Home » Artikel » Specials » MeFirst motzt: Die hässliche Fratze des Steam Workshops

MeFirst motzt: Die hässliche Fratze des Steam Workshops

 

Dieser Artikel spiegelt die persönliche Meinung des Autors wieder. Dementsprechend sind Aussagen im Text nicht als die Gesamtmeinung von Gameplane.de zu verstehen

Auf Steam rumort es momentan ordentlich. Grund dafür ist die Einführung von kostenpflichtigen Mods. Kurz gesagt, können Nutzer auf Steam Mods hochladen und dafür Geld verlangen. Das stößt nicht gerade auf viel Gegenliebe und wer sich mal im Steam Workshop von The Elder Scrolls: Skyrim umguckt, der findet reihenweise kostenpflichtige Mods, welche momentan massiv kritisiert und negativ bewertet werden. Das mag man zwar vielleicht als etwas kindisch ansehen, aber für mich ist das durchaus eine legitime Form von Protest.

Ich persönlich sehe das aber durchaus differenziert. Zunächst einmal sehe ich kein großes Problem, wenn Leute Geld für ihre Arbeit bekommen. Modding mag zwar für manche Personen als Hobby gelten, man darf aber nicht die Arbeit und die Zeit unterschätzen, die dabei draufgeht. Es ist kein Problem 40 Stunden pro Woche an einer Mod zu arbeiten. Das Argument, dass Mods immer kostenlos waren und deshalb auch für immer kostenlos bleiben sollen, ist für mich ehrlich gesagt kein richtiges Argument. Wer sich auch nur ansatzweise mal mit Modding beschäftigt, der wird die Einstellung vieler Mods gesehen haben. Grund ist ziemlich oft, dass die Modder sich die weitere Entwicklung nicht mehr leisten können. Trotzdem gibt es einen ganzen Haufen an Problemen, die auftauchen und Fragen, die sich damit stellen.

Steam Workshop

Zunächst einmal hat Steam eine absolut dominante Position im Markt. Es gibt quasi keine nennenswerte Konkurrenz für Steam im digitalen Sektor. Der Steam Workshop ist eine praktische Sache und jetzt schon sehr beliebt. Steam hat deswegen auch das Potential, nicht nur einen neuen Markt zu schaffen, sondern diesen auch direkt im Handstreich zu dominieren. Da hat es auch einen besonders faden Beigeschmack, wenn Steam dann auch satte 75% des Gewinns einsackt. Da wird mit Sicherheit auch ein Teil an die jeweiligen Entwickler des Spiels gehen. Trotzdem sind 75% für die reine Bereitstellung des Steam Workshops doch etwas arg hoch gegriffen.

Ebenfalls wird jetzt schon mehr als nur etwas grober Unfug mit Mods getrieben. Es wurden bereits reihenweise Inhalte schlicht weg einfach geklaut und in den Workshop geladen. Das ist in der Vergangenheit bereits schon geschehen und bekommt so eine ganz neue Dimension. Niemand mag es, wenn Dritte sich mit der eigenen Arbeit in ein positives Licht stellen. Wenn dann Leute auch noch mit der Arbeit anderer Leute Geld verdienen, dann bekommt das eine ganz neue Dimension und mit Sicherheit keine gute.

Eine weitere Frage wäre die des Supports. Was passiert, wenn eine Mod mein Spiel beschädigt? Was mache ich eigentlich, wenn wegen eines Updates für das Spiel eine Mod unbrauchbar wird für die ich Geld bezahlt habe? Habe ich dann eigentlich Anspruch auf Support oder bekomme ich mein Geld wieder?

Da ist es nur verständlich, wenn Steam da momentan ein ordentliches Echo entgegen schallt. Das sehe ich zumindest positiv und ich hoffe, dass dieses System so in die Tonne gekloppt wird, wie damals die Rüstung für Pferde in The Elder Scrolls: Oblivion. Trotzdem denke ich nicht, dass es komplett falsch ist, wenn Modder mit ihrer Arbeit Geld verdienen können. Jedoch bitte eher dann 75% für den Modder und persönlich wäre mir eine freiwillige Unterstützung lieber. Hier hoffe ich, dass der Markt klug genug ist, kein Geld für Schrott aus dem Workshop auszugeben und dass sich ein pay what you want-System durchsetzen wird.

 

Sag uns deine Meinung:

Auch interessant!

Releases November

Die interessantesten Games der kommenden Woche: 13. bis 19. November

Neben den großen, bekannten Publishern und Entwicklern mit ihren AAA-Titeln sollte man auch die kleinen ...