Home » Artikel » Kolumne » Ernsthaft?! – Elendes Gejammer um Steam-Rückerstattungen

Ernsthaft?! – Elendes Gejammer um Steam-Rückerstattungen

Normalerweise ist ja Benny bei uns fürs Motzen zuständig. Da ich nun auch zu denen gehöre, die gerne und lautstark ihre Meinung vertreten, ist es an der Zeit, mit Ernsthaft?! ein zweites Sprachrohr für Meinungen zu etablieren. In „Ernsthaft?!“ werde ich in unregelmäßigen Abständen einen sarkastischen Blick auf die allgegenwärtige Idiotie im Gamingbereich werfen (ein Idiot meckert über Idioten. Perfekt). Dabei werde ich vermutlich oft unpopuläre Standpunkte einnehmen – erstens weil ich es kann, zweitens weil nur so ein sinnvoller Diskurs zustande kommen kann.

Hier, und in allen folgenden Kolumnen gilt: Es ist ein Meinungsstück. Stellenweise durchaus und bewusst überzeichnet, um Idiotie und versuchte Manipulation ans Licht zu zerren – oder einfach der Unterhaltung wegen. (Because I can!) Meine Meinung ist meine eigene und repräsentiert nicht notwendigerweise die der Redaktion. Also wenn ihr jemandem was an den Kopf werfen wollt – dann mir.

So, nachdem das nun geklärt ist. Erste Folge: „Rückerstattungen bei Steam“. Warum? Weil nach der Einführung der einfachen Rückerstattungen bei Steam die Berichterstattung beziehungsweise Kommentare fast exklusiv den Tenor „Oh die armen Indie Entwickler. Durch Missbrauch des Systems werden sie ruiniert“ haben. Es ist an der Zeit, dass Jemand (lies: ich) dieser gesammelten Ausgeburt geistigen Dünnpfiffs und gegenseitigen Eierkraulerei etwas Skepsis entgegenstellt.

Worum geht es?

Steam hat vor kurzem eine neue, weltweit gültige Richtlinie zum Umgang mit Rückerstattungen eingeführt. Im Großen und Ganzen ist die Regel: „Weniger als zwei Stunden gespielt und innerhalb der letzten zwei Wochen gekauft = Rückerstattung möglich“. Eine für Kunden durchaus großzügige Regelung. Jeder, der vor dieser Richtlinie schon einmal versucht hat, ein Spiel bei Steam zurückzugeben, weil es unspielbar, buggy oder einfach nur scheiße war, weiß, dass es nahezu unmöglich war. Und wer es nicht weiß, der frage mal bei den Käufern von Legends of Pegasus nach – ein Spiel, so verbuggt und schlecht, dass es aus dem Steam Store geworfen wurde. Allerdings erst Monate nach Release.

Was ist das Problem?

GameZone, DSOgaming und sogar Golem seien hier als Beispiele für lautstarke Kritiker aus den Reihen der Journalisten aufgeführt. Wobei es fast unnötig ist alle drei aufzuführen, da sie sich größtenteils auf die gleichen Beschwerdequellen beziehen: Qwiboo und Puppygames. Beide Entwickler beklagen, dass das Rückerstattungssystem von Steam missbraucht wird. Dass Leute die Spiele kaufen und kurz vor Ablauf der zwei Stunden zurückgeben, die Verkaufszahlen eingebrochen sind und das ganze System überhaupt unfair gegenüber Indie-Entwicklern ist – denn vorher gab es ja kaum Rückerstattungen. Zur Unterstreichung ihrer Argumentation präsentieren sie jeweils eine Grafik mit Verkaufszahlen.

Sag uns deine Meinung:

Auch interessant!

WWE 2K18 – Neuer Patch im Anmarsch

Nachdem wir uns bereits im Test zu WWE 2K18 über die vielen Bugs beschwert haben, ...