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MeFirst motzt – Punktegeilheit. Der Fehler im System?

Bei EA scheint man sich momentan wieder auf der „Guckt mal wir machen uns wirklich Gedanken“- und „Alles wird wieder gut“-Schiene zu bewegen. Zumindest bekomme ich diesen Eindruck, wenn ich den jüngsten Kommentar von David Sirland, dem Lead Producer von Battlefield 4, Glauben schenken mag. Wer jetzt keine Lust hat, sich den ganzen Kommentar durchzulesen, der bekommt von mir eine kurze Zusammenfassung:

Man hat festgestellt, dass viele Spieler sehr starken Fokus auf ihre Kill to Death Ratio (kurz K/D Ratio) legen, auch wenn das nicht unbedingt in allen Spielmodi angebracht ist. Hier hat man für die Zukunft Pläne geschmiedet, an gewissen Spielmechaniken zu schrauben, damit gerade in Spielmodi wie Conquest mehr Wert darauf gelegt wird, den eigentlichen Spielmodus und nicht letztendlich doch nur Team Deathmatch zu spielen.

Tropfen auf dem heißen Stein?

Klingt doch toll oder? Wer schon eine gewisse Zeit mit Battlefield 4 verbracht hat, der wird wissen, wie sich ein Leidensweg anfühlt und wie ernst man eigentlich Äußerungen von EA und DICE nehmen muss oder darf. Zwar würde ich entsprechende Änderungen klar begrüßen, aber ganz so einfach ist die Sache dann auch wieder nicht. Spätestens seit Battlefield 3 gibt es da nämlich noch ganz andere Mechaniken, die uns in die Situation gebracht haben und solche Änderungsvorschläge erst nötig machen. Das Kind hat übrigens auch einen Namen und dieser Name ist Unlocks. Zwar gab es schon zu Zeiten von Battlefield 2 Unlocks, die man freispielen konnte, aber zum Kernelement sind sie so wirklich erst in Battlefield 3 geworden. Möchte ich für eine Waffe diverse Unlocks freischalten, brauche ich eine gewisse Anzahl an Kills mit der entsprechenden Waffe. So ist es dann auch nicht verwunderlich, wenn Leute auf einen Server gehen, um Scope X für Waffe Y freischalten zu können. Das mag in kleinen Dimensionen durchaus noch funktionieren, aber gerade Battlefield 4 ist da in einen regelrechten Wahn verfallen, was Unlocks angeht. Dadurch ist es nicht verwunderlich, wenn dieses System im Spiel zu einer absoluten Kernmechanik geworden ist, die man auch nicht so einfach ändern kann.

Punktegeilheit. Der Fehler im System?

Ansonsten kann man sich auch durchaus mal die Frage stellen, warum solche Problematiken jetzt erst auffallen. Es ist ja nicht so, dass Spieler erst seit gestern PTFO (play the fucking objective) schreien würden. Vielleicht steckt da einfach auch schon ein gewisses Kalkül dahinter. Die Lebenszeit von Battlefield 4 neigt sich dem Ende zu und Battlefield: Hardline ist bis jetzt auch noch nicht gerade gut angekommen. Da wirkt solch ein Kommentar auf mich schon recht sorgsam platziert, um den Spielern das Gefühl zu geben, dass man als Entwickler aus den Fehlern gelernt hat und und man spätestens mit Battlefield: Hardline wieder alles richtig machen wird. Das ist allerdings eine Argumentation, die ich aus der Richtung EA und DICE schon öfters gehört habe. Die Frage ist, ob man dem wirklich Glauben schenken mag?

Das muss natürlich jeder mit sich selbst ausmachen. Wie steht ihr zu dem Thema? Seht ihr den Fokus auf eine K/D Ratio überhaupt als Problem an und glaubt ihr, dass so ein Problem so einfach zu lösen ist? Sagt uns eure Meinung zu dem Thema in den Kommentaren!

Sag uns deine Meinung:

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