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Kaius Mobil – Die Android-Highlights im März 2015

3. März 2015
Kai Seuthe

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Kaius Mobil – Die Android-Highlights im März 2015

Karneval liegt hinter uns, wir befinden uns mitten in der Fastenzeit. Wer möchte, der übt ein bisschen Verzicht. Die meisten von uns schränken sich ein, indem sie diesen festgesetzten Zeitraum nutzen, um abzunehmen. Das leidige Thema. Aber es gibt auch solche, die die Zeit bis Ostern durch einen Verzicht auf die Nutzung des Internets, sozialer Netzwerke oder durch eine Einschränkung des Spielens am PC oder auf der Konsole überbrücken. PC oder Konsole? Gut, dass das Zocken auf dem Smartphone oder dem Tablet nicht darunter fällt, sonst wären die folgenden Android-Highlights völlig uninteressant für euch.

 

Rope’n’Fly4

Rope'n'Fly4

Seil und Fliegen heißt es wörtlich übersetzt, und das beschreibt dieses kleine Spielchen schon ganz gut. Wir schwingen ein Strichmännchen mit Hilfe eines Seils von Wolkenkratzer zu Fernsehturm, von Sehenswürdigkeit zu Großbaustelle. Ob die Golden Gate Bridge, der Eiffelturm oder die Space Needle – nichts ist vor dem lebensmüden Tarzan sicher. Dabeil gilt es, den perfekten Absprung zu schaffen und bloß nicht auf dem Boden aufzuschlagen, wo man in seine Einzelteile zerspringt. Alternativ kann man auch gegen einen entgegenkommenden Lastwagen knallen, womit die rasante Reise ein schmerzhaftes Ende nimmt. Wem es zu langsam geht, der schwingt sein Seil einfach an die Tragfläche eines vorbeikommenden Flugzeugs und lässt sich einige hundert Meter als blinder Passagier mitschleppen. Rope’n’Fly 4 macht Spaß, kann aber auch ungemein frustrieren. Eine nette Abwechslung für zwischendurch, die zudem kostenlos ist.

Hier kann Rope’n’Fly 4 für Android  im Play Store heruntergeladen werden: Rope’n’Fly 4

Tap Titans

Tap Titans

Mein erster Gedanke, als ich mir Tap Titans auf mein Smartphone geladen hatte, war: Was ist das für ein sinnloser Mist? Die meiste Zeit verbringt man damit, wie ein Affe auf sein Handy zu klöppeln. Das kann man auch blind, ist völlig egal. In der Mitte des Bildschirms steht die Spielfigur vor einem großen Monster. Per Tap bzw. Tippen auf den Bildschirm schlägt unsere Figur einmal zu. Je schneller man das macht, desto höher ist der Schaden. Hat man die Monster besiegt, gibt es Gold. Von dem Gold kann man sich aufrüsten oder sich Helden holen, die einen im Kampf unterstützen. Die sind auch bitter nötig, denn von Level zu Level steigt die HP-Zahl der Gegner. Und wir reden hier nicht von einigen tausend HP. Nein. Tap Titans agiert mit Superlativen. Aktuell befinde ich mich auf knapp Level 150. Die Lebenspunkte meines Gegners sind rund 4 Sextillionen (das ist eine Eins gefolgt von 36 Nullen). Die Gegner im letzten Level haben übrigens HP von mehreren Oktillionen. Das sind Zahlen, die kann sich schon kein normaler Mensch mehr vorstellen. Entsprechend viel Gold kann man verdienen. So kostet der Kauf des neusten Helden schlappe 2 Septillionen Goldstücke. Taschengeld.

Ingame ist es möglich, die Premium-Währung zu verdienen, um z.B. schneller an Geld zu kommen. Im Gegensatz zu anderen Free2Play-Spielen ist Tap Titans dahingehend fair. Doch auch die Anforderungen steigen mit zunehmendem Level. Um beispielsweise als nächstes 50 Diamanten zu bekommen, muss ich noch 7000 Monster töten. 100 Diamanten bekomme ich als Belohnung, wenn ich 100 Nonillionen Goldstücke eingesammelt habe. Ihr seht schon: Ich komme aus den Zahlen nicht mehr raus. Das Spiel macht einen völlig verrückt, und so dämlich die Tipperei auf den Bildschirm auch ist, so verflucht süchtig macht einen das ständige Bestreben nach mehr Gold, einem höheren Level und krasseren Herausforderungen.

Hier kann Tap Titans für Android im Play Store heruntergeladen werden: Tap Titans

The Room 1 + 2

The Room

Die The Room-Spiele sind zwar schon lange auf dem Markt, ich habe sie aber erst jetzt für mich entdeckt. Hürde war für mich bisher der unglaublich hohe Preis von 89 Cent. Ich bin einfach ein alter Geizknochen, aber jetzt habe ich doch mal mein Sparschwein geschlachtet und mir diese Perle aus dem App-Wust gegönnt. Ja, richtig gehört: The Room kann mit Fug und Recht als ein großartiges Spiel bezeichnet werden. Als Spieler wird man vor allerlei zunächst eigenartig scheinende Rätsel gestellt, die im Endeffekt jedoch fast allesamt logisch sind. Dabei erwartet uns eine wirklich tolle Grafik, ein klasse Sound und sehr kreative Rätsel-Level. Die Objekte, an denen Schalter, Knöpfe, Hebel und dergleichen bedient werden müssen, können in den meisten Fällen von der Kamera frei beobachtet werden. Es macht wirklich Spaß, immer wieder neue Ecken an z.B. einer Kiste zu entdecken, wo sich versteckte Schubladen oder Hinweise befinden. Sehr gut gemacht, spottbillig und auf jeden Fall den Kauf wert. Einziges Manko: The Room ist etwas zu kurz geraten. Doch bei dem liebevoll gestalteten und ordentlich gemachten Spiel ist dies bei dem geringen Umfang völlig vertretbar. Den zweiten Teil habe ich mir gleich gekauft, der jedoch mit 2,69 € ein bisschen teurer ist. Wirklich hoch ist dieser Preis selbstredend nicht. Dafür wird einem ein etwas umfangreicheres und deutlich kniffligeres Rätselspiel geboten als beim ersten Teil. Außerdem, gibt ess massig XP für den Level im Play Store.

Hier kann The Room für Android im Play Store heruntergeladen werden: The Room

Battleheart Legacy

Battleheart Legacy

Mit Battleheart Legacy erwartet einen für 3,95 € ein umfangreiches und anspruchsvolles Rollenspiel. Als Kämpfer zieht man durch das Land, um das Böse zu beseitigen. Der Klassiker. Doch wie so viele Spiele und Spiele-Apps so leicht sind, dass sie von undressierten Bonobos bewältigt werden könnten, so haut Battleheart Legacy rein. Hier wird einem nichts geschenkt, wer aufsteigen will, der muss kämpfen, kämpfen, kämpfen. Das kann frustrieren, ist aber in Anbetracht der gerade erwähnten Umstände endlich mal wieder fordernd. Dabei ist BH Legacy nicht nur anspruchsvoll sondern auch für App-Verhältnisse umfangreich. So gibt es viele verschiedene Möglichkeiten, wie man seinen Helden trainieren kann, welche Attribute bei ihm in den Vordergrund rücken und welche Fähigkeiten erlernt oder eben nicht erlernt werden. Über die Landkarte sind mehrere Quests verteilt, sodass es immer wieder etwas Neues zu entdecken gibt. Viele Stunden Spielspaß sind vorprogrammiert, wenn man sich denn auf den recht hohen Schwierigkeitsgrad einlassen kann.

Neben dem Gameplay bietet das Spiel auch eine schöne, detaillierte Grafik. Battleheart Legacy wirkt nicht wie eine App, ein schnell dahingehuddeltes Casual Game, sondern wie ein richtiges Spiel.

Hier kann Battleheart Legacy für Android im Play Store heruntergeladen werden: Battleheart Legacy

Strange Adventure & Normal Adventure

Normal Adventure und Strange Adventure

Normal Adventure und Strange Adventure sind zwei … nun, im weitesten Sinne kann man sie Platformer nennen, die einen an den Rand des Wahnsinns treiben können. In klassischer Jump and Run-Manier müssen leicht scheinende Level gemeistert werden. Doch das ist alles nur Illusion. In Wirklichkeit gibt es nur einen wirklich hirnverdrehenden Weg, um voran zu kommen. Häufig sind es frustrierende Trial-and-Error-Passagen, bekannt aus z.B. Unfair Mario. Oft müssen allerdings auch Menübuttons missbraucht werden, oder im Startmenü muss plötzlich etwas eingesammelt werden, Richtungen werden vertauscht, alles wird auf den Kopf gestellt, Levelbausteine können bewegt werden und so weiter. Gerade, wenn man denkt, man hätte das Spiel durchschaut und wäre gegen alles gewappnet, bekommt man einen Schlag ins Gesicht und steht wieder da, wie der erste Mensch. Normal Adventure ist der erste Teil, Strange Adventure der zweite. Oder umgekehrt. Erst genanntes Spiel ist etwas liebevoller gestaltet, trotzdem machen beide viel Spaß, wenn man sich auf den großen, ich nenne es mal Abfuck, einlassen kann. Definitiv eine kreative Abwechslung.

Normal Adventure für Android im Play Store: Normal Adventure

Strange Adventure für Android im Play Store: Strange Adventure

 

 

Kai Seuthe

Kaius spielt seit der Grundschule und wird das auch noch im Altersheim tun. Er ist als Let's Player KiltKaius unterwegs, schreibt Bücher und macht noch viele andere kreative Dinge. Retro-Spiele mag er, Rechtschreibfehler nicht. Darum kümmert er sich auch darum.