Home » Artikel » Reviews » Diablo 3: Reaper of Souls – Review
Diablo 3 - Kreuzritter

Diablo 3: Reaper of Souls – Review

Nach dem Fall von Diablo, im Hauptspiel Diablo 3, schien erst einmal alles friedlich. Tyrael hat die Horadrim neu gegründet, um den Seelenstein in Westmark zu bergen. Völlig unerwartet taucht der verschollene Engel Malthael als Engel des Todes wieder auf und bemächtigt sich des Seelensteins, in dem nun alle Herrscher der Hölle gefangen sind. Unser Ziel ist es, den Engel des Todes zu finden und zu töten.

In Diablo 3:Reaper of Souls hat Blizzard sich mit den Vorschlägen der Spieler auseinandergesetzt und ein Addon erschaffen, dass sich viele seit langem gewünscht haben. Neben einer neuen Klasse und einem neuem Akt, gibt es nun auch den ersehnten Abenteuermodus, der für genug Endgame-Content sorgt. Wir haben den Kreuzritter von Stufe 1, bis zur neuen Maximalstufe 70 gespielt und klären auf, ob sich der Kauf lohnt.

Der Kreuzritter

Mit dem Kreuzritter hat eine neue Klasse in das Spiel gefunden. Als standhafter Krieger der Zakarum sorgen wir mit einem Flegel und hohem Schild, für massive Lücken in den Reihen der Dämonen. Mit der Kraft der Himmel ausgestattet, stürzen wir in die Massen, schleudern unsere heiligen Hämmer und werfen mit dem Schwert der Gerechtigkeit.

Freunde des Fernkampfes werden ebenfalls bedient. Neben Schildstößen und schwingenden Flegelattacken, gibt es auch mächtige Blitze und Wurfgeschosse, die aus sicherer Entfernung abgefeuert werden. Passend dazu, können ab Stufe 61 riesige, zielsuchende Gesteinsbrocken beschworen werden, die für eine bestimmte Zeit auf die Gegner niederregnen.

Mit Hilfe der Macht des Himmels, ruft der Kreuzritter seine treuesten Gefährten herbei, die ihn im Kampf bei Seite stehen. Das können Pferde, Bogenschützen und eine Leibgarde sein. In brenzligen Situationen, steigt der Kreuzritter auf ein Ross und reitet entweder davon oder direkt durch die Gegner hindurch. Das Ross wird auch dringend benötigt, denn die schweren Rüstungen sorgen für eine träge Bewegungsgeschwindigkeit. Wer also mal eben etwas erledigen möchte, der sollte sich eine andere Klasse aussuchen.

Akt 5: Die Westmark

Zu Beginn des neuen Akts, werden wir auf merkwürdige Ereignisse aufmerksam gemacht. Den Lebenden werden die Seelen entzogen, so dass nur noch leere Hüllen unseren Tod suchen. Wir schlagen uns also durch diese seelenlosen Körper zur Stadt Westmark durch um zu erfahren, dass Malthael, der Engel des Todes, für diese Situation verantwortlich ist. Unsere Aufgabe ist es also, diesem Debakel ein Ende zusetzen, in dem wir Malthael finden und erledigen.

Die Suche führt uns durch die engen und düsteren Gassen von Westmark. Überall liegen Leichen, die von den so genannten Seelenerntern ausgesaugt wurden. Neue, wirklich spannende Kreaturen stehen uns im Weg und sorgen mit ihrer Todesmagie dafür, dass wir uns nur schwer fortbewegen können. Sie beschwören schaurige Geister und schnelle Untote, eine Art Update der Untoten aus dem ersten Akt. Während wir mit dem Beseitigen dieser Kreaturen beschäftigt sind, fällt Urzael, ein abtrünniger Engel, über die noch verschonten Stadtteile her. Wir sehen im Hintergrund nur noch, wie alles in Flammen aufgeht. Bevor wir unsere Suche also fortsetzen können, müssen wir Urzael bekämpfen. Auf dem Weg zu Urzael, durch die brennenden Straßen des Adelsviertel von Westmark, finden wir zahlreiche Nebenaufgaben. Wir helfen untergetauchten Soldaten und bekannten Gesichtern aus den bereits besuchten Akten. Es gibt scheinbar überall etwas zu entdecken und zu erledigen. Etwas. dass wir in den ersten Akten vermisst haben.

Nach dem wir Urzael erledigt haben, geht es weiter mit der Suche nach Malthael. Eine heiße Spur verrät uns, dass Adria die Hexe mehr über den Aufenthaltsort von Malthael weiß. Sie befindet sich in den Ruinen der Nephalem, in der Nähe der Blutmarschen – eine blutrote Sumpflandschaft, in der es nur so von Kreaturen wimmelt. Hier werden wir mit Giftpfeilen bespuckt und mit Maden bombardiert.

Die Ruinen sind da aber auch nicht viel besser. Hier erwarten uns die beschworenen Dämonen von Adria selbst. Als wir einen dieser Dämonen töteten, hatte dieser das Bedürfnis zu explodieren und den Boden mit einem Pentagram zu zeichnen. Auch in ruhigen Situationen fühlten wir uns in den dunkeln Gewölben nicht wohl – Geister flüsterten durch die Wände.

Wir sind schnell durchmarschiert und haben Adria gefunden, die sich dann in einen Dämonen mit knochigen Flügeln verwandelte. Sie beschwörte Blutwürmer, die aus einer Blutfontäne in einem Teich hervorschossen. Wie es sich für einen Vollstrecker der Zakarum gehört, haben wir dafür gesorgt, dass Adria für ihre Verbrechen bestraft wird. Leah hat uns das zwar nicht zurückgebracht – aber den Durst nach Rache gestillt. Außerdem konnten wir herausfinden, wo sich Malthael befindet. Er versteckt sich in der Festung des Wahnsinns und versammelt dort alle Seelen, die er den Lebenden stiehlt.

Also machen wir uns auf den Weg zur Festung des Wahnsinns, um Malthael den Gar aus zu machen. Auf dem Weg dorthin überqueren wir die alten Schlachtfelder, auf denen Engel und Dämonen seit unzähligen Zeitaltern gegeneinander antreten. Wir helfen den Engeln dabei, ihre größten Kriegmaschinen zu aktivieren, entdecken Portal-Kreaturen, die beim Tod ein Portal in ein vergessenes Reich öffnen und reißen die Tore der Festung mit einem Rammbock ein.

In der düsteren Festung finden wir zahlreiche Aufzeichnungen, zur Herkunft der Nephalem. Außerdem erfahren wir mehr über die Beweggründe von Malthael, die er in Büchern niedergeschrieben hatte. Malthael lässt sich in menschlicher Form nicht besiegen, da er der Tod selbst ist. Wir müssen uns als die Kräfte des Todes aneignen, um überhaupt Schaden ausrichten zu können. Hierfür befreien wir uralte Kreuzritter, die uns mit der Macht des Todes belohnen. Als wir dann endlich vor ihm stehen, fällt der gehobene Schwierigkeitsgrad sofort ins Auge. Malthael ist selbst auf Normal kein einfacher Gegner. Er besprüht den Boden mit eisiger Kälte und verursacht unglückliche Blutungen – mit seinen Klingen. Kurz bevor wir ihn erledigen, ruft er den Seelenstein zu sich, zerstört ihn in mehrere Splitter, die er dann in sich aufnimmt. Mit den neuen Kräften kochen naheliegende Gitter mit Feuerbrunsten über, die für schwere Verbrennungen sorgen. Letztenendes haben wir ihn besiegt und den Seelenstein zerstören können. Doch was uns jetzt erwarten sollte, ist schlimmer als jeder Höllendiener zuvor: Es gibt keine Render-Sequenz, nur grobe Artworks und ein offenes Ende. Schade.

Der Abenteuermodus

Neben der wirklich gelungen Kampagne für alle Liebhaber unter uns, bringt uns Reaper of Souls auch den angekündigten Abenteuermodus. Das Ganze spielt kurz nach den Ereignissen des Hauptspiels und der Erweiterung. Da das Böse aber niemals ruht, gibt es auch hier, noch eine Menge zu erledigen – Kopfgelder und eine Menge Ruhm erwarten uns.

Wir können an jeden beliebigen Ort reisen, ohne die Kampagne spielen zu müssen. In jedem Akt erwarten uns 5 Kopfgelder. Das können schwere Elite-Gegner aber auch verfluchte Schreine, Truhe und brenzlige Situationen sein. Jemand der in der Kampagne jeden Winkel untersucht hat, wird hier Vieles wiedererkennen, dafür ist aber für genügend Endgame-Content gesorgt. Nach jedem Start, werden die Kopfgelder zufällig angeordnet und die Chance auf so genannte Nephalem-Portal-Schlüssel-Fragmente erhöht. Diese benötigen wir, um das Nephalem-Portal zu öffnen. In diesem Portal finden wir in zufällig generierten Ebenen, zufällig generierte Monster-Truppen, gegen die wir antreten müssen. Haben wir den Endgegner erledigt, warten auf uns eine Menge Gold, Erfahrung und Belohnungen. Auch Blutsteine bekommen wir Haufenweise vor die Füße geschmissen. Diese können wir dann bei einer Händlerin in zufällige Gegenstände eintauschen. Mit etwas Glück, erhält man exklusive legendäre Gegenstände – wir hatten allerdings noch kein Glück.

Fazit

Blizzard? Gut gemacht! Mit Diablo 3: Reaper of Souls hat Blizzard das Diablo erschaffen, was wir uns schon so lange gewünscht haben. Der neue Akt ist momentan das Beste, was das Genre zu bieten hat. Die neue Klasse passt gut in das Gesamtpaket und der Abenteuermodus sorgt auch am Ende, für abwechslungsreiche Abenteuer. Im Großen und Ganzen haben wir allerdings, vor allem für den Preis von 40€, mehr erwartet. Für 40€ ist da einfach viel zu wenig enthalten. Vergleichbare Spiele wie Path of Exile oder Torchlight 2, bieten da wesentlich mehr und das kostenlos oder günstiger. Warten wir einfach mal ab, was Blizzard uns noch so zu bieten hat.

Sag uns deine Meinung:

Auch interessant!

Destiny 2

Review: Destiny 2 – So wie es damals sein sollte

Am 06. September war es soweit. Destiny 2 erschien endlich und Spieler dürfen sich seitdem ...