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Preview: Battletech – Komplizierte Mech-Schlachten

Das Battletech-Franchise hat eine lange Tradition: Schon 1984 wurden die Mechs aufeinander losgelassen. Die Faszination der riesigen Kampfmaschinen hat bis heute kein Ende gefunden. Paradox Interactive und Harebrained Schemes wollen mit Battletech jedoch einen ganz neuen Blickwinkel auf den Kampf Maschine gegen Maschine gewähren. Die Entwickler von Harebrained Schemes sind durch Shadowrun Returns bekannt geworden und haben mir auf der gamescom 2017 ihr neuestes Spiel gezeigt.

Das gab es noch nie

Battletech ist ein rundenbasiertes Strategiespiel. Der Spieler steuert eine Gruppe von Söldnern, die ihr Glück in einem interstellaren Bürgerkrieg suchen. Wie Söldner so sind, besteht dieses Glück vermutlich aus Geld.

Die Entwickler haben mir auf der Messe eine Kampagne versprochen, die durch die Story des Spiels vorangetrieben wird. Ähnlich wie bei einem XCOM rekrutiert der Spieler Piloten und ihre Mechs, rüstet sie aus und verbessert sie. Die Soldaten sind allerdings nicht unbesiegbar, Verluste sind in einem Krieg zu erwarten. Wie die Kampagne, die Karte und die Missionen genau aufgebaut sind, konnten mir die Entwickler allerdings noch nicht genau verraten. Es soll aber verschiedene Sternensysteme zu bereisen geben.

Battletech

Kampfvorlage Tabletop

Für die rundenbasierten Kämpfe haben sich die Entwickler an dem komplexen Regelwerk der Tabletop-Spiele orientiert. Ein Mech selbst kann leicht und schnell sein, dafür aber nur wenig einstecken. Schwere Mechs können dagegen einen Kugelhagel unbeschadet überstehen, sind aber dafür nicht so mobil. Die Komponente, aus der ein Kampfläufer besteht, ist neben den Waffen die Panzerung, interne Systeme und kritische Komponente. Das Schadensmodell der Einheiten umfasst elf verschiedene Körperteile, die alle einzeln beschädigt werden können. Erfolgen demnach mehrere Angriffe auf die rechte Seite eines Mechs, könnten der rechte Arm und die daran montierten Waffen zerstört werden.Battletech

Damit einhergehend ist die Positionierung der Roboter ein Schlüsselelement im Kampf. Anders als bei XCOM müssen die Kampfmaschinen genau ausgerichtet werden, was den eigenen Feuerradius beeinflusst. Bei den Waffen ist alles verfügbar, was das Battletech-Herz höher schlagen lässt: Raketenwerfer, Gatling- und Laser-Waffen sowie Flammenwerfer. Die Werte unterscheiden sich hierbei deutlich in Reichweite, Genauigkeit und Hitzeentwicklung. Besonders letzteres ist ein entscheidender Spielfaktor, denn überhitzt der eigene Mech, kann er sich komplett abschalten und wird somit zu einer leichten Beute. Allerdings kann mit einem Flammenwerfer auch gezielt ein gegnerischer Kampfroboter überhitzt werden.

Ein weiterer Wert ist die Stabilität eines Mechs. Diese kann durch das Einschlagen großer Projektile, beispielsweise Raketen, herausgefordert werden. Die Folge: Der Kampfläufer fällt um und brauch mehrere Runden, um wieder auf die Beine zu kommen. Auch Sandstürme können an der Stabilität rütteln. So weit, so kompliziert. Aber ein letzter Wert beeinflusst die Kämpfe in Battletech noch: Ausweichen. Wenn ein Mech in seiner Runde einen weiten Weg zurücklegt, geht das Spiel davon aus, dass dieser sich sehr schnell bewegt. Wer flott unterwegs ist, kann nicht so leicht getroffen werden.

Fanservice

Das Spiel soll Anfang 2018 erscheinen und sieht schon jetzt hübsch aus. Vor allem die Mechs sehen sehr detailliert aus. Die Entwickler erklärten mir, dass Fans des Franchises dadurch voll auf ihre Kosten kommen. Lediglich die Animationen, etwa wenn ein Arm zerstört wird, sind noch unfertig. Battletech

Fans von Battletech scheint es einige zu geben: Das Spiel wurde via Kickstarter finanziert. Das Ziel der Kampagne wurde dabei schon nach wenigen Stunden erreicht. Obwohl das Frachise schon einige Jahre auf dem Buckel hat, begeistern sich noch viele für große Roboter, die sich gegenseitig mit Raketen, Lasern und Maschinengewehren bekriegen. Klingt ja auch geil.

Fazit

Für Battletech haben die Entwickler ein wahnsinnig kompliziertes Kampfsystem in ihr Spiel übernommen. Wer das Franchise und vor allem die Tabletop-Variante nicht kennt, könnte davon zunächst abgeschreckt werden. So viele Werte, die beachtet werden müssen, so viele Zahlen und Symbole, die für den Kampf wichtig sind. Da verliert man schnell den Überblick. Auf der anderen Seite sorgt dieses komplexe System für eine interessante Spielerfahrung, die dem Spieler viele verschiedene Möglichkeiten in der Schlacht bietet.

Das Spiel steht und fällt allerdings mit der Kampagne, von der ich leider noch nicht viel gesehen habe. Wenn die Story albern und die Missionen uninspiriert sind, nützt das beste Kampfsystem auch nicht mehr viel. 

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