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MeFirst motzt – Wer schützt mich vor dem Jugendschutz?

Achtung: Dieser Artikel spiegelt die persönliche Meinung des Autors wieder und ist nicht als Statement des gesamten Teams von GamePlane.de zu verstehen. Sarkasmus und eine gewisse Portion Ironie sind hier ebenfalls zu finden. Außerdem sind manche Formulierungen hier bewusst überspitzt und es geht auch durchaus mal gezielt unter die Gürtellinie.


 

Manchmal könnte man echt meinen, das Rad der Zeit würde es wirklich geben. Wem der Begriff jetzt nix sagt, für den erkläre ich es kurz. Es gibt eine Theorie, die besagt, dass sich die Geschichte immer wiederholt. Das bedeutet nicht, dass alles immer gleich ist, aber der Kern sich immer wiederholt. Nun dreht man gerade in Deutschland anscheinend ziemlich oft am Rad und so verwundert es nicht, dass mit der Veröffentlichung von Dying Light sich wieder etwas wiederholt. Das ist der Zyklus des in meinen Augen absolut bekloppten Jugendschutzes in Deutschland.

Schauen wir uns doch dafür mal den Begriff „Jugend“ oder auch „Jugendlicher“ an.

Jugendlich ist man, grob gesagt, im Alter von 13 – 19 Jahren. Rein rechtlich gesehen sieht das schon etwas anders aus. Grundsätzlich ist man mit Vollendung des 18. Lebensjahres erwachsen, allerdings dann doch nicht so ganz. Erst mit 21 Jahren ist man dann, von seltenen Ausnahmen mal abgesehen, komplett erwachsen.

Über die 21 Lenzen bin ich zumindest jetzt doch schon etwas hinaus und ich frage mich echt, warum ein sogenannter Jugendschutz Einfluss auf mein Leben hat und haben darf. Dabei ist Jugendschutz an sich nichts Verkehrtes und meiner Meinung nach ist die Jugend in der Tat schützenswert. Hätte ich Kinder, so würde ich auch nicht wollen, dass sie gewisse Sachen zu sehen bekommen. Ich denke, das steht auch für die meisten Leute außer Frage. Aber warum dürfen eigentlich mit der USK und der BpjM gleich zwei recht obskure Organe darüber entscheiden, was ich mit meinen 30 Jahren zu sehen bekomme und was ich wo und wie kaufen darf?

Hier stehen wir in Deutschland damit mindestens europaweit auf einem ziemlich einsamen Posten. In so ziemlich keinem Land in Europa herrscht so eine Bevormundung, wie hier. Den üblichen Vergleich mit Hitler sparen wir uns in dem Zusammenhang mal. Wer übrigens immer Diktatoren und totalitäre Systeme zum Apfel und Birnen-Vergleich herzieht, dem würde ich gerne mal einen Urlaub in solche Systeme spendieren. Mal gucken, ob man dann immer noch das Maul so unglaublich weit aufreißt. Aber ich schweife gerade ab.

Halten wir einfach mal fest, dass es schon ziemlich absurd und beschissen ist, wenn man erwachsenen Menschen vorschreibt, was sie kaufen und spielen dürfen.

Noch obskurer wird es, wenn man bedenkt, wie unglaublich inkonsequent die beiden Deppenhaufen (USK und BpjM) auch noch sind. Immer wieder gibt es Spiele, wo man sich denkt, dass diese so auf keinen Fall in Deutschland veröffentlicht werden werden. Doch dann geschehen regelrechte Wunder und die Spiele kommen ungeschnitten auf den Markt. Oft werden diese Spiele dann von großen Publishern veröffentlicht. Gerade Electronic Arts scheint da ja eine absolute Glückssträhne zu haben. Hier reicht es schon, sich mal Spiele wie Dead Space anzugucken und man sieht, wie hier offensichtlich der Hase läuft.

Dabei ist Zensur sowieso grundsätzlich ziemlich bescheiden, was seine Wirkung angeht. Denn gerade was Videospiele angeht, so kommen die Leute letztendlich doch immer an das, was sie wollen. Hier geht, dann auch mal rein wirtschaftlich gesehen, dem Staat auch, kurz gesagt, einfach Geld durch die Lappen. Ebenfalls drängt man ehrliche Kunden so in rechtliche Grauzonen oder platt gesagt auch einfach in die Illegalität.

Warum gibt es dann trotz diverser Vorstöße und Vorschläge kein besseres System? Hier kann ich natürlich nur spekulieren, aber wer mit seinem fetten Arsch auf einem Ast sitzt und es dort recht bequem hat, der wird wohl kaum an diesem Ast sägen.  Einziger Trost ist, dass wir mit Australien, zumindest was das Thema angeht, Leidensgenossen haben. Allerdings haben die schöneres Wetter.

Good on ya mate!

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