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Crytek – Umstrukturierung und Zukunftspläne

Das in Frankfurt ansässige Entwicklerstudio Crytek, bekannt für Ryse: Son of Rome und die Crysis-Reihe, machte vor einigen Tagen mit nicht bezahlten Gehältern an die Mitarbeiter Schlagzeilen. Heute hat das Unternehmen seine Pläne bekannt gegeben, um einen Weg aus der Krise zu finden.

Bereits seit 2014 scheint es Probleme bei Crytek zu geben. Damals wurden Mitarbeiter gar nicht oder erst Wochen später bezahlt. Schuld daran sollen enttäuschende Verkaufszahlen der hauseigenen CryEngine und des Xbox One Exklusivtitels Ryse: Son of Rome gewesen sein. Als Konsequenz daraus trennte man sich von den Rechten an Homefront: The Revolution samt Entwicklerstudio, stellte ein mögliches Sequel zu Ryse ein und schaffte es, durch einen Deal mit Amazon einen finanziellen Bankrott abzuwenden.

Vor wenigen Tagen tauchten allerdings wieder Meldungen auf, dass es beim frankfurter Entwickler Geldprobleme gibt. Mitarbeiter wurden mit Verzögerung bezahlt und ein ehemaliger Grafiker sammelte sogar Geld, um eine Anklage um sein Gehalt gegen das Studio einreichen zu können. Vor wenigen Tagen erhielten die Mitarbeiter dann endlich ihr Oktober-Gehalt und das November-Gehalt soll in wenigen Tagen folgen.

Crytek zieht nun jedoch auch Konsequenzen, die das gesamte Unternehmen betreffen. Um aus der Krise zu kommen, kündigte das Unternehmen an, wieder zu seinen Wurzeln zurück zu kehren und sich auf die eigenen Kernkompetenzen zu konzentrieren: Die Entwicklung innovativer Spiele und der hauseigenen Technologien. Das stellt einen Wandel der vor einigen Jahren angekündigten Strategie dar, sich künftig mehr auf den Free-to-Play-Markt zu konzentrieren. Crytek möchte in Zukunft weiter an der CryEngine arbeiten und diese mit Updates versorgen. Zudem will man sich wieder mehr auf die sogenannten „Premium-IPs“ konzentrieren. Damit dürften wohl Spielereihen wie beispielsweise Crysis gemeint sein.

Leider hat diese Umstrukturierung auch personelle Folgen. Crytek trennt sich von allen Entwicklerstudios, außer denen in Frankfurt und Kiew. Betroffen sind also demnach die Studios in Budapest, Sofia, Seoul, Shanghai und Istanbul. Das Unternehmen hat allerdings Pläne in Gang gesetzt, um die Arbeitsplätze zu erhalten und einen reibungslosen Übergang und eine sichere Zukunft sicherzustellen. Ob das eine Übernahme durch andere Entwickler bedeutet, ist bisher unklar.

Nachfolgend das vollständige Statement von Crytek-Mitbegründer Avni Yerli:

„Derartige Veränderungen zu durchlaufen ist uns nicht leicht gefallen und wir möchten uns aufrichtig bei jedem einzelnen gegenwärtigen und ehemaligen Crytek-Mitarbeiter für ihre harte Arbeit und Treue zu Crytek bedanken. Diese Veränderungen sind ein Teil von mehreren essentiellen Schritten die wir gehen um sicher zu stellen, dass Crytek ein gesundes und gut aufgestelltes Studio für die Zukunft ist, das hochtalentierte Entwickler beschäftigt und fördert. Die genauen Gründe hierfür wurden bereits lange und im Voraus allen Mitarbeitern kommuniziert. Unser Fokus liegt von nun an ausschließlich auf unseren Kernkompetenzen, die Crytek seit Beginn definieren: hochtalentierte Mitarbeiter, Technologien auf höchstem internationalen Niveau und innovative Spieleentwicklung. Wir glauben fest daran, dass wir aus diesem herausfordernden Prozess als agileres und wachstumsfähigeres Unternehmen hervorgehen: Aufgestellt für eine erfolgreiche Zukunft.“

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