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Warlords of Draenor

BlizzCon 2014 – Änderungen in World of Warcraft

Auf der BlizzCon 2014 haben sich vier Mitarbeiter von Blizzard die Zeit genommen, ausführlich über die Änderungen in World of Wacraft: Warlords of Draenor zu sprechen.

Fähigkeiten und Talente

Den Anfang im WoW Panel hat Kris Zierhut gemacht, der als leitender Designer für die Klassen in World of Warcraft zuständig ist.

In World of Warcraft: Warlords of Draenor sind viele Talente und Fähigkeiten weggefallen, was folgende Gründe hat:

Zuerst hat das Team eine Neubewertung gemacht, welche Fähigkeiten Spaß machen und welche nicht. Anschließend hat man versucht den Aufwand für die unterschiedlichen Klassen im PvE Raid anzugleichen. Es sollte nicht eine komplexe Klasse und eine 2-Knopf-Klasse geben. Zusätzlich sollte die Anzahl der CC Effekte im Spieler-gegen-Spieler-Modus (PvP) reduziert werden. Man sollte nicht eine halbe Stunde AFK gehen können, weil man permanent aus dem Spiel genommen wird. Schließlich sollte die Heilung vereinfacht werden, da es in Mists of Pandaria nur zwei Extreme gab. Die Spieler waren entweder bei voller Gesundheit oder fast tot. Danach wurde die Anzeige der Schadens-, Heilungs-, und Lebenszahlen reduziert. Diese nahmen in World of Warcraft gigantische Ausmaße an, die kaum noch überschaubar waren. Dabei können die Charaktere immer noch die gleichen Gegner töten, die sie vor der Änderung schaffen konnten.

Welche Fähigkeiten flogen also raus?

  • Doppelungen:  Ein Magier braucht keinen Frostblitz. Die Spezialisierung Eis nutzt den Frostfeuerball, die Feuermagier den Feuerball und der arkane Magier den Arkanschlag. Dieser Zauber ist einfach über.
  • Fähigkeiten, die nicht ins Spiel passen: Ein Paladin musste für den Zauber Inquisition zuerst drei Stapel heilige Macht aufbauen, damit er anschließend Schaden machen konnte. Dieser zusätzliche Aufwand macht aus Sicht eines heiligen Kriegers keinen Sinn.
  • Fähigkeiten, die an sich nutzlos sind: Der Zauber Pflege des Druiden heilt an sich kaum etwas. Er wurde für andere Zauber gebraucht, aber den Zauber selbst brauchte niemand.
  • Totgenerft: Der tödliche Stoß des Kriegers wird nur als weiterer Knopf gedrückt, aber hat keinen wirklichen Nutzen mehr.
  • Fähigkeiten, die keinen wirklichen Effekt haben: Der Blutstoß des Todesritters wurde entfernt, weil er keinen Schaden macht und keine große Animation hat. Er war nutzlos.
  • Unzuverlässige Fähigkeiten: Die Katzendruiden mussten für die Fähigkeit Schreddern hinter dem Gegner sein, was jedoch häufig Fehlermeldungen durch die Verzögerung des Internets auswarf. Daher wurde die Fähigkeit geändert.
  • Zu komplizierte Fähigkeiten: Symbiose hat keinen Spaß gemacht. Der Raidleader gab die Vergabe meist anhand des Gegners vor und der Druide war mehr gezwungen es einzusetzen, als dass es Spaß machte, weil man sich ewig Tabellen anschauen musste, um die passende Fähigkeit zu finden.

Um die Reduzierung der Fähigkeiten zu veranschaulichen, hat Kris Zierhut die Fähigkeiten des Druiden als Beispiel angeführt.

Zu Beginn von World of Warcraft im Jahr 2004 hatte der Wiederherstellungs-Druide 21 Fähigkeiten. Nahm man die Fähigkeiten als Katze und als Bär hinzu, dann kam man auf 39 Fähigkeiten. Mit dem Patch 1.12 erhöhte sich die Anzahl auf 46 Fähigkeiten. Anschließend erschien Burning Crusade und brachte neue Talente. Die Anzahl stieg auf 51 Fähigkeiten. Darauf folgte die nächste Erweiterung und brachte mit Wrath of the Lich King insgesamt 57 Fähigkeiten. Zu Cataclysm wurden einige Talente neu geordnet, aber auch neue freigeschaltet. Wir blieben bei 57 Fähigkeiten. Erneut wurden die Talente für  Mists of Pandaria reduziert und trotzdem lag die Anzahl weiterhin bei 57 Fähigkeiten. Nun, mit Warlords of Draenor, verabschiedet man sich von unsinnigen Fähigkeiten und wir kommen immerhin auf nur 41 nutzbare Knöpfe. Wenn man alle passiven Talente auswählt, dann sogar nur auf 36. Insgesamt soll sich dadurch die Erlernbarkeit von neuen Klassen und der Wiedereinstieg für ehemalige Spieler erleichtern.

WoW - Entwicklung der Talente
World of Warcraft – Entwicklung der Talente

Heilung in World of Warcraft

Warum macht Heilen keinen Spaß?

In Mists of Pandaria gab es die sogenannte Heilpeitsche. Ein Spieler wechselte ständig zwischen zwei Zuständen. Dem Tode nah und komplett voll geheilt. Zusätzlich war die automatische Heilung (Smart Heals) in Mists of Pandaria viel zu stark. Man musste sich kaum um gezielte Heilung kümmern, sondern hat einfach seinen Knopf gedrückt und irgendwer wurde geheilt. Der Zauber hat sich selbst den Spieler mit der geringsten Lebenskraft gesucht und diesen enorm geheilt. Außerdem verfügten viele Heilerklassen über feste Rotationen. Es ging dabei nicht darum, auf bestimmte Situationen zu regieren, sondern nur darum, das feste Programm abzuspulen. Schlussendlich war der Unterschied zwischen Anfängern in der ersten Level-90-Instanz und voll ausgestatteten Spielern enorm. Der Erste konnte kaum seine Mitspieler am Leben halten, weil ihm das Mana ständig ausging, und der Letzte konnte ständig durchheilen und hatte immer noch volles Mana.

Wie also macht Heilung wieder Spaß?

Spieler bekommen in Warlords of Draenor mehr Gesundheit. Die Gesundheit der Spieler wurde nach der Zahlenreduzierung verdoppelt, sodass Monster länger brauchen, um einen Spieler zu töten. Dies gibt den Heilern mehr Zeit ihre Heilung zu planen und auf bestimmte Situationen zu reagieren. Gleichzeitig wurden Änderungen an den Smart Heals vorgenommen. Smart Heals heilen nicht mehr den Spieler mit der wenigsten Gesundheit, sondern irgendeinen Spieler, dem Gesundheit fehlt. Und wenn es auch nur ein einzelner Lebenspunkt ist. In diesem Zug wurde die Regeneration von Mana verstärkt, um vernünftige Heilung zu ermöglichen. Dabei wurde die Menge an Willenskraft reduziert. Es gibt sie nur noch auf Ringen, Umhängen, Halsketten, Waffen und Schmuckstücken. Willenskraft ist noch wichtig, aber man kann nicht mehr unendlich Mana dadurch bekommen.

Was folgt daraus?

Heilung wird wieder taktischer und Heiler haben Zeit ihre Entscheidungen zu treffen.

3 Kommentare

  1. Spiele ja schon langem kein WoW mehr, aber ich schmeiss mich weg vor Lachen. Wer sagt, Blizzard könne dazu lernen? Da wird geredet von „totgenervt“ und deshalb abgeschafft. Wer nutzt denn bitte völlig zufällige „smart“ (sollten eher dumb heißen) Heals? In einer 5er Ini eine 20% Chance, dass der Heal den bedrängten Tank erreicht? Schon wieder nutzlose Fähigkeiten erzeugt, Blizzard. Gratulation, so einfach geht das :)

  2. Jaja, alles schon 100 x versprochen und nix ist passiert. Immer wieder der gleiche Einheitsbrei, egal welche Klasse, Rasse oder Fraktion man spielt. Sinnloses durchrennen durch Instanzen und Raids. Nein, danke. Mich sieht wow nicht wieder.

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