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5 Gründe, wieso Resident Evil 7 “Back to the Roots” gemeistert hat

Mit dem Release von Resident Evil 7 zu Beginn des Jahres hat Capcom bewiesen, dass “back to the roots” keine leere Floskel sein muss, die zu Enttäuschungen und einem lauwarmen Aufguss vergangenen Glanzes führt. Wo viele Serien versagt haben, weiß Resident Evil die mittlerweile 21 Jahre alte Serie neu zu beleben. Es folgen 5 Gründe, wieso Resident Evil 7 die Serie neu erfinden konnte und mit dem Vorhaben, zu den eigenen Wurzeln zurückzukehren, erfolgreich war.

Spoilerwarnung! In diesem Artikel werden Features, Story und Enden von Resident Evil 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 0 und Code Veronica verraten oder zumindest angeteasert.

1. “It’s really powerful, especially against living things.”

Natürlich geht es nicht ohne Anspielungen auf ältere Teile inklusive einiger signifikanten Änderungen, die das Spiel auf moderne Standards und Erwartungen hoben. Und kleine Erinnerungen an seine älteren Geschwister bietet Resident Evil 7 einige. Angefangen bei der Gesundheitsanzeige in der Uhr, die farblich darstellt, wie fit Ethan gerade ist. Bereits in den Inventaren von Jill, Leon und Co waren die EKG mit ihren Ampelfarben sichere Anzeigen für die Gesundheit. Auch wenn mit den Blutflecken in den Ecken modernere Anzeigen hinzu kamen, so ist Capcom diesem Feature treu geblieben. Auch die Kräuter fanden wieder ihren Weg ins Spiel. Wieder einmal können sie gemischt werden, ergeben hier aber eine etwas wirksamer wirkende Arznei (inwiefern eine äußere Anwendung da sinnvoll ist, möchte ich an dieser Stelle nicht erläutern).

Waffen upgraden ist ein beliebtes Mittel, um den Spieler für den steigenden Schwierigkeitsgrad zu wappnen, ihn für das sparsame Verwenden von Munition zu belohnen und gleichzeitig die Menge an Waffen gering zu halten. Aus einer einfachen Pistole kann eine verbesserte mit überlegener Durchschlagskraft werden, Granatwerfer haben grundsätzlich mehrere Arten an Munition und mit etwas Glück findet man sogar die (meist unauffällig platzierte und mit Backtracking verbundene) Automatikwaffe. Resident Evil 4 bot direkt vielfältige Möglichkeiten, seine Waffen zu verbessern, Resident Evil 7 beschränkt sich wieder auf wenige Bau- und Ersatzteile. Besagte Upgrades werden nicht etwa eingeführt, um dem Spieler die nötige Motivation zu verschaffen – das ist ein netter Nebeneffekt – die Hauptintention des Spiels liegt darin, Spieler und Gegner auf ein Level zu bringen. Nach etwa der Hälfte tauchen kriechende Gegner auf, die schneller sind als die lahmenden Zombies. Ebenso wie die Endgegner mutieren Zombies und haben mehr Ausdauer, Parasiten schießen aus Hälsen, oder es kommen Bella Schwestern, Hunde, Licker, Iron Maiden, Regenerator, Majini, Albinoide, Hunter, Spinnen, you name it. Resident Evil 7 bietet zumindest kriechende und schnelle Gegner, zu den schwarzen Massen hinzukommen.

Ein Glück gibt es da die zerstörbaren Kisten, die gerne auftauchen, um den Spieler mit Munition, Heilung oder gar nichts zu versorgen. Nützlicher und gerne gesehen sind da die Safe Rooms. In fast jedem Hauptspiel gibt es eine Schreibmaschine, die in Resident Evil 7 durch ein Diktiergerät ersetzt wird, und eine Speichermöglichkeit darstellt. Im selben Raum ist oft eine Kiste, um das Inventar zu verwalten. Im Hintergrund spielt ruhige Musik, die sofort vermittelt, dass keine Gefahr droht. Ein Ort der Ruhe und Entspannung inmitten einer Katastrophe.

Derartige Details und Easter Eggs wurden in Resident Evil 7 bis zum Finale durchgezogen. Oft wird dem Helden oder der Heldin eine Waffe zugeworfen, die erst den endgültigen Kill ermöglicht. Während in Resident Evil 1 der Rakentwerfer zum ersten Mal zum Einsatz kommt, gebraucht Ada ihn wieder in Teil 4, um Leon zu helfen. Ethan hingegen erhält eine handlichere Waffe mit dem tödlichen Serum. Danach steht zumindest in den Teilen 1, 3, 5 und 7 am Ende des Spiels ein Hubschrauber bereit. In Teil 4 kann wenigstens Ada mit einem Helikopter entkommen und in Code Veronica X fliehen die Geschwister mit einem Flugzeug aus dem Eis. Natürlich darf die Explosion nicht vergessen werden, denn jedes gute Umbrella-Labor zerstört sich am Ende selbst, es sei denn eine ganze Stadt muss vernichtet werden, um die Epidemie einzudämmen. Die Explosion und der damit verbundene Countdown bleiben uns in Resident Evil 7 erspart, der Sonnenaufgang, der das Ende des Horrors verkündet, jedoch nicht. Die älteren Teile der Hauptreihe spielen während einer endlos scheinenden Nacht, Tagesanbruch ist nicht nur das Ende des Grauens, sondern auch ein metaphorischer Neuanfang. Umbrella scheint besiegt und die Bedrohung fürs Erste aus dem Weg geschafft.

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