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EA – Ausrichtung der Branche stört Core Gamer

EA Electronic Arts

In einem Interview mit der Internetseite gamesindustry hat Peter Moore, COO von EA, über die wachsende Videospiel-Branche und die mit dem Wachstum verbundenen Chancen und Probleme gesprochen.

Besonders in mobilen Spielen sieht Moore eine große Zukunft.

Ich denke, wir befinden uns auf dem Weg in ein beinahe goldenes Zeitalter des Gamings, in dem es nichts zur Sache tut, wo du bist, zu jeder Zeit, jedem Ort, jedem Preispunkt, jeder Zeitmenge gibt es ein Spiel für dich.

In der letzten Zeit sei die Branche stark gewachsen. Es ist nicht nur ein Wachstum in die Höhe, sondern auch in die Breite: Mit der Entwicklung werden neue Geschäftsmodelle, auch für EA, nötig meint Moore, denn es gebe immer mehr Kunden, die ebenso immer mehr unterschiedliche Sachen wollen. Moore sagt dazu:

„Wir können sie entweder ignorieren oder sie wahrnehmen, und bei EA haben wir entschieden, sie anzunehmen“

Mit der steigenden Diversität verschrecke man jedoch einen anderen Kreis: die Core Gamer. Diese stellen sich gegen die Änderungen auf dem Videomarkt. Besonders Free-to-Play-Spiele mit Mikrotransaktionen seien ihnen ein Dorn im Auge, jedoch auch Spiele auf sozialen Plattformen.

Moore sieht das jedoch anders: Man müsse sich als Entwicklerfirma anpassen, und das sei das Ziel bei EA. Es habe sich bereits viel verändert. Statt mit einer „Launch and Leave“-Taktik, werden Spiele nun tatsächlich als Service angeboten. Das bedeutet, dass sie nicht nur entwickelt und auf den Markt geworfen werden, sondern dass man, auch über die Zeit nach dem Release hinaus, weitere Inhalte für die Spiele entwickelt. Etwa 35 Prozent der eigenen Mitarbeiter seien derzeit genau damit beschäftigt.

Moore vergleicht den Wandel der Videospiel-Branche mit dem, den die Musik-Branche ebenfalls mitmachen musste:

„Wir, als eine Industrie, müssen Änderungen annehmen. Wir können nicht Musik sein. Wir können nicht Musik sein! Denn Musik sagte ‚Leck mich! Du wirst eine CD für 16.99 $ kaufen, und wir werden 14 Lieder darauf setzen, von denen du an zwei interessiert bist, aber du wirst unsere CD kaufen.‘ Dann schreibt Shawn Fanning ein oder zwei Zeilen Code, Napster kommt, und die Konsumenten übernehmen die Kontrolle.“

Obwohl er selbst ein Traditionalist sei und die Kritik der Core Gamer verstehe, sieht Moore eigentlich kein Problem. EA und alle anderen Unternehmen seien nur dem Wandel der Zeit und den Wünschen der Community unterlegen.

„Ich denke nicht, dass es irgendjemand mögen muss. Ich denke, das ist, wohin es geht. Das ist wie ich selbst, ich werde grantig ob einiger Dinge, aber wenn der Strom des Fortschritts fließt und ich versuche, mein Kanu in die andere Richtung zu paddeln, dann werde ich wahrscheinlich schlecht wegkommen.“

Eine klare Ansage, die Peter Moore da macht. Was denkt ihr darüber? Sind Mobile-Games die Zukunft? Oder befindet sich der Konzern mit der Einstellung auf dem Holzweg?

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