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Preview: Black Mirror – Ein Neuanfang für die Serie

Ein komplettes Reboot soll Black Mirror werden und somit alten und neuen Fans des Spiels (oder der Serie) etwas bieten. Bei meinem Gespräch mit einem der Entwickler auf der gamescom 2017 wurde mir außerdem versichert, dass das neue Black Mirror keine Gemeinsamkeiten mehr mit dem Vorgänger haben wird. Es handelt sich also um einen ehrlichen Neustart.

Popcorn-Kino

Na gut, eine Gemeinsamkeit gibt es dann doch. Das namensgebende Schloss „Black Mirror“ wird selbstverständlich wieder Dreh- und Angelpunkt einer tragischen und stellenweise auch gruseligen Geschichte sein. Diese ist dafür komplett neu für das Spiel geschrieben worden und wird selbst langjährigen Fans des Franchises ein paar neue Facetten des Schlosses zeigen.

Neue Facetten sollen vor allem durch die Kameraführung eindrucksvoll inszeniert werden: Die Entwickler sprechen vom „cineastischen Erzählen“. Das bedeutet, dass die Kamera nicht frei steuerbar ist, sondern sich automatisch in die richtige Position setzt, um das Geschehen möglichst eindrucksvoll einzufangen. Allerdings habe ich mir an dieser Stelle schon notiert, dass das für das Spiel nicht unbedingt von Vorteil ist. Klar, das war nicht die fertige Version, die da auf der gamescom gezeigt wurde, aber die Animationen von Black Mirror sehen allesamt hölzern aus. Egal ob es sich um einfache Bewegungen oder Gesichtsausdrücke handelt. Das ist schade.

Black Mirror

Was dafür umso gelungener ist, sind die Synchronsprecher. Entwicklerstudio King Art hat mir gegenüber bestätigt, dass gute Sprecher für Black Mirror im Fokus standen und den jeweiligen Schauspielern auch die Möglichkeit gegeben wurde, vom Sprechtext abzuweichen, um dadurch natürlicher zu klingen. Beim kurzen Anspielen hab ich doch sofort auch einen Bekannten erhört: Das ist doch Mr. Krabs aus der Serie Spongebob Schwammkopf, der da den Butler spricht! Bekannt ist der Schauspieler Jürgen Kluckert übrigens auch als die deutsche Stimme von Benjamin Blümchen oder Morgan Freeman. Echte Prominenz also. In der englischen Synchronisation sollen sich die geschulten Stimmen durch abwechslungsreiche und vor allem schön ausgeprägte Akzente unterscheiden. Wer ein internationales Erlebnis für die Ohren will, kann Black Mirror also durchaus zweimal durchspielen.

Eine schreckliche Vergangenheit

Aber um was geht es in Black Mirror überhaupt? Wir schreiben das Jahr 1926 und befinden uns in Schottland. Im Mittelpunkt steht David Gordon, der dem Familienfluch auf die Spur kommen möchte, indem er seine albtraumhaften Visionen ergründet. In dem Gameplay, das mir auf der gamescom gezeigt wurde, kam David gerade im Schloss an. Nach einem kühlen Empfang wurde er auf sein Zimmer gebracht.

Black Mirror

Das Genre ist am ehesten im Point’n’Click-Bereich zu verorten. Der Spieler hat Dialogoptionen, bewegt sich durch die Räume des Schlosses und kann bestimmte Gegenstände inspizieren oder mitnehmen. Daraus ergeben sich auch leichte und schwerere Puzzles, die laut den Entwicklern am ehesten mit einem Uncharted vergleichbar sind. Also der Rätsel-Teil, nicht der mit dem stupiden Geballer.

Black Mirror

Auch wenn die Actioneinlagen von Nathan Drake fehlen, gibt es in Black Mirror dennoch genug Möglichkeiten, um David Gordon einen schnellen Bildschirmtod zu ermöglichen. Wenn der Spieler beispielsweise zu langsam reagiert oder in offensichtliche Gefahren hineinläuft. Hierfür haben die Entwickler dutzende Todessequenzen programmiert. Die Geschichte, die erzählt wird, ist eben eine sehr düstere.

Pläne für die Zukunft

Auf die Frage, was in Zukunft mit Black Mirror geschehen soll, haben die Entwickler verständlicherweise noch keine konkrete Antwort. Wenn der Reboot gut ankommt und auch finanziell erfolgreich wird, sei erneut eine Trilogie angedacht.

Das Spiel erscheint bereits am 28. November 2017 für PC, PlayStation 4 und Xbox One. Ihr habt es also in der Hand.

Fazit

Zu einer guten Geschichte sage ich nie nein. Also zu einer wirklich guten, mit ausgearbeiteten Charakteren, die auch mal überraschen und einer Handlung mit immer neuen Wendungen. Das wird Black Mirror auf jeden Fall brauchen. Denn was das Spiel nicht tragen wird, sind die Animationen: Hier sehe ich den größten Schwachpunkt des Spiels. Wer sich daran stört, muss mindestens von der spannenden Geschichte mitgezogen werden, die dafür aber auch von tollen Schauspielern zum Leben erweckt wird.

Zu den Rätseln kann ich noch nicht viel sagen. Dazu wurde mir auf der gamescom zu wenig gezeigt. Wenn King Art aber ihren Vergleich mit Uncharted erfüllen, werde ich die Puzzles wahrscheinlich mögen. 

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