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Nintendo NX

Nintendo – Mobile-Controller, VR und enttäuschte Erwartungen für die Wii U

Letzte Woche fand Nintendos „76th Annual General Meeting of Shareholders“ statt. Nun ist ein englisches Transkript der Veranstaltung online und wir können uns durch die zahlreichen interessanten Aussagen des japanischen Konzerns lesen. In einer Q-&-A-Sitzung beantworteten mehrere Nintendo-Größen wie Präsident Kimishima diverse Fragen von Nutzern. Dabei sind einige spannende Antworten herausgekommen. So denkt Nintendo anscheinend darüber nach, physische Controller für mobile Endgeräte zu entwickeln, und forscht an VR und AR.

Seit bekannt ist, dass Nintendo sich stärker auf den Smartphone- und Tablet-Markt fokussieren möchte, stellt sich die Frage: Wie würden sich die Actionspiele des Entwicklers steuern lassen? Viele Spieler bemängeln, dass eine Steuerung via Touchscreen unzureichend sei. Auch alte Nintendospiele lassen sich schwer auf Smartphones spielen. Ein Fragesteller wollte daher wissen, ob Nintendo Pläne habe, physische Controller für mobile Geräte zu entwickeln und ob man in der Folge in neue Actionspiele investieren würde. Die Antwort von Shinya Takahashi, Director/General Manager of Entertainment Planning and Development Division, fiel recht positiv aus: Auch wenn er darauf hinweist, dass es bereits physische Controller auf dem Markt gibt, sei es durchaus möglich, dass Nintendo ebenfalls in diese Richtung entwickeln werde. Bezüglich der Software vertritt er die Meinung, dass Nintendo nicht nur Actionspiele entwickeln werde, sondern vielmehr „nintendo-ähnliche“ Anwendungen. Damit meint Takahashi, dass es für das Unternehmen besonders iwchtig sei, passende Spiele zu entwickeln, die sich auch ohne Controller steuern lassen.

In Anlehnung an die Frage nach mobilen Spielen ging Kimishima auf Nintendos erstes Smartphone-Spiel, Miitomo, ein. Nach seinen Angaben wurde Miitomo seit dem Release im März von über zehn Millionen einzigartigen Nutzern heruntergeladen. Man fokussiere sich auf die Verbleibquote, also wie viele Spieler das Spiel über längere Zeit hinweg spielen, und werde sich darauf konzentrieren, Miitomo in mehr Ländern verfügbar zu machen. Takahashi ergänzt, dass man von Miitomo als erstes Smart-Device-Spiel Nintendos einiges gelernt habe und weiter lerne. Es sei in der Hinsicht ein Erfolg gewesen, dass auch nintendofremde Spieler einen ersten Zugriff auf die Nintendo-Welt erhalten haben.

The Legend of Zelda: Breath of the Wild

Das Problem mit der Wii U

Nintendo äußerte sich auch zu den gescheiterten Erwartungen an die Wii U. Vor dem Launch der Konsole habe man intern von 100 Millionen Verkäufen weltweit gesprochen. Diese Nummer konnte man bekanntermaßen nicht ansatzweise erreichen: Die letzten offiziellen Zahlen vom März 2016 liegen bei gerade einmal knapp 13 Millionen verkauften Konsolen. Bei Nintendo habe man nach dem Riesenerfolg des Vorgängers Wii angenommen, dass die Wii U sich ebenso gut verkaufen würde. Kimishima gibt zu, dass bei der Kommunikation mit den Fans einiges schiefgelaufen sei: Man habe die Attraktivität der Wii U und „was an ihr gut ist“ den Kunden nicht richtig vermitteln können. Für die kommende Konsole NX erwartet Nintendo eine ähnliche Herausforderung, die man allerdings diesmal meistern möchte. Man sei stolz darauf, wie gut die Präsentation von The Legend of Zelda: Breath of the Wild auf der Nintendo NX bei der E3 angekommen ist. Keine der Nintendo-Führungskräfte äußerte sich jedoch zu der im Raum stehenden Frage nach der enttäuschenden Softwarepalette für die Wii U.

VR ist derweil kein abgehaktes Thema für Nintendo: Wie Miyamoto betont, forsche man momentan nicht nur an Virtual Reality und Augmented Reality, sondern auch „vielen anderen Technologien“. Anscheinend denkt Nintendo darüber nach, diese Technologien in der eigenen Hardwareproduktion einzubauen. Man konzentriere sich im Bereich VR darauf, kurze Spielsitzungen interessant zu machen und die negativen Effekte von langen Nutzungszeiten auszumerzen. Miyamoto denkt, dass VR momentan kein allzu großes Thema sei, weil niemand wisse, „wie die Erfahrung zu einem Produkt gemacht werden kann“. Nintendo ist jedoch anscheinend nicht generell abgeneigt, ein eigenes VR- oder AR-Produkt zu entwerfen.

Wer das ganze Q&A lesen möchte, kann dies auf https://www.nintendo.co.jp/ tun

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