Artikel In eigener Sache Specials

Die besten Spiele des Jahres – Unsere Gaming Highlights 2016

12. Dezember 2016

Die besten Spiele des Jahres – Unsere Gaming Highlights 2016

[2016 aus der Sicht von Caroline]
Dieses Jahr hatte für mich sehr viele Highlights. Ich genoss die vielen ruhigen Momente, die mir die fantastischen Indies in diesem Jahr bescherten und machte auch den ein oder anderen Abstecher in das AAA-Gefilde. Die Wahl der fünf besten Spiele des Jahres fiel mir letzten Endes tatsächlich schwerer als in den Jahren zuvor. Ganz knapp verpasst hat diese Liste beispielsweise Watch Dogs 2, welches mich sehr positiv überraschte. Oder auch Planet Coaster, das mir nach Jahren wieder ein echtes Rollercoaster Tycoon Feeling vermittelte. Oder eben all die kleineren Titel wie Oxenfree, Starbound oder das endlich fertige Prison Architect. Wer sich mit Ellenbogen an all jenen Spielen vorbeigedrängelt hat? Spoiler: weiterlesen.

Firewatch

[dropcap]Firewatch[/dropcap]Zwei vertonte Charaktere in einem Spiel. Ein großes Naturschutzgebiet mit eigenwilligem Stil. Eine fantastische Synchronisation. Reicht das, um bei einer enorm kurzen Spielzeit zu einem Spiel des Jahres zu werden? Aber natürlich. Firewatch ist eines dieser wenigen Spiele, welche noch lange Zeit im Gedächtnis verweilen. Die Beziehung der beiden Hauptdarsteller des Spiels bewegt, regt zum Nachdenken an und zieht einen vollkommen in die Spielwelt. Und als ob das nicht genug wäre, gibt es per Post noch die entwickelten Fotos des Spiels in klassischer Fototasche. Wer Firewatch noch nicht gespielt hat, sollte das unbedingt nachholen, egal welche Genres sonst präferiert werden.

Stardew Valley

[dropcap]Stardew Valley[/dropcap]Es ist noch immer unfassbar, dass Stardew Valley von einer einzigen Person entwickelt wurde. Wer vermutet, dass das hier nur ein billiger Farmville-Abklatsch in knuffiger Pokémon-Grafik ist, der täuscht gewaltig. Stardew Valley hat mehr Spieltiefe als ein No Man’s Sky. Wir dürfen nicht nur unser Feld bestellen, sondern auch heiraten, die Jahreszeiten genießen, Fischen, Sammeln, Kochen und ein Haus bauen. Und noch viel mehr dazwischen. Irgendwann soll dann auch noch der Koop-Modus kommen und vielleicht wird dann das Internet erneut explodieren.

Forza Horizon 3

[dropcap]Forza Horizon 3[/dropcap]Wenn man mich mit Genres jagen kann, dann eigentlich nur mit Sportspielen oder mit Rennspielen. Was vor allem an vollkommen nerviger Gummiband-KI der Konkurrenz liegt. Bisher hat mich in meinem Leben nur ein Rennspiel begeistert und das war vor Jahren Blur. 2016 kommt ein zweiter Titel hinzu, der vollkommen anders als das damalige Mario Kart für Erwachsene ist und doch vollkommen genial. Ein Open World Spiel mit Kampagne, Koop und einem Auto als Hauptdarsteller. Da ich den Vorgänger nie gespielt habe, war das für mich neu und direkt sehr fantastisch. Neben der hübschen Grafik kommt noch ein sensationeller Soundtrack hinzu, welcher die malerische Kulisse in und um den australischen Outback nochmals aufwertet.

Orwell

[dropcap]Orwell[/dropcap]Mediale Überwachung ist nicht erst seit heute das große Angstthema. Doch vor allem heute gehen wir mit unseren Daten meist sorgloser um, als wir das sollten. Zu wenig berücksichtigt unser Gegenwarts-Ich, was unserem Zukunfts-Ich vielleicht schaden könnte. Orwell nimmt sich dieser Thematik mit dem Hintergrund der Terrorgefahr an. Wir entscheiden, welche Details wichtig sind, aber wir entscheiden auch, ob wir auch unwichtige Details sammeln. Nicht nur der Datenschutz, sondern auch die Terrorgefahr an sich erscheint so in einem neuen Licht. Ein wichtiges Spiel in diesem so gebeutelten Jahr.

The_Witcher_3_Wild_Hunt_Blood_and_Wine_Thanks_for_reaching_out

[dropcap]The Witcher 3: Blood and Wine [/dropcap]Das Beste kommt zum Schluss, könnte man mal wieder meinen. Ich habe tatsächlich erst sehr spät in diesem Herbst das finale Finale des Witchers mitgenommen, um würdig Abschied nehmen zu können. Die Reise nach Touissant ist andernorts ein eigenes Spiel und hier eben ein sensationelles Addon. Und wieder einmal zeigt uns der Hexer, dass es nicht nur auf die äußeren, sondern auch auf die inneren Werte ankommt. Blood and Wine kann nicht nur schön, es kann auch fantastisch.

Mach es gut, Geralt. Ich werde dich vermissen.

Caroline Valdenaire

Caro blickt auf eine abwechslungsreiche Spielekarriere zurück - schließlich darf sie sich schon seit Mitte der 90er ein Zockerweibchen nennen. Am liebsten spielt sie im Team, damit sie dann alle - wie im echten Leben - bemuttern kann. Inzwischen haben es ihr vor allem die Survivalspiele angetan. Bei Gameplane ist sie irgendwie Mädchen für alles, hauptsächlich aber Madame Chefredakteurin.