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Grave: Demo Preview – Die Wüste ruft!

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Herzlich Wilkommen zu unserer brandheißen Preview von Grave. Grave ist ein neuartiges Survival-Horror-Spiel aus dem Hause Broken Window Studios Inc.. Über die Vorgeschichte von Grave ist momentan noch nichts bekannt. Unser Protagonist startet leicht benommen im Schatten eines riesigen Steinberges, mitten in der Wüste. Wir begleiten ihn dabei an vorderster Front in der Ego-Perspektive. Jetzt kommen wir direkt zu einem essenziellen Element von Grave, nämlich der Entscheidungsfreiheit. Gehen wir raus in die offene Wüste? Oder gehen wir durch den schmalen Korridor zwischen den Felsen? Obwohl der Wüstensturm unablässig tobt und uns mit Sand bedeckt, entscheiden wir uns für die freie Wüste. Haben wir da nicht in der Ferne die Umrisse eines Hauses gesehen?

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Mit frischem Mut und verwaschener Sicht machen wir uns auf dem Weg zum mutmaßlichen Obdach. Man sollte annehmen, wo ein Haus in der Wüste steht, da sind auch Menschen. Leider war hier der Wunsch der Vater des Gedankens. Unser entdecktes Holzhaus ist nichts weiter als eine alte Bruchbude. Die Fenster und einige Türen sind verbarrikadiert und das Einzige was wir finden, sind ein paar Streichhölzer. Was ist denn eigentlich dieses Geräusch im Hintergrund? Wir folgen der Treppe in den ersten Stock. Langsam schleichen wir uns zur nächsten Tür, denn aus dem Zimmer dahinter scheinen die seltsamen Geräusche zu kommen. Unser Herz schlägt. Die Musik wird spannend und wir machen uns darauf gefasst, den ersten Schock zu erleben. Nichts. Vor uns steht ein alter Fernseher, der gediegen vor sich hinrauscht. Wir gehen noch einmal näher heran, um vielleicht doch noch einen Hinweis auf die Story zu bekommen. Vielleicht schlägt das Bild ja um. Wieder nichts. Gerade wollen wir das Zimmer verlassen und weiter suchen, da entdecken wir durch das Fenster einen Menschen, der in der Wüste vor dem Haus steht. Sein Gesicht ist nicht zu erkennen und keine Regung ist zu sehen.

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Wir laufen los. Freund oder Feind ist uns egal. Hauptsache es passiert etwas. Die gruselige Musik und das verfallene Szenario zehren an unseren Nerven. Schnell raus aus der Tür und .. vor uns ragen auf einmal mehrere, halb zerfallene Wolkenkratzer auf. Gerade noch wundern wir uns über den plötzlichen Wechsel der Umgebung, da verschwimmt unsere Sicht und die Gebäude sind verschwunden. Wir stehen wieder vor der erkundeten Bruchbude und unser mysteriöser Fremder ist weg.

Die Wüste scheint uns einen Streich zu spielen. Von einer Fata Morgana hat ja jeder schon einmal gehört, also laufen wir weiter in die Richtung, in die unser Fremder gegangen sein muss. Zwischen den Felsen finden wir den Eingang zu einer Mine. Mutig wagen wir uns in die Gänge und nutzen unsere neu gefundenen Streichhölzer, um ein wenig Licht zu haben. Mitten in der Mine hören wir ein heftiges und unmenschliches Kreischen. Ok, jetzt passiert es. Wieder warten wir auf die Monster, Aliens oder was auch immer uns in dieser Wüste erwartet. Nichts passiert. Geschickt spielen die Macher von Grave hier mit unseren Gefühlen und Ängsten. Musik und Szenario sagen „Pass auf jetzt kommt was!“ und dann geschieht überhaupt nichts. Sind wir aber munter und fröhlich unterwegs und entdecken lustig die Gebäude, werden wir ohne Ankündigung mit dem nächsten Schocker konfrontiert. Gänsehaut pur!

Also zurück an unsere Mine. Wir laufen weiter durch die Tunnel und stoßen schließlich auf eine erleuchtete Schlucht. Durch ein großes Loch in der Decke dringt Licht ein und ein kleiner Tunnel führt uns langsam herunter. Über Leitern auf der anderen Seite klettern wir nach oben und finden uns auf einer T-Kreuzung wieder. Links öffnet sich der Weg in die Wüste und rechts das Gleiche. Nochmal genau hingeschaut und wir finden auf einer Seite einen halb vergrabenen Strommast, dessen Leitungen durch die Wüste laufen. Also hinterher, denn wo Strom ist, sind auch Häuser und Menschen. Zumindest mit den Häusern sollten wir Recht behalten.

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Während wir auf die Häuser zugehen, bricht langsam die Dunkelheit über die Wüste ein und es wird Nacht. Im Schein unseres Streichholzes entdecken wir ein metallisches Gebilde. Als wir mit dem Licht näher herankommen, fangen die metallenen Ringe auf dem Gebilde an zu rotieren und reflektieren unser Licht. Das Ganze wird schneller und schneller und schneller und plötzlich erklingt ein lautes Dröhnen, wie eine Alarmsirene. Das haben wir nun von unserer Neugier. Während wir langsam auf die Häuser zulaufen, entdecken wir nun eine Gestalt am Haus. Die Konturen sind verwaschen und sie leuchtet gräulich.

Unsere erste Begegnung mit einem Alien. Leider ist der graue Kumpan uns nicht so wohl gesonnen. Trotz verzweifelter Fluchtversuche werden wir eingeholt und gefressen. Nach kurzer Zeit spawnen wir wieder an dem Metallgebilde. Erst jetzt erkennen wir, dass es sich nicht um ein Alien, sondern um eine ganze Armee handelt, die in weiteren Abständen zueinander patrouillieren. Nach einiger Zeit geht die Sonne wieder auf und die Aliens verpuffen in schwarzen Wolken. Also Licht scheint nicht ihre Stärke zu sein.

Wir durchsuchen das Anwesen und finden zahlreiche weitere Gegenstände. Benzinkanister, Taschenlampe, Batterien und Leuchtfeuer. Während wir weiter suchen, wird es wieder Nacht und unsere Freunde tauchen auf. Plötzlich sehen wir Licht in der Ferne. Eine Wohnzimmerlampe? Wir folgen eine ganzen Kette von kleinen Lampenschirmen und finden schließlich einen kleinen Wald mit einer gemütlichen Sitzgruppe und einem Fernseher. Die Batterie auf dem Polster und die Blendgranate gefallen uns aber noch besser. Auf dem Weg zu einem weiteren Haus in der Ferne treffen wir unachtsamerweise auf ein weiteres Alien. Dies ist unsere Chance die Blendgranate zu testen. Kurz den Splint gezogen, vor die Füße geworfen und nach einer kurzen und grellen Explosion ist von dem Alien nichts mehr übrig. 1:1 Gleichstand. Wir streunen noch einige Zeit durch die Wüste und finden weitere Dörfer und Höfe. Sogar eine Kirche ist dabei. Mit den Leuchtfeuern lassen sich die Aliens ablenken, wobei die Taschenlampe keinen großen Effekt auf sie zu haben scheint. In einigen Orten treffen wir auf Generatoren, die mit mehreren Lampen an den Häusern verbunden sind. Da wir unser Benzin schon verbraucht hatten, um uns in einen Feuerkreis zu retten (Benzin + Streichholz), konnten wir leider nicht ausprobieren, ob wir die Geräte wieder zum Laufen bekommen.

Schließlich endet unsere Demoversion, als wir auf ein weiteres Gebäude zulaufen.

Die Grafik

Grave macht auf uns bereits einen sehr guten Eindruck. Obwohl sich das Spiel noch in einer sehr frühen Phase befindet, ist die Grafik schon sehr angenehm und fügt sich gut in das Gesamtbild ein. Verzerrungs- und Blendeffekte, sowie einige Unschärfen sind mit Absicht im Spiel platziert worden, um den Spieler zu verwirren, bzw. um die Blickweise der Hauptfigur darzustellen. Gegenstände, die aufgesammelt werden können, schweben zwar momentan noch in der Luft, wir gehen aber davon aus, dass dies in zukünftigen Versionen behoben wird. Für so eine frühe Version ist die Grafik jedoch schon top.

Die Steuerung

Grave steuert sich wie eine Vielzahl anderer Spiele der Egoperspektive mit der typischen WASD-Steuerung. Zum Abfeuern oder Benutzen von Gegenständen drücken wir die linke und rechte Maustaste, mit der Leertaste wird gesprungen. Natürlich könnt ihr eure Tastaturbelegung auch an eure eigenen Bedürfnisse anpassen. Die Wegfindung klappt in Grave sehr gut und wir sind auch nur ein bis zwei Mal an einer Kante hängen geblieben. Bei Sprüngen kommen wir allerdings nicht selten kaum hoch und können manche leichte Erhöhung nicht hochhüpfen, sondern müssen mühsam noch einen Meter weiter laufen. Dies ist vor allem in der Mine sehr auffällig. Allgemein ist die Steuerung jedoch sehr flüssig.

Der Sound

Eine große Stärke von Grave ist der Sound. Die unheimliche Musik im Hintergrund und die gute Vertonung mit Wind und Geräuschen hat bei uns allein schon für den einen oder anderen Schocker gereicht. Beides wird intensiv zum Gruseln eingesetzt.

Unser Fazit

Grave ist schon jetzt ein außergewöhnliches Spiel. Selten haben wir uns in so kurzer Zeit so heftig gegruselt. Gleichzeitig wollten wir es den ollen Aliens aber auch heimzahlen. Die sich stetig verändernde Welt sorgt für zusätzliche Spannung. Man weiß nie, ob die Welt nach dem nächsten Sonnenaufgang noch so aussieht, wie zuvor. Bis zum geplanten Release 2015 wird noch einige Zeit vergehen. Wir hoffen, dass die Entwickler von Broken Window Studios weiterhin so gute Arbeit leisten.

Ersteindruck: Sehr gut!

Weitere Infos findet ihr unter Steam-Greenlight oder Kickstarter

2 Kommentare

  1. Wird aufjedenfall angespielt :)

    • Ich würde ja gerne das gleiche sagen. Die Preview an sich macht einen recht geilen Vorgeschmack auf das Spiel.
      Allerdings bin ich nicht der Typ für Horror-Spiele. :D

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