Home » Artikel » Reviews » Insurgency Review: Alte Liebe rostet nicht

Insurgency Review: Alte Liebe rostet nicht

Das Jahr 2007 war ein ziemlich guter Jahrgang, was First Person Shooter angeht. Mal kurz zur Erinnerung: In diesem Jahr sind First Person Shooter wie Crysis, Stalker oder die Orange Box von Valve mit Team Fortress 2 erschienen. 2007 war ebenfalls das Jahr, in dem Call Of Duty 4: Modern Warfare erschienen ist. Ein Spiel, welches nach wie vor die Richtung vorgibt, in welche sich die meisten First Person Shooter auch heute noch bewegen.

Allerdings gab es schon 2007 ein Spiel bzw. eine Mod, die einen recht krassen Gegenpol dazu bildete. Wir sprechen hier von der Half-Life 2-Mod Insurgency: Modern Infantry Combat. Die Mod trägt zwar auch das Modern wie Modern Warfare im Namen und es kämpfen dort ebenfalls US-Truppen gegen Aufständische aus der Ecke „Naher Osten“, aber das war es dann auch schon mit den Gemeinsamkeiten. Denn bei der Mod stand und steht mehr spielerischer Realismus und taktische Tiefe im Fokus als Quickscoping und Noob-tubing. Nun steht schon seit Januar ein Nachfolger als Standalone auf dem Markt und die Frage ist, warum jetzt noch ein Review dazu kommt. Zunächst einmal haben die Entwickler (das inzwischen dritte) kostenlose DLC Nightfall veröffentlicht, was ein guter Zeitpunkt ist, um sich das Spiel mal wieder genauer anzugucken. Der Hauptgrund ist aber, dass sich Insurgency im Test als ein quasi zeitloses Spiel gezeigt hat.

Counterstrike für die Generation 20 plus?

Wenn man gefragt wird, wie man Insurgency am besten beschreiben könnte, so wäre die Bezeichnung Counterstrike für Leute ab 20 Jahren recht passend gewählt. Insurgency spielt sich zwar recht flott und auch recht taktisch, ist aber kein reines abfeiern auf die eigenen Reflexe wie Counterstrike. Es gibt ja die These, dass spätestens mit 25 Jahren die Reflexe merkbar nachlassen, was sich besonders im Bereich des E-sport bemerkbar macht. Ich persönlich kann das zumindest auch bestätigen und dazu eine kleine Anekdote erzählen.

Vor zwei bis drei Monaten habe ich mich breitschlagen lassen, mal Counterstrike Source zu spielen. Ich war eigentlich nie der große Fan von CS, habe das aber in meinen jüngeren Jahren, als ich noch so 16 war, doch ganz gerne gespielt und war auch nicht schlecht. Auf dem Server, auf dem ich dann gelandet bin, lag das Durchschnittsalter doch noch deutlich unter 25 und in 30 Minuten habe ich nur einen glücklichen Frag geschafft. Bevor ich überhaupt meine Waffe auf den Gegner ausgerichtet hatte, lag ich schon im Staub von Dust. Das Ende der Geschichte war, dass ich mit einem Gefühl vom Server gegangen bin, als wäre ich nicht Ende 20 sondern eher kurz vor der Rente mit 67.

Bei Insurgency ist zwar Schnelligkeit auch ein nicht gerade unwichtiger Faktor, allerdings sind besonders Taktik, Teamplay und Stellungsspiel gefragt.Hier hat die ältere Generation ja durchaus mal den ein oder anderen Erfahrungswert mehr als die jungen Hüpfer. Unterstützt wird der spielerische Anspruch auch von einem Schadensmodell, das man als dezent unverzeihlich beschreiben kann. Hier reichen zwei bis drei Treffer locker aus, um einen Gegner zu erledigen. Dazu kommen dann auch noch sinnvoll eingebrachte Elemente wie Unterdrückungsfeuer, diverse Granaten und andere Gemeinheiten.  Umrandet wir das ganze von einem Spawnsystem, welches dieses Gesamtpaket perfekt macht.

Sag uns deine Meinung:

Auch interessant!

Pokémon Ultrasonne & Ultramond - 7

Review: Pokémon Ultrasonne & Ultramond – Alola in der Ultravariante

Erinnert ihr euch noch an letztes Jahr und euren Ausflug in die Alola Region mit ...