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Preview: Cuphead – Ein knallharter Cartoon

Bereits zur E3 im Jahr 2014 wurde Cuphead der Öffentlichkeit präsentiert: Ein Platformer, der vor allem durch seinen einzigartigen Grafikstil in dem Gedächtnis der Leute blieb. Nach mehr als drei Jahren nähert sich die Entwicklung nun dem Ende. Daher haben wir die Chance genutzt und das Spiel auf der gamescom 2017 angetestet.

So schön!

Natürlich müssen wir an dieser Stelle einen Kommentar zum Grafikstil los werden. Dieser orientiert sich an den Cartoons der 30er Jahre und ist komplett handgezeichnet. Aus jeder Ecke des Spiels tropft diese Inspiration: Sei es bei den Animationen der Charaktere oder Hintergründe, der Oberwelt oder den Gegnern, alles wirkt, wie aus einer anderen Zeit. In genau dasselbe Horn bläst dabei auch die musikalische Untermalung, die von einem Jazz-Musiker eingespielt wurde.

So schwer!

Lasst euch jedoch nicht von der niedlichen Cartoon-Fassade täuschen. Hinter der Fassade erwartet euch ein knallharter Platformer, der seinen Fokus vor allem auf krasse Bosskämpfe legt. In einer Oberwelt habt ihr Zugriff auf die Level und außerdem die Möglichkeit, euch mit verschiedenen Charakteren auszutauschen.

Sobald ein Level startet, beginnt die Anspannung: Von allen Ecken kommen Feinde auf euch zu und wollen euch daran hindern, voranzukommen – und das zu Beginn mit Erfolg. Nach und nach erlernt ihr aber die Feinheiten des Spiels, zu denen auch die zwei (jedenfalls gab es diese Anzahl in unserer Demo) unterschiedlichen Schussarten der Hauptfigur gehören: Ein Streuschuss, bei dem die Projektile nicht so weit fliegen, dafür aber viele Gegner treffen und ein gradliniger Schuss, der weiter fliegt, aber nur ein Projektil beinhaltet. Doch trotzdem werdet ihr des Öfteren ein Level von Anfang an erneut beginnen müssen, während ihr das Level verinnerlicht.

Falls ihr nun denkt, dass dies die einzige Schwierigkeit war, habt ihr euch getäuscht. Denn auch die Bosse fordern alles von euch und ihr müsst die Angriffsmuster auswendig lernen, um in den Kämpfen bestehen zu können. Falls ihr jedoch nicht so frustresistent seid, haben die Entwickler einen Easy Mode für euch eingebaut, bei dem das Spiel ein wenig einfacher gemacht wird, jedoch ohne zu einem Spaziergang zu werden.

Solltet ihr Wert darauf legen, ein Spiel im Coop-Modus zu zocken, seid ihr bei Cuphead genau an der richtigen Adresse. Denn der Titel wird mit solch einem Modus daherkommen, in dem ihr euch zusammen mit einem Freund durch die bunte Welt hüpft und ballert.

Erscheinen soll Cuphead am 29. August für Xbox One und Windows PC. Versionen für macOS und Linux sollen später folgen.

Fazit

Ich muss zugeben, dass ich bei Cuphead einen seichten Plattformer erwartet habe, der weder besonders schwierig ist, noch einzigartig ist, abgesehen vom Grafikstil. Doch da habe ich mich ziemlich geirrt. Beim Probezocken kam sehr schnell das verbissene Gefühl auf, dass man sich nicht von diesem Spiel besiegen lassen möchte und alles dafür tut, das aktuelle Level zu beenden. Dabei fühlt sich das Gameplay sehr crisp und locker an.

Sollte sich das Gefühl durch das komplette Spiel ziehen, wird Cuphead ein Ausnahmetitel im Line-Up von Microsoft.

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