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Age of Empires 4 – Das wollen wir bei einer Ankündigung sehen

Diesen Oktober feiert Age of Empires seinen 20. Geburtstag. Die Feierlichkeiten begannen bereits während der E3 2017, wo Adam Isgreen, Creative Director von Microsoft, die Definitive Edition von Age of Empires vorstellte. 4K-Grafik, ein neu orchestrierter Soundtrack, Gameplay-Verbesserungen, besserer Multiplayer über Xbox Live und neue Erzählungen sollen das erste Age of Empires samt Rise of Rome-Erweiterung neu aufleben lassen.

Fully remastered with 4k graphics, re-orchestrated soundtrack, major gameplay improvements, new narrative, Xbox Live multiplayer and achievements, the Definitive Edition brings back the classic game and its Rise of Rome expansion.

Während wir uns einerseits freuen, wieder die ersten Schritte der Menschheit zu verfolgen, so hätten wir uns auch auf ein Age of Empires 4 gefreut. Doch wie Isgreen bereits andeutete, soll es auf der diesjährigen gamescom weitere Ankündigungen geben. Mit euphorischem Gemüt hoffen wir also auf Age of Empires 4 und überlegen derweil, wie uns der potenzielle Nachfolger begeistern könnte.

Mehr Technologien, mehr Zeitalter, mehr Weltwunder – mehr Möglichkeiten

Sprechen wir das Offensichtliche zuerst an: Age of Empires 4 braucht neue Zeitalter. Wir konnten in Age of Empires 1 von der Steinzeit zur Eisenzeit voranschreiten. Age of Empires 2 brachte uns aus dem Dunklen Jahrhundert zum Imperialismus und Age of Empires 3 zeigte uns den Weg vom Zeitalter der Erkundungen bis zur Industriellen Revolution. Die Menschheit macht Fortschritte, doch wie geht es weiter? Es wäre möglich, die gesamte Geschichte der Menschheit in einer gigantischen Kampagne zu vereinen, von den ersten Werkzeugen aus Stein bis zu Lokomotiven und Schusswaffen. Eine weitere Möglichkeit wäre, Anfang des 20. Jahrhunderts zu beginnen und bis in die Zukunft zu gehen. Mit Age of Mythology hat die Reihe sogar die griechische Mythologie erobert – es ist also auch möglich, dass uns ein Age of Mythology 2 erwartet, das uns beispielsweise nordische Mythologie näher bringt.

Age of Empires Zeitstrahl

Neue Zeitalter bedeuten letztendlich auch neue Technologien. Ein größerer Technologiebaum ist daher unabdingbar, doch genau hier liegt die Gefahr. Das Informationszeitalter bietet so viele Möglichkeiten, allein die Rüstungsindustrie könnte ein ganzes Strategiespiel füllen. Wo zieht man die Grenze, welche technischen Errungenschaften lässt man außen vor, welche implementiert man und wie können sie den Lauf des Spiels beeinflussen? Mit mehr Möglichkeiten steigt die Gefahr eines unfairen Spiels und doch braucht Age of Empires 4 neue Zeitalter und Technologien, um relevant zu sein.

Mehr Völker, mehr Tiere, mehr Landschaften – mehr Vielfalt

Diversität ist großartig und Age of Empires hat uns mit den bisherigen Teilen und zahlreichen Addons viele Völker und Möglichkeiten präsentiert. Doch mehr geht immer und so lechzen wir nach neuen Völkern, die wir zum Sieg führen können und, damit einhergehend, neuen unrealistischen Begegnungen. Während uns das erste Age of Empires noch mit 16 Völkern zufrieden stellte, setzte Age of Empires 2 die Messlatte mit bis zu 31 Völkern höher. Dabei achteten die Entwickler darauf, Völker zu wählen, die zu den entsprechenden Zeiten bereits gelebt haben. So gibt es Spanier, Chinesen, Briten und amerikanische Ureinwohner in Age of Empires 3 und Griechen, Ägypter oder Babylonier in Age of Empires 1. Diese Kulturen gegeneinander antreten zu lassen, wäre entweder unfair oder historisch inkorrekt und deshalb hätten wir gerne neue Völker aus neuen Zeitaltern.

Age of Empires 2

Gerne dürfen auch mehr Tiere dabei sein. Seien es ganz neue Nutztiere wie Hühner, domestizierte Tiere, beispielsweise Hunde, oder aber alte Bekannte, wie die Elefanten aus Age of Empires 1 und Schafe aus Age of Empires 2 – wir wollen Tiere sehen, mit denen wir mehr machen können als uns gegen sie zu verteidigen oder sie zu schlachten. Statt allerdings jedes Tier in jeder Landschaft auftauchen zu lassen, würden wir uns über spezifische Begegnungen freuen – ein Elefant hat ebenso wenig etwas auf einem zugefrorenen See zu suchen wie ein Schneefuchs in der Sandwüste.

Mehr Völker und Tiere bedeuten mehr Landschaften. Auch hier konnte Age of Empires mit einer Vielzahl an Szenarien begeistern, doch da geht noch mehr. Wie wäre es mit Kirschblütenbäumen statt Tannen oder einem richtigen Gebirge? Mehr Moraste und Strände, mehr Pflanzen und Gewässer – Age of Empires 4 braucht mehr Vielfalt.

Mehr Neues

Bereits die Definitive Edition bringt einige Neuerungen, allen voran den Zoom. Wir haben eine kleine Liste vorbereitet, was in Age of Empires 4 gerne dabei sein darf:

  • Schlösser als Erweiterungen vom Dorfzentrum
  • Schulen, denn wir wollen unsere Untertanen weiterbilden
  • Mehr Weltwunder
  • Die Herstellung oder Entwicklung von Werkzeugen, von Heugabeln bis zu Mähdreschern

Age of Empires Definitive Edition

Mehr Ressourcen wollen wir hingegen nicht – diese bedeuten mehr Strategie und komplizierte Verfahren. Logisch ist dadurch vieles wohl nicht mehr (in welcher Welt entstehen Soldaten aus Nahrung und Gold?), doch Einfachheit würden wir Komplexität zugunsten von Strategieverweigerern, die dem Spiel so vielleicht doch eine Chance geben würden, vorziehen.

Mehr Nostalgie

Bei all den Neuerungen hätten wir dennoch gerne ein Age of Empires 4, das eine gehörige Portion Erinnerungen mit sich bringt. Kleinigkeiten wie das Menü, das gerne wieder mehr Teil 2 ähneln darf, und Taunts, Sprachnachrichten im Chat, dürfen da nicht fehlen. Allem voran ist jedoch der Soundtrack wichtig – Gebäude brauchen unterschiedliche Melodien, die Angriffsfanfare muss dabei sein und natürlich die Sprachausgabe der Menschen, die wir befehligen. Age of Empires 2 zum Beispiel bietet für den Hausbau und die Schlacht die passende Musik: nicht zu orchestralisch und trotzdem ist die Ehrwürde deutlich zu spüren.

Doch früher oder später muss sich Age of Empires fragen: Was ist das Alleinstellungsmerkmal der Serie? Ganze Geschichten von Zivilisationen können in Civilization gespielt werden, auch die Anno-Reihe bietet zahlreiche Entwicklungen für die eigene Kolonie. Epische Schlachten gab es schon in Cossacks und Die Siedler bieten eine weitere Möglichkeit, sein Volk zum Sieg zu führen. Eine Mischung dieser Faktoren macht Age of Empires aus, dabei war die Reihe bisher nie zu strategisch und konnte auch Neueinsteiger schnell begeistern. Bei all den Vorschlägen ist es also wichtig, die Balance zu wahren, die Völker nicht zu unterschiedlich oder gar unfair zu gestalten und den Spielenden die gleichen Chancen zu geben.

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