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Killer Is Dead

Killer Is Dead Nightmare Edition: Review – Katana im Vollmond

Killer Is Dead

Ein Profikiller mit Roboterarm, der von einem Einhorn und einer Blondine mit 14 Armen unterstützt wird, kämpft gegen Monster und andere Fieslinge, die vom Mond stammen. Klingt nicht nur abgedreht, sondern ist es auch. Mit Killer Is Dead liefert Suda51 gewohnt abgedrehte Kost. Ob Killer Is Dead mehr Sein als nur bloßer Schein ist, klären wir im Review zur Nightmare Edition.

Ähm ja…

Manchmal fragt man sich echt, ob und was manche Entwickler sich in der Entwicklungsphase so alles durch die Nase oder andere Körperöffnungen reinpfeifen. Manche Sachen in Spielen wie Killer Is Dead, kann man sich eigentlich nur noch durch den Einsatz von diversen Substanzen erklären. Nüchtern kommen den meisten Leuten wohl nicht Ideen für Blondinen mit 14 Armen, einem Profikiller mit Roboterarm und dann kommt auch noch ein magisches Einhorn vorbei. Das sind einige der Überraschungen die das Spiel für euch bereit hält. Das klingt alles ziemlich abgedreht und ist es auch. So krank das auch alles klingen mag, hinter Killer Is Dead versteckt sich spielerisch durchaus gelungene und eher klassische Actionkost, die klar in Richtung Devil May Cry geht. Der angesprochene Profikiller, mit mechanischer Armprothese, trägt den klangvollen Namen Mondo Zappa und dient als Protoganist in Killer Is Dead. Wer würde, wenn er eines Morgens unverhofft mit einem Roboterarm aufwacht, nicht den Entschluss fassen, Profikiller zu werden und bei einer Agentur anheuern, die von einem farbigen Cyborg geführt wird, der Zigarren auf Kette raucht? Dazu gesellen sich noch eine geldgeile Blondine und eine, an Hyperaktivität leidende, Assistentin, die euch treu zur Seite stehen. Klingt nach einem Angebot, das man nicht unbedingt ausschlagen würde.

 

Hä?

Wer bis jetzt nur Bahnhof versteht, der kann beruhigt sein, denn Killer Is Dead ist, was Setting und Story angeht, ziemlich verwirrend. Trotzdem versteckt sich ein durchaus solides Actionspiel hinter all dem Wahnsinn. Spielerisch ist es ein klassischer Actionklopper aus Japan. Man kämpft sich durch Levels, die grundsätzlich eine Aneinanderreihung von Kampfarenen sind, die hier und da durch Zwischensequenzen unterbrochen werden. Letztendlich mündet es immer im Zweikampf gegen einen recht abgedrehten oder beeindruckenden Boss. Das kennt man alles aus Spielen wie Devil May Cry, Bayonetta oder auch Metal Gear Solid Rising: Revengeance. Killer Is Dead erfindet hier das Rad definitiv nicht neu, macht aber trotzdem Spaß. Das Kampfsystem ist vergleichsweise simpel, dafür aber auch recht eingängig. Statt auf endlose Kombos, legt Killer Is Dead viel Wert auf richtiges Blocken und Ausweichmanöver, die in spektakulären Kontern enden.

Killer Is Dead

Oh ja!

Absolut herausstechend ist dagegen, ohne Zweifel, der Grafikstil von Killer Is Dead. Hier bedient man sich sehr gekonnt des Cell Shadings und liefert so ein Spiel ab, das, was den Stil angeht, absolut überzeugt und gut aussieht. Grafisch ist Killer Is Dead zwar vielleicht nicht mehr ganz auf der Höhe der Zeit, sieht aber wie gesagt, dem Grafikstil entsprechend, trotzdem gut aus. Weniger überzeugend sind dagegen, auch auf dem PC, die maximal 30 Frames. Zwar kann man die Framerate z.B. auf wesentlich angenehmere 60 Frames hochstellen, indem man eine Config Datei editiert, anschließend muss man aber ebenfalls noch weitere Configs editieren, damit z.b. Quick Time Events gegen Bosskämpfe richtig funktionieren. Das ist ziemlich frickelig und nervig. Eine Anleitung, wie man das macht, findet ihr hier. Ebenfalls gibt es leider immer wieder auch dezente Probleme was das Tearing angeht. Trotzdem sieht Killer Is Dead gut aus und ist auch mit 30 Frames gut spielbar. Auch was den Sound angeht, kann Killer Is Dead überzeugen. Zwar hauen einen die englischen Sprecher nicht vom Hocker, machen ihre Sache aber gut. Alternativ kann man auch auf die japanische Originalvertonung wechseln.

Killer Is Dead 3

Oh là là

Was wäre ein Spiel aus Japan ohne irgendeine Form von Fanservice? Killer Is Dead klärt diese Frage nicht, denn es bietet sehr viel Fanservice. Der kommt in Form der sogenannten Gigolo Missionen daher. Dort sitzt der gute Mondo einer hübschen Dame gegenüber deren „Herz“ er gewinnen will und mit Herz gewinnen meine ich, in die Kiste bekommen. Wenn das in der Realität so einfach wäre, wie im Spiel, dann hätte ich wesentlich weniger Zeit um Reviews zu schreiben. Ich würde den Damen erst auf die hübschen Körperteile glotzen, anschließend ein Geschenk machen und schon wäre die Katze im Sack. Das ist in etwa so, wie die Gigolo Missionen funktionieren. Ob das jetzt sexistisch angehauchter Blödsinn oder subtile Kritik ist muss wohl jeder selber entscheiden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

2 Kommentare

  1. XD vor 2 Tagen gekauft, bin gespannt

  2. XD vor 2 Tagen gekauft, bin gespannt

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