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Hintergrund: Jade Raymond über Klischees und die Zukunft der Videospiele

Jade Raymond

Jade Raymond sollte in der Szene der Videospiele inzwischen Vielen ein Begriff sein. In einem Interview spricht sie nun über die Entwicklung der Videospielbranche und deren Zukunft.

Jade Raymond, Producerin bei Ubisoft, sprach in einem Interview über die Hintergründe der Videospielbranche. Zwei Jahre zuvor forderte sie schon, dass die Szene erwachsener werden müsse, doch trotz Entwicklung gibt es immer noch viele Klischees, die Raymond verärgern.

Ich denke, dass die ganzen Videospiele die Spieler wie Idioten behandeln. Ich mag die Vorstellung nicht, dass alle, die diese Spiele spielen, Kettensägen und Frauen in Bikinis wollen. Da stellt sich mir eine Frage: Wirklich? Nicht alle Spieler sind männliche Teenager und selbst diese wollen inzwischen mehr als das.

Daher schlägt sie vor, dass sich mehr an der Filmindustrie orientiert werden müsse. Auch bei Action-Filmen hängen viele Klischees in der Luft, doch die Filme werden immer anspruchsvoller und komplexer, sodass diese Klischees hinter sich gelassen werden. Genau das müsse auch bei Videospielen geschafft werden.

Doch sie sieht auch schon Fortschritte bei manchen Entwicklern. Als Beispiel führt Jade Raymond hier die Grand Theft Auto-Reihe an, bei welcher die Charaktere nicht mehr so eindimensional wie früher sind. Die Entwickler müssten lediglich den Mut haben, etwas Neues auszuprobieren und auch Wagnisse zu versuchen.

Die Videospielwelt verbessert sich jedoch. Wir sehen inzwischen etwas Abwechslung. Grand Theft Auto hat es in den letzten Jahren es geschafft, interessante Charaktere zu entwerfen – wie beispielsweise den Immigranten, der ein Außenseiter ist. Es gibt jedoch immer noch kein Spiel, in dem man eine alte Frau spielt. Das wäre mein Traum.

Zum Schluss geht sie noch auf die Spielverfilmungen ein, welche zumeist leider in einem Flop enden. Ihrer Meinung nach legen die Rechteinhaber zu viel Wert darauf, dass der Film genauso wie das Spiel wird. Dies ist meistens leider nur schwer umzusetzen, weshalb man lieber auf einige Details verzichten sollte, anstatt einen schlechten Film zu riskieren.

Quelle: thegridto.com

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