswirken wird, ist allerdings noch unklar. Das wird davon abhängen, wie viele unterschiedliche Monster es letztendlich geben wird, welchen anderen Herausforderungen sich die Spieler stellen müssen und wie sich das auf Crafting und Equipment auswirken wird. Das Potenzial für langfristiges Looten und Grinden ist auf jeden Fall vorhanden, jetzt muss es nur noch genutzt werden.

Leider wird Dauntless erst einmal nur auf dem PC erscheinen, auch wenn das Team einer Veröffentlichung auf den Konsolen nicht abgeneigt ist. Eine Alpha sowie eine Closed-Beta sind geplant, das Spiel selbst wird noch dieses Jahr erscheinen, erfreulicherweise als Free-to-Play-Titel.

Elham Nizam hat Dauntless auf dem PC gespielt.

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