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Montas: Preview – Nachts im Büro

In den letzten Jahren hat es ein durchaus gelungenes Revival von Horrorspielen gegeben. Spätestens seit Amnesia – The Dark Descent sind Spiele, die gestandene Männer wie kleine Babys schreien lassen, schwer im Trend. Mit Montas aus dem Hause Organic Humans steht ein weiterer Vetreter in den Early-Access Startlöchern.

Montas ist noch in der Early-Access Phase und damit verbunden fehlen auch noch diverse Inhalte im Spiel. Laut Entwickler Organic Humans auch Inhalte, die mit dem Plot verbunden sind. Von daher gestaltet sich diese Preview nicht ganz so einfach. Montas selbst macht es einem ebenfalls nicht leicht überhaupt zu erfassen, was es eigentlich ist und was es überhaupt sein will.

Montas

Nachts im Büro.

Wir starten das Spiel in einem Büro von einem gewissen Joseph Walker, der den nicht unbedingt spannenden oder unheimlichen Job des Buchhalters ausübt. Ob das jetzt wirklich unsere Spielfigur ist, klärt sich leider auch nicht. Wir tapsen durch ein ziemlich spartanisch eingerichtetes Büro und steigen in einen Aufzug. Neben nervender Fahrstuhlmusik gibt es auch einen kurzen verschwommenen Ausblick auf die namensgebende Stadt. Die sieht zumindest im ersten Augenblick nach üblicher Metropole aus. Statt in das Erdgeschoss fährt unser Aufzug nicht nur in den Keller sondern noch tiefer. Fenster weichen Wänden, die mit obskuren Grafitti bemalt sind und die Wände weichen nacktem Fels. Die Fahrstuhlmusik setzt aus und wird durch etwas ersetzt, was sich wie ein Science-Fiction Hörspiel aus den 50ern anhört. Letztendlich stoppt der Fahrstuhl und wir erreichen etwas, was zumindest wie eine Höhle aussieht. Leider ist die Steuerung momentan noch relativ schwammig und so falle ich unabsichtlich von einem Felsvorsprung. Am Boden erwartet mich allerdings kein feuchter Aufprall, sondern ein vergleichsweise sanfter Übergang in einen blendend weißen Raum mit einer sehr großen Tür und einem sehr großen Bürostuhl. An den Wänden selbst finden wir dann noch dezent nichtssagende Graffiti.

Montas

Einsamkeit ist Belästigung durch sich selbst.

Nach dieser Sequenz gestaltete sich Montas allerdings als eine ziemlich dröge Angelegenheit. Spielerisch scheint es eher eine Abfolge von mehr oder weniger zufällig ausgewählten weiteren Sequenzen ohne wirklichen Zusammenhang zu sein. Momentan hat man den Eindruck, das man sich hier dezent bei The Stanley Parable bedient hat. The Stanley Parable funktioniert aber hauptsächlich wegen dem Narrativ und einen Narrativ sucht man bei Montas vergeblich. Ebenfalls vergeblich sucht man auch wirklichen Horror. Es gibt hier und da mal einen Jump Scare, aber die wirken doch arg plump und man hat den Eindruck, dass sie nur zum Selbstzweck gesetzt worden sind. Jump Scares können als Werkzeug funktionieren, aber nicht Stilmittel. Wenn ich in einer Straßenbahn gegen eine Scheibe schlage, dann werden sich zwar einige Leute erschrecken, aber mit Horror hat das herzlich wenig zu tun. Da hilft es dann auch nicht besonders, dass die Präsentation irgendwo zwischen unterdurchschnittlich bis unfreiwillig komisch liegt.

Montas
Horror sieht anders aus.

Fazit

Momentan lässt sich zu Montas noch keine genaue Meinung bilden und das Wenige, was man sagen könnte, ist nicht gerade positiv. Die aktuelle Version erinnert leider eher an eine Geisterbahn auf einer Dorfkirmes als an einen guten Horrortrip. Den angesprochenen Horror sucht man noch vergebens und der Rest wirkt zusammen geklatscht. Vielleicht reicht der Early-Access Status da noch zur Ehrenrettung. Zumindest gibt es bei Montas noch viel Luft nach oben, zumal das Spiel auch auf Oculus Rift setzt. Es bleibt abzuwarten, wie die Entwickler die Zeit bis zum Release nutzen.

Die Early-Access Version von Montas gibt es bisher für 8,99€ bei Steam.

Abschließend der Trailer zum Spiel:

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