Home » Artikel » Reviews » Broken Age: Akt 1 – Review

Broken Age: Akt 1 – Review

In unserer heutigen Review geht es um ein Adventure von den Machern von Day of the Tentacle. Die Rede ist von Broken Age, welches von Tim Schafer und dessen Firma Double Fine Productions über Kickstarter finanziert wurde.

Ein interessanter Aspekt dabei ist, dass genau dieses Spiel den großen Hype von Crowdfunding bei Computerspielen ausgelöst hat. Durch die, damals noch, ungewöhnliche Finanzierungsmethode erhielt es außerdem große mediale Aufmerksamkeit.

Ein Spiel, zwei Geschichten:

Broken Age

Am Anfang des Spiels können wir zwischen zwei Charakteren entscheiden. Doch keine Angst, egal für welchen ihr euch entscheidet, den anderen könnt ihr nach Abschluss der Kapitel dann auch spielen. (Ein kleiner Tipp aus der Redaktion. Fangt mit Vella, dem Mädchen an, sonst ist die Story ein wenig verwirrend.)

Broken AgeSo starten wir auch direkt mit Vella. Diese finden wir zu Anfang der Geschichte dösend an einem Baum vor, an dem sie sich ausruht. Doch der Frieden währt nicht lange, werden wir doch auch direkt von unserer Schwester geweckt, welcher wir in unser Haus folgen sollen.

Dort angekommen erfahren wir auch den Grund für die Aufregung. Das Maidenmahl beginnt, bei welchem verschiedene Mädchen aus der Ortschaft einer Kreatur namens Mog-Chothra geopfert werden. Dies in der Hoffnung, dass dieser daraufhin die Ortschaft beschützt und in Frieden lässt.

2014-06-12_00003Natürlich sind wir nicht ganz der Meinung der anderen Menschen und wollen nicht, dass wir geopfert werden. Diese Meinung wird auch nur von unserem Großvater geteilt. Leider der einzige intelligente Mensch in diesem Raum, was das anbelangt.

So müssen wir auch schon direkt, nachdem wir uns angekleidet haben, das erste Rätsel lösen, um den Fängen des Ungeheuers zu entkommen. Sobald dies geschafft ist, gelangen wir in die Wolkenstadt, in welcher die Geschichte weitergeht. Nun aber genug von Vella erzählt, ihr wollt bestimmt auch noch selber etwas herausfinden.

2014-05-27_00009Zeitgleich werden wir, sobald wir in der Geschichte zu dem Jungen Shay wechseln, von unserer „Mutter“ an Bord eines Raumschiffes geweckt. Nachdem wir aufgestanden sind, geht es erstmal ans Frühstück. Wie soll man schließlich mit einem leeren Magen das Universum retten?
Nachdem wir erfolgreich unser erstes Tagesmahl zu uns genommen haben, schlägt auch direkt der Alarm an. Es sind mehrere Notsituationen vorhanden, welche wir erfolgreich meistern müssen. Dabei gilt es beispielsweise ein Zugunglück zu verhindern, oder kleine knuddelige Strickwesen aus einer Eislawine zu befreien. Das dies natürlich keine echten Notfallsituationen sind, sollte jedem klar sein. Vielmehr kommt hier der Verdacht auf, dass wir nur hingehalten und beschäftigt werden.

Broken AgeSpäter jedoch, lernen wir noch einen blinden Passagier an Bord unseres Raumgefährts kennen, den Wolf Marek. Dieser erklärt uns, dass es im Universum durchaus echte Notfälle gibt, um welche wir uns kümmern können. Dabei gilt es auch immer Lebewesen zu retten. Der Wolf ist zwar eine ziemlich zwielichtige Gestalt, aber was solls. Was macht man nicht alles für die Ehre.
Später gibt es noch ein Rätsel zu lösen, wie wir das Raumschiff selbst an einen Ort steuern können, die Greifarme manuell benutzen und vieles mehr. Und mehr verraten wir an dieser Stelle auch nicht.

 

Gameplay:

Broken Age spielt sich wie ein klassisches Click- & Point-Adventure. Wir brauchen nur unsere Maus, um durch die Szenarien zu steuern. Dabei wird alles mit einem Linksklick untersucht, genommen oder benutzt. Fans von Day of the Tentacle werden hier die damals echt angesagte Steuerung vermissen, indem man immer zuerst die Aktionen anklickt und dann auf das Bild anwendet. Doch diese wäre wohl auch überflüssig, denn hier gibt es bei weitem keine so große Vielfalt an Möglichkeiten, wie beispielsweise bei einem Maniac Mansion, Day of the Tentacle oder auch Monkey Island.

Die Rätsel sind allgemein schnell und einfach gelöst. Wirklich viel Gehirnschmalz, um die Aufgaben zu lösen, wird nicht erfordert. Schade, wieder einmal ein Spiel, welches in diesem Punkt viele Möglichkeiten gehabt hätte, diese aber nicht nutzt.

Grafik & Sound:

Wer ein Spiel wie Day of the Tentacle erwartet hat, wird hier leider ziemlich enttäuscht. Der Zeichenstil der Hintergründe und Charaktere ist sehr gewöhnungsbedürftig und erinnert mehr an ein Spiel für Kinder, als für erwachsene Adventure-Fans.
Der Sound hingegen wirkt nahezu das gesamte Spiel über stimmig.

Fazit:

Broken Age ist wahrlich keine schlechte Produktion. Doch gibt es hier viele Kritikpunkte, die unten noch weiter erläutert werden. Wer ein Spiel wie Maniac Mansion, oder Day of the Tentacle erwartet hat, wird hier vollkommen enttäuscht. Es gibt bei weitem nicht den Humor, die schönen Hintergründe und die Vielfalt, wie in anderen Adventures. Wer auf ein kindliches Aussehen steht und nicht allzu hohe Erwartungen an das Spiel legt kann es sich durchaus zulegen. Vielleicht wird es ja auch in Akt 2 viel besser.

2014-06-13_00008

Sag uns deine Meinung:

Auch interessant!

Nächster Halt: Unendliche Weiten und der Traum der Raumfahrt in Spielen

Der Weltraum – unendliche Weiten. Wir befinden uns in der Gegenwart. Dies sind die Abenteuer ...