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Baphomets Fluch 5: Der Sündenfall

Baphomets Fluch 5 – Der Sündenfall: Review

In diesem Review widmen wir uns dieses Mal einem Titel aus dem Genre der Point-and-Click-Adventures. Die Rede ist von Broken Sword 5 – The Serpent’s Curse, auch bekannt als Baphomets Fluch 5 – Der Sündenfall.

Baphomets Fluch 5

Allgemeine Informationen

Baphomets Fluch 5 wurde vom Entwicklerstudio Revolution Software entwickelt, welches gleichzeitig das Spiel auch selbst veröffentlicht. Es wurde bisher in zwei Episoden vertrieben und wurde kürzlich auch als Komplettpaket angeboten. Der erste Teil der Geschichte erschien am 4. Dezember 2013 als Downloadversion, während der zweite Teil  am 16. April 2014 veröffentlicht wurde. Die Engine basiert auf Virtual Theatre 7.

Während Teil drei und vier der Baphomets Fluch-Reihe noch als 3D-Spiele erschienen sind, wurde beim fünften Teil wieder auf die altbewährte Technik der 2,5D-Darstellung zurückgegriffen. Dabei agieren die 3D-Figuren auf einem handgezeichneten, comicartigen 2D-Hintergrund.

Kurzüberblick über die Geschichte

Paris der heutigen Zeit. Wir befinden uns abermals in der Haut von George Stobbart, einem Angestellten der Versicherungsfirma in Le Lizard Bleu. Gerade sind wir mit unserem Charakter dabei, in einem Atelier einer Kunstausstellung beizuwohnen, als ein Gemälde gestohlen wird und der Besitzer des Ateliers in Folge dessen niedergeschossen wird. So beginnt die Geschichte in Erinnerung an den ersten Paris-Aufenthalt erneut sehr blutig und mit dem Raub eines Gemäldes, um dessen sich zahlreiche Gerüchte und Mythen ranken.

Story und Gameplay

Wie schon in der Einleitung erwähnt, starten wir in Baphomets Fluch 5 in einem Pariser Atelier. Nachdem wir Zeuge eines blutigen und tödlich endenden Raubüberfalls werden, gehen wir abermals auf Ermittlung. Das gestohlene Gemälde, trägt den Namen „La Malediccio“ und welches sich zahlreiche Sagen und Mythen ranken. So soll es das pure Böse darstellen und den Teufel selbst freilassen können. Doch wären wir George Stobbart, wenn wir diesen Geschichten einfach Glauben schenken würden? Natürlich nicht und so gehen wir auf Entdeckungsjagd. Wo wir doch gerade von George reden… Auffällig ist in diesem Teil, dass George anscheinend ein bisschen an seiner Persönlichkeit gearbeitet hat. Während er in den Anfängen der Reihe noch ein zurückhaltender, netter und freundlicher Mann war, kommt es einem so vor, als ob er in diesem Teil schnippisch und teilweise richtig unhöflich ist. Wollten die Entwickler unserem Hauptprotagonisten hier ein wenig mehr zum Draufgänger und verwegenen Helden machen?

Im Laufe des Spielgeschehens von Baphomets Fluch 5 wechseln wir serientypisch oftmals den Schauplatz und dürfen auch ab und an in die Haut von Nicole Collard schlüpfen, um George an verschiedenen Stellen unter die Arme zu greifen. So sorgen wir für die nötige Ablenkung, damit er sich beispielsweise im Büro des Atelier-Besitzers umsehen kann oder führen ein Interview mit dem angeblichen „echten“ Besitzer des gestohlenen Gemäldes. Während unserer Jagd nach dem Gemälde und dem Raubmörder wechseln wir mehrmals komplett das Land, sodass für Abwechslung gesorgt ist.

Baphomets Fluch 5

Die Steuerung von Baphomets Fluch 5 entspricht der typischen Point-and-Click-Steuerung. Per Klick laufen wir zu angegebenen Stellen, untersuchen, benutzen und kombinieren  Gegenstände. Es gibt kein typisches Doppelklick-Beamen, doch kann man immerhin das Benutzen eines Ausgangs durch den Doppelklick beschleunigen. Das Inventar findet sich am unteren Bildschirmrand. Hier  werden unsere gefundenen Gegenstände aufbewahrt, können im Spiel verwendet oder auch hier untersucht  und kombiniert werden. Die Kombination von Gegenständen läuft im Spiel recht zügig ab. Sobald ein Gegenstand ausgewählt ist, werden einige der restlichen im Inventar automatisch ausgeblendet, welche nicht kombinierbar sind. Die restlichen Gegenstände lassen sich aber dennoch nicht immer mit dem ausgewählten Gegenstand kombinieren, um es nicht zu einfach zu machen.

Für Neueinsteiger oder Ungeduldige gibt es am oberen Bildschirmrand die Tipps. Hier können wir uns, sollten wir nicht weiterwissen, Hilfestellungen oder auch schrittweise komplette Lösung anzeigen lassen. Sackgassen sind hierdurch komplett ausgeschlossen. Am oberen Ende des Bildschirms findet sich auch das Menü, eine Schnellspeicher- und Ladefunktion sowie ein Schnellzugriff auf die Steam-Erfolge.

Baphomets Fluch 5: Der Sündenfall setzt die Geschichte um George Stobbart und Nicole Collard wunderbar fort. Die Rätsel fallen für Veteranen der Serie leider ziemlich einfach und einfallslos aus. Des Weiteren fehlt die Möglichkeit an bestimmten Passagen zu sterben, was quasi ein Feature der älteren Titel der Serie ist. So nimmt es leider ein wenig die Spannung. Durch die einfachen Rätsel fällt auch die Spielzeit relativ kurz aus. Mit rund 9 Stunden sehen erfahrene Adventurefans bereits den Abspann. Adventure-Neulinge sollten zwischen 12-15 Stunden Spielzeit geboten bekommen, natürlich je nachdem wie aktiv die integrierte Hilfe des Spiels genutzt wird.

Grafik, Sound und Synchronisation

Die Grafik in Baphomets Fluch 5 ist wieder einmal sehr schön gestaltet, wie auch unsere Screenshots vom Spiel beweisen. Hier haben sich die Grafiker von Revolution Software erneut selbst übertroffen. Schön animierte Charaktere und Hintergründe mit viel Liebe zum Detail sprechen für sich. Es macht Spaß, die Spielwelt zu erkunden.

Der Sound in ist das ganze Spiel über stimmig. Spannende Szenen werden oft durch entsprechende Musik angekündigt, was leider etwas die Spannung nimmt. Die deutsche Synchronisation ist serientypisch wieder einmal erstklassig. Die Stimme von George wurde wieder von Alexander Schottky übernommen, während Nicole diesmal von Petra Konradi gesprochen wird.

Zusammenfassung

Baphomets Fluch 5 – Der Sündenfall sollte für alle Fans von Adventures ein absoluter Pflichtkauf sein. Hier wird wieder einmal eine schöne Geschichte voller Legenden und Mythen präsentiert. Auch die Grafik und der Sound lassen ein befriedigendes Spielgefühl aufkommen. Während die teils zu einfachen Rätsel und die fehlenden Todesanimationen leider ein wenig Spannung nehmen und auf die Spielzeit niederschlagen, wird die Geschichte um ein Gemälde würdig gesponnen, was Lust auf mehr macht.

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