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Preview: Biomutant – Wenn bewaffnete Tiere die Welt retten

Die gamescom ist immer wieder für Überraschungen gut. Auch THQ Nordic kündigte einen bis vor Kurzem unbekannten Titel an: Biomutant ist ein Kung Fu-RPG und erstes Gameplay zeigt eine skurrile und bunte Welt voller Action.

Seit 2015 befindet sich das Spiel in Entwicklung. Es ist das erste Spiel von Experiment 101, die allerdings schon Erfahrung durch ihre Arbeit an Just Cause und Mad Max sammeln konnten. Im Gespräch verrieten die Entwickler, was das Spiel am Ende sein soll und dass es erst 2018 erscheint, obwohl das gezeigte Gameplay bereits hübsch und spielbar aussah und neugierig auf mehr machte. Es soll eine offene Welt geben, die mitten in einer Apokalypse steckt. Die Welt stirbt, genauer gesagt der Baum des Lebens. Überall kommt Öl aus der Erde und verseucht die Natur. Sprechende Tiere sind die Rettung, denn Biomutant ist vor allem eine Fabel.

Spielende können mit bis zu sechs Fraktionen sympathisieren. Jede hat ihren eigenen Anführer, der irgendwo auf der Karma-Skala zwischen gut und böse angesiedelt ist. Mit wem man zusammenarbeitet, beeinflusst letztendlich auch den Verlauf der Geschichte und das Schicksal des Baums. Gut und böse kann auch der eigene Charakter bei der Erstellung werden, abhängig von den gewählten Dialogoptionen. Diese verändern sich je nach Karma und bieten so unterschiedliche Optionen, die sich nach dem Spieler richten. Zuvor wird jedoch die Farbe und Form des Tierchens bestimmt. Letztere hat sogar Einfluss auf die Stats des Charakters.

Wer sich Kung Fu-RPG auf die Mütze schreibt, muss auch abliefern, Biomutant will das mit einem dynamischen Kampfsystem tun. Es gibt klassischen Nahkampf und Pistolen, Attacken können nach Belieben variiert und mit zusätzlichen Effekten verbessert werden. Allerdings gibt es auch Gegner, die es faustdick hinter den Ohren haben. Beispielsweise können kontaminierte Gegner den Spieler infizieren. Die Infektion kann an NPCs weitergegeben werden und Spielende dürfen selbst entscheiden, ob und wen sie heilen. Die Infektion senkt allerdings auch die Werte des Charakters. Im Gegenzug gibt es zahlreiche Fähigkeiten, die durch Mutationen erworben werden können. Beispielsweise stehen dann Effekte für die Kugeln zur Verfügung. Gleichermaßen kann eine bessere Ausrüstung, die erst hergestellt werden muss, die Werte verbessern. Wie bei allem anderen auch, kommt es hier auf den Spieler und dessen Entscheidungen und Taktik an. Das Gameplay auf der gamescom sah zwar flüssig aus, allerdings nicht besonders fordernd. Die KI wirkte unbeholfen und intelligenzlos, was sich im Laufe der nächsten Monate hoffentlich noch ändert.

Das Spiel legt deutlich mehr Wert auf das Kämpfen als auf alles andere. Alle Entscheidungen und Möglichkeiten laufen darauf hinaus, den Kampfverlauf zu entscheiden – sei es durch Mutationen, Verbesserungen oder Strategien. Um die Kämpfe dabei möglichst spannend zu halten, gibt es unter anderem Slow Motion. Weitere Spielereien wurden nur kurz vorgestellt. Als Highlight stach hier eine Hand hervor, die als fahrbarer Untersatz genutzt wurde, mit einer Fingerbewegung Gegner wegschnippen konnte oder mit entsprechender Handbewegung Kugeln aus dem Zeigefinger verschoss. Um die offene Welt zu erkunden, stehen sogar Fallschirme und Ballons zur Verfügung.

Biomutant soll 2018 für Playstation 4, Xbox One und PC erscheinen.

Christina KutscherBiomutant sieht erstmal gut aus. Grandios sogar, doch man lässt sich auf der gamescom schnell von polierten Trailern und mit Glitzer bedecktem Gameplay täuschen. Die Idee von Biomutant gefällt mir dennoch, ein RPG, das wenig Wert auf die Story legt, diese aber vom Spieler beeinflusst werden kann. Das Kampfsystem, das Herzstück des Spiels, könnte enorm viel Spaß machen. Crafting und die zahlreichen Möglichkeiten, die es später zur Erkundung geben soll, konnten wir leider nicht sehen. Wenn alle Ideen so kreativ und witzig sind wie die Hand, blickt das Spiel in eine hoffnungsfrohe Zukunft.

Bedenken habe ich trotzdem. Wird das Kämpfen irgendwann zu langweilig? Inwiefern wirkt sich das Karma tatsächlich auf den Spielverlauf aus? Zu oft wurden uns Konsequenzen und Umfang versprochen, als dass wir jetzt blind in die nächste PR-Falle stolpern sollten. Tatsächlich weiß man zu diesem Zeitpunkt zu wenig Konkretes und auch wenn die Ideen spannend klingen, wird uns erst das endgültige Spiel überzeugen können. Wie bereits erwähnt, erscheint das Spiel erst 2018, obwohl es schon weitaus ausgereifter wirkt als so mancher Titel, der noch in diesem Jahr erscheinen soll.

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