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Einsteigerguide – Make your Stream come true

Aha! Ihr wollt also streamen? Ihr wollt eure Games live ins Netz stellen und andere Menschen begeistern? Ihr wollt Menschen unterhalten und.. ja, schon gut. Ihr wollt all das. Aber was braucht ihr zu Beginn? Wo fangt ihr an? Wir geben euch einen Crashkurs und machen euch fit für den ersten Stream.

Grundvoraussetzungen

So, um überhaupt streamen zu können, benötigt ihr natürlich einen PC oder eine handelsübliche Konsole der aktuellen Generation. Zweiteres werden wir hier allerdings aufgrund der einfachen Handhabe nicht beleuchten, sondern ausschließlich auf EINEN möglichen Weg für PC-Nutzer eingehen. Euer PC sollte grundsätzlich relativ up to date sein und mindesten 12 GB Arbeitsspeicher, einen Intel Core I5-Prozessor und zumindest eine 2 GB Grafikkarte verbaut haben. Leider reicht es auch in Sachen Streaming nicht aus, eine dicke Leitung zu haben, man muss auch mit ihr umgehen können.

Sollte euer PC unter diesen Anforderungen liegen, wird es leider Zeit nachzurüsten, um euch und euren Zuschauern einen angenehmen Stream zu ermöglichen. Natürlich gibt es auch jene, die mit weitaus weniger Hardware einen Stream beginnen, doch sind das zumeist auch jene Menschen, die lachend mit blanken Füßen auf Lego springen, um einfach gegen den Strom zu schwimmen und im besten Falle einen Gegenbeweis zu liefern. Diese Menschen lassen wir hier außer Acht.

Leider muss euer System künftig nicht nur die Last des Games bewältigen, sondern simultan auch andere Programme stämmen und einen massiven Datenaustausch berechnen können. Das bedarf vor allem viel Rechenleistung und führt bei Überforderung des PCs oft zu ruckelnden Streams oder zu Systemüberhitzungen. Gebratene CPU auf gedünstetem Mainboard ist nicht so euer Ding? Dann folgt lieber unserem Rat.

Software und Grundlagen zur Einrichtung

Ach euer System ist bereits fit und up to date? Ja, dann braucht ihr jetzt nur noch eine Software für die Übertragung. „MEEEEP! Brauche ich nicht! Meine Grafikkarte kann das auch so!“ Das ist schön, ich wiederhole also nochmal: „IHR BRAUCHT EINE SOFTWARE FÜR DIE ÜBERTRAGUNG! Denn mit dieser habt ihr wesentlich mehr Kontrolle und dutzende Möglichkeiten das übertragene Bild anzupassen. Trust me, I’m Media. Hier bietet sich unter anderem die gängige und kostenlose Software OBS (Open Broadcaster Software) an. Mit Hilfe jener Software könnt ihr euch das zu übertragende Bild frei zusammenstellen und dabei ganz leicht auch einige Änderungen an den Übertragungsoptionen vornehmen. Stream ist nämlich nicht gleich Stream und nur weil ihr eine dicke Leitung habt, müsst ihr sie nicht komplett nutzen (hach, ich liebe diese Anspielungen). Installiert und öffnet jetzt aber erstmal OBS.

Open Broadcaster Software 1

Fertig? Das ging schnell. Ihr seht euch einem großen grauen Fenster gegenüber.

Open Broadcaster Software 2

Nein, das ist nicht der deutsche Sommer, sondern euer künftiger Arbeitsplatz. Hier bastelt ihr euch gleich den Stream zusammen und erlebt, was hinter den Türen großer TV-Sender geschieht. Die machen im Grunde nichts anderes – nur eben im TV.

Unten links findet ihr das Fenster „SZENEN“. Hier könnt ihr per Rechtsklick ein Dropdownmenü aufrufen, in dem ihr jetzt nun „Szene hinzufügen“ wählt. „WTF AM I DOING?“ Ganz ruhig. Ihr habt jetzt eine Szene erschaffen. Das ist im Vergleich zum TV wie eine Kameraeinstellung oder sogar ein ganzes Format. Für unser Beispiel nennen wir die Szene mal „Liveübertragung“.

Open Broadcaster Software 3

Glückwunsch! Ihr habt eine Szene!
Rechts daneben im Fenster „Quelle“ wählt ihr nun aus, was ihr in dieser Szene zeigen wollt. Auch hier könnt ihr über den Rechtsklick in den weißen Bereich einfach das Menü aufrufen. Wählt das einzig mögliche „Hinzufügen“ und dann für dieses Beispiel „Monitoraufnahme“. Den Namen könnt ihr erstmal beibehalten, dann wisst ihr später, was ihr ausblenden müsst.

Ja, wieder ein graues Fenster. Hier wählt ihr jedoch nur aus, welchen Monitor ihr anzeigen könnt, sofern ihr mehr als einen Monitor habt. „Und der ganze andere Mist hier?“ ..ist erstmal nicht wichtig. Wir sorgen jetzt erstmal für einen 0815 Stream. Klickt auf OK und seht, wie „Monitoraufnahme“ unter Quellen erscheint. Nein, dafür lobe ich euch noch nicht. Zuerst zeige ich euch die Magie.. Klickt mal auf „Stream Vorschau starten“
Woaaaaaaah! Magic! Nein, stoppt nochmal die Vorschau, das kann sich ja keiner ansehen.

OBS hat das von euch gewünschte Bild aufgenommen und live wiedergegeben. Das ist das Grundprinzip des Streaming. Doch ist das nicht, was ihr übertragen wollt, oder? Nein, ihr wollt ZOCKEN! Und CHATTEN und und und ZOCKEN!

Ok, dann wird es jetzt etwas komplizierter. Unter Quellen könnt ihr auch die Quelle „Gameaufnahme“ wählen. Also eine Live-Ansicht eures aktuell gespielten Games. Solltet ihr noch vom Schlag der „Ein-Monitor-reicht-User“ sein, wird das für euch nun weniger einfach. Je mehr Bildschirme ihr habt, desto besser und einfacher wird es. „Gameaufnahme“ ist leider mit nur einem Bildschirm schwer zu überwachen. Denn habt ihr ein Spiel gestartet und wählt es in jenem Menü aus, so wird es jedoch erst im Vorschaufenster auftauchen, sobald ihr es als Anwendung anklickt.
Bei nur einem Monitor bedeutet das zumeist, dass euer Spiel als Fullscreenanwendung OBS verdeckt – is doof, kannste aber nicht ändern. Startet das Spiel also lieber im Fenstermodus und stellt so sicher, dass ihr es noch zur Seite schieben könnt. Alle Dual-Monitorler und höher: Ihr legt OBS einfach auf den Linken Monitor, zumindest bis zum Zocken. Wählt jedoch alle euer Spiel als Anwendung in OBS als Quelle aus.
So, da habt ihr nun 2 Quellen auf ein Mal. Schaut mal, was passiert, wenn ihr die Vorschau nochmal startet. Noch immer nicht richtig, hm? Ja, das ändern wir jetzt.

Schritt 2: Das arrangieren des Bildes.

Open Broadcaster Software 4
Noch immer nur der Monitor zu sehen und kein Spiel? Könnte daran liegen, dass A hinter B liegt, Einstein. Klickt also mal auf Monitoraufnahme, so dass es blau markiert ist. Danach auf den „Szene bearbeiten“-Button rechts daneben. Es müsste jetzt eine rote Linie um das Bild herum erscheinen. Diese könnt ihr nun mit der Maus wie ein Fenster herumschieben und verkleinern. Probiert es mal aus! „Die Gameaufnahme ist noch immer schwarz!“ Jap, wie gesagt bleibt sie das auch, bis ihr aktiv ein Spiel auswählt. Solltet ihr die Quelle von „Gameaufnahme“ erneut wechseln wollen (beispielsweise ein Wechsel des gespielten Spiels während des Streamings), reicht ein doppelter Linksklick auf „Gameaufnahme“, um wieder in die Optionen zu kommen. Notfalls aktualisiert hier nochmal, damit alle Anwendungen in der Liste auftauchen. Wählt dann einfach das neue Game und klickt auf „OK“.

Klickt aber bitte nochmal mit rechtsklick in das weiße Fenster von Quellen und schaut euch die vielen Optionen an. Ich werde euch kurz erklären, was wofür gedacht ist:

  • Fenster: Richtig geraten! OBS nimmt ausschließlich EIN FENSTER auf.
  • Monitor: Obvious.. Der ganze Monitor wird aufgenommen.
  • Bild: Hier könnt ihr ein Bild aus euren Dateien suchen und im Screen einblenden. Vor allem PNGs sind hier gut als Overlay für euren Stream geeignet. Overlay? Na, dazu kommen wir später.
  • Diashow: Zeigt eine Auswahl von euch gewählten Bildern an.
  • Globale Quelle: Wichtig! Für jede neue Quelle müssen die Optionen neu eingestellt werden. Wählt ihr jedoch zum Beispiel die Webcam als „globale Quelle“ und stellt sie passend ein, so könnt ihr sie auch in anderen Szene verwenden ohne sie neu einstellen zu müssen. Jede Änderung überträgt sich automatisch auf alle Szenen.
  • Text: Ja, es blendet Text ein. Sogar in Farbe, wenn ihr wollt.
  • CLR Browser: Wiedermal tricky! Kennt ihr zufällig „Alerts“? Die aufpoppenden Bilder und Animationen in den Streams anderer Streamer? Hierbei handelt es sich oft um eine Fensteraufnahme, die erst eingeblendet wird, wenn jenes Fenster auch etwas anzeigt (einen neuen Follower zum Beispiel). Leider muss man bei all den ganzen Einblendungen und Texten ziemlich viele Fenster öffnen, was stark an der CPU lutschen könnte. Ein CLR Browser minimiert diesen Verbrauch, indem er direkt auf einen Weblink zugreift und so die gewünschte Animation anzeigt. Tipeeestream ist hierfür eine von vielen Adressen. Ob nun Follower-Alert oder Subscriber-Counter – hier stellt ihr alles für euren Stream ein und erhaltet direkt einen CLR Browser-Link, den ihr in OBS einfügen könnt. Im Fortgeschrittenen Kurs werden wir das aber etwas genauer beleuchten.
  • Videogeräte: Facecam, Dogcam, Was-auch-immer-Cam, hier findet ihr sie.
  • Gameaufnahme: Im besten Fall zeigt OBS eure Spielansicht.
  • Video: Pause gefällig? Dann blende doch einen netten Clip für deine Zuschauer ein und geh pullern.

Wichtig: Bist du zufrieden mit deinem Arrangement der Szenen, dann geh links oben auf „Datei (f)“ und dann auf „Speichern“. Andernfalls musst du all diese Einstellungen beim nächsten Reboot erneut wiederholen.

Wenn ihr jetzt denkt, das sei ziemlich viel für den Anfang, dann habt ihr durchaus Recht. Doch solltet ihr alles hier gelesen, verstanden und für euch umgesetzt haben, müsstet ihr es zumindest schon schaffen, euer Spiel einzublenden und eure Facecam darüber zu legen. Was? Die Facecam ist hinter der Gameaufnahme? Rechtsklick auf die Quelle und einfach über „Reihenfolge“ neu anordnen. Jetzt alles startklar? Super.

3 Kommentare

  1. Coole Sache! Finde es klasse, dass ihr jetzt auch etwas andere Posts anbietet. Weiter so! :)

    Und Raz? Ich drück‘ dir die Daumen für’n Zahnarzt. Ist immer eine blöde Sache.

    PS: Wenn ich auf der zweiten Seite bin (das bin ich gerade), verhaut mir die Website, die gesamte Page. (div vergessen, oder so).

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