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Preview: Acaratus – Mechs im Mittelalter

Dass rundenbasierte Strategietitel wieder im Trend sind, ist vor allem die Schuld von Xcom, dessen neuester Ableger erneut begeisterte. Nun möchte ein anderer Entwickler auf den Zug aufspringen, was eine verständliche Reaktion ist.

Die Indie-Entwickler Nodbrim Interactive haben beschlossen mit diesem Genre ihr Debüt zu feiern und veröffentlichten am 25. Februar Acaratus in einer Early Access – Version. Bevor das Spiel genauer vorgestellt werden soll, nochmals die Anmerkung: Acaratus befindet sich in einer noch sehr frühen Phase der Entwicklung.

Um was geht’s?

Acaratus
Adina ist davon offensichtlich überrascht, dass ausgerechnet ein Sklave ihr hilft.

Das Spiel befindet sich in einem Steampunk Setting: Angesiedelt im Mittelalter, doch hat man dieser Ära einen extra Kick verpasst und Mechs hinzugefügt, welche den Bewohnern dieser Zeit als Rüstungen dienen können. Jedoch gibt es in der Geschichte von Acaratus ein Problem. Seit dem Valerian-Konflikt hat der neu gekrönte Imperator Helios den Besitz solcher Kampfanzüge verboten und nur wenige widersetzten sich diesem Gesetz. Die Sklavenhändlerin Adina Collora gehörte zu diesen Wenigen und wurde eines Tages von dem Sklaven Bolt verraten. Die sogenannten Helia-Wachen rückten an, um Adina zu vernichten, doch Bolt rettete ihr schließlich das Leben und die Sklavenhändlerin und der Sklave begannen einen gemeinsamen Kampf ums Überleben.

Rundenstrategie mit neuen Ideen

Die frühe Version von Acaratus gibt für die Kampagne leider noch nicht allzu viel her. Auf einer Karte bewegt man sich von Punkt zu Punkt, um dort einen Kampf zu absolvieren und ab und an die Dialoge von Adina und Bolt zu lesen. Auch ein Tutorial fehlt hier spürbar, da es anfangs noch nicht ganz klar ist, was auf der Kampagnenkarte passiert.

AcaratusInteressanter sind jedoch die Kämpfe, bei welchen Nodbrim Interactive sich ein paar neue Kniffe ausgedacht hat. Doch zunächst ist der Kampf so, wie man ihn erwartet. Abwechselnd zieht man seine Mechs über das Feld, welche bestimmte Angriffs- und Verteidigungswerte haben und nur eine bestimmte Distanz über das Spielfeld zurücklegen können. Ein Deckungsfeature oder unterschiedlich auswirkendes Terrain, wie es etwa Xcom bietet, gibt es bisher nicht. Allerdings einen recht anschaulichen Einheiten-Editor. Seinen ersten Mech, mit dem man startet, kann man schon recht früh im Spiel neu ausstatten und ihm beispielsweise statt dem Schwert und dem Schild einen mächtigen Kriegshammer in die Hand drücken, mit welchem er deutlich mehr Schaden austeilt, jedoch auch weniger Verteidigung hat. Es ist die Balance der verschiedenen Gegenstände, welche dem Spiel eine erste Tiefe verleiht und Lust auf experimentieren macht. Erwähnenswert ist natürlich auch, dass die Veränderung der Ausrüstung auch das Aussehen der Einheit verändert, was bei mir nach all den Jahren Spieleerfahrung immer noch Begeisterung auslöst.

Acaratus
Ich baue mir einen Mech.

Was das Kampfsystem besonders macht, ist das Hinzufügen von Karten. Je nach Commander kann man pro Runde eine bestimmte Anzahl an Karten einsetzen, welche einem Mech eine kurze Verbesserung gewähren und ihm somit einen Vorteil auf dem Schlachtfeld verschaffen. Sie können ihn beispielsweise in einen „Guard-Mode“ versetzen, in welchem er einen höheren Verteidigungswert hat. Auch offensive Eigenschaften können diese Karten beispielsweise mit einem Sprint mit sich bringen, der gegnerische Mechs zurückstößt und ihnen Schaden zufügt. Diese Verstärkungen können den eigenen Mech selbst in einer scheinbar ausweglosen Situation retten und somit das Schlachtenglück zu den eigenen Gunsten wenden. Ob dieses System, auch mit einem Blick auf den Multiplayer, einfach zu balancen ist, wird die Zukunft zeigen. 

Über Sandro Kipar

Sandro Kipar
Alles begann in den späten 90ern mit einem grünen Gameboy Color und dem Spiel Looney Tunes: Crazy Castle 3. Als Sandro dann noch Star Wars entdeckte, war es um den kleinen Jungen geschehen. Mit der Zeit hatte ein ausgewachsener Gaming-PC den Platz des Gameboys eingenommen und Star Wars ... Nunja, manche Dinge ändern sich einfach nicht.

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