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Preview: Darksiders 3 – Wut ist gut

25. August 2018

Preview: Darksiders 3 – Wut ist gut

Zunächst möchte ich mich für diesen schlechten Wortwitz entschuldigen, aber wirklich überzeugend war Darksiders 3 mit Fury in der Hauptrolle trotzdem nicht. Doch beginnen wir mit den harten Fakten.

Laut den Entwicklern von Gunfire Games soll Darksiders 3 eine Mischung aus Action, Puzzle und Erkundung sein. Im nicht linearen Spielverlauf soll Fury, die neue Protagonistin, die Sieben Todsünden gefangen nehmen, damit diese, nachdem sie mit Ausbruch der Apokalypse auf die Menschheit losgelassen wurden, das Gleichgewicht in der Welt nicht mehr stören. Die Kämpfe gegen diese neuen Antagonisten stehen folglich im Mittelpunkt des Spielgeschehens, mehrere Kampfphasen und diverse Areale mit noch diverseren Anforderungen und Möglichkeiten sollen die Kämpfe spannend machen. Die ganze Welt sei verbunden und auch wenn die Größe gemessen in Quadratkilometern kleiner ist als noch in Darksiders 2, hat Darksiders 3 zahlreiche vertikale Ebenen. Dadurch sollen Spielende im späteren Spielverlauf bereits besuchte Orte noch einmal mit neuen Fähigkeiten besuchen können und dadurch bisher unbekannte Pfade entdecken. Die Geschichte von Darksiders 3 werde mit großer Wahrscheinlichkeit ein „fan favorite“, da sind sich Gunfire Games sicher. Grund dafür sei die Entwicklung von Fury, im Verlauf der Geschichte würden ihre Persönlichkeit und Motivation ergründet werden.

So weit die Theorie. Ein Charakter, der eigensinniger ist, schnell und auf Distanz agiert, trotzdem ein typischer Reiter ist, klingt nach gewohntem Darksiders mit einem Hauch Innovation. Dem gleichen Prinzip folgt das World Design, das immer einen gewissen Grad an Realität oder Bekanntem hat, eben typische Elemente einer Großstadt, die immer mehr von fantastischen und entfremdenden Elementen verdrängt werden. Wem der Teil mit der Apokalypse bekannt vorkommt, hat entweder genug Endzeit-Medien konsumiert oder bei den Vorgängern aufgepasst. Darksiders sei laut Gunfire Games eine Geschichte, die aus vier Perspektiven erzählt wird – jede davon in einem neuen Spiel. Folgerichtig können wir nach dem Release von Darksiders 3 auf einen vierten Teil hoffen, dessen Schicksal allerdings noch in den Sternen steht. Fest steht lediglich, dass Strife der vierte im Bunde sein wird.

Tatsächlich gezeigt wurde der Kampf gegen Envy. Ein scheinbar endloser Dialog war der Action voran gestellt, ein offenbar typisches Motiv für Spiele, die den Fokus auf Bosskämpfe legen, aber auch eine Geschichte erzählen wollen, die das unbeschwerte Erkunden der Stadt nicht unterbrechen soll. Der Kampf selbst war mit simplen Wiederholungen von ausweichen und drauf hauen unglaublich repetitiv, was allerdings dem Umstand geschuldet ist, dass insbesondere dieser erste Kampf verdeutlichen soll, wie in Darksiders 3 gekämpft wird: Spielende müssen sich Attacken einprägen und entsprechende Gegenmaßnahmen treffen. Das kann zu Perfektion führen, was den Spielspaß von Darksiders 3 ausmachen soll und vor allem für mehrere Durchgänge sorgt. Ein ähnliches Potential haben die vier Waffen, die Fury neben ihrer Metallkette nutzen kann und welche immer wieder anders kombiniert werden können und müssen.

Am 27. November soll Darksiders 3 erscheinen, passend dazu gibt es eine gigantische Apocalypse Edition zum sagenhaften Preis von 399,00 US-Dollar.

Fazit

Christina KutscherIch muss gestehen, dass mich Darksiders 3 trotz meiner extrem geringen Erwartungen nicht so ganz überzeugt hat. Ich habe zwar eine Schwäche für lange Bosskämpfe, liebe es, Welten zu erkunden, mich dabei zu verlaufen und später mit neuen Gegenständen neue Orte freizuschalten. Aber aus irgendeinem Grund ist die einzige Reaktion, die Darksiders 3 bei mir hervorruft, ein „meh“. Alles scheint schon einmal da gewesen zu sein, das gewisse Etwas fehlt. Vielleicht kann mich das Spiel nach Release doch noch überzeugen – das gamescom-Gameplay konnte es nicht.

Christina Kutscher

Christina wurde im zarten Alter von acht Jahren an die Playstation 1 heran geführt und hat sie sofort ins Herz geschlossen. Einige Jahre und kurze Abstecher in unbekannte Genre später, spielt sie mittlerweile plattformübergreifend alles, was eine gute Story hat, überdurchschnittlich kreativ ist oder einfach nur Spaß macht und schreibt dann darüber.