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Elite: Dangerous – Review: Ein Restaurant am Ende des Universums

16. Januar 2015

Elite: Dangerous – Review: Ein Restaurant am Ende des Universums

Der nächtliche Himmel kann eine ziemlich interessante Sache sein. Besonders in klaren und kalten Winternächten bekommt man einen faszinierenden Ausblick auf das All. Wer wie ich in einer Großstadt wohnt, der bekommt so einen Ausblick eher selten. Wenn man ihn aber mal bekommt, dann realisiert man oft, wie klein und unbedeutend man selber in diesem Haufen aus Sternen und Planeten ist. Wie faszinierend wäre es, wenn man nicht nur seinen Balkon, sondern auch den Planeten (und warum nicht gleich das ganze Sonnensystem?) verlassen und durch die Galaxie reisen könnte? In der Realität bleibt das zumindest zum Teil noch ein Traum. Gut, dass die Reise durch die Galaxie zumindest virtuell möglich ist. In Elite: Dangerous können wir nämlich den kleinen blauen Planeten mit dem Namen Erde verlassen und weiter reisen, viel weiter …

Milky Way ohne Schoki

Elite: Dangerous bietet uns als Spieler nämlich nicht nur das Sonnensystem als Spielwiese, sondern mit der Milchstraße gleich die gesamte Galaxie. Als einsamer Commander eines kleinen Schiffes werden wir auf die Galaxie losgelassen und machen sie je nach Vorliebe sicherer oder unsicherer und uns selbst hoffentlich reicher. In der Science-Fiction Literatur gibt es Strömungen, die ein sehr rosiges Bild von der Zukunft zeichnen. Das Universum lebt in kosmischer Harmonie, es gibt weder Kriege noch Krankheiten oder Armut und das größte Problem ist, dass der esoterische Tanzkreis am Dienstag ausfällt, weil das kosmische Karma gerade nicht optimal ist. Das mag grundsätzlich vielleicht durchaus erstrebenswert sein. Dürfte aber als Videospiel ziemlich öde und langweilig sein. Gut, dass in Elite: Dangerous die Galaxie da wesentlich gnadenloser ist.

Benjamin Fleschenberg

Benny hat mit der Zockerei angefangen, als man sich auf dem Schulhof noch zwischen SEGA und Nintendo entscheiden musste. Er hat sich für den SEGA Mega Drive entschieden und die Entscheidung bis heute nicht bereut. Mit dem Geld zur Konfirmation gab es dann den ersten eigenen Rechner. Nach wie vor dem Rechenknecht treu ergeben und deshalb hauptsächlich in Genres unterwegs, die dort zu Hause sind.